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Künstlerische Erscheinung bei ALMA

Monumentale Golfball-Installation am Observatorium

26. Juni 2015

Am ALMA-Observatorium wurde vor kurzem eine erste Kunstausstellung installiert: ein riesiger Golfball, aufgebaut direkt neben den Antennenschüsseln auf dem Chajnantor-Plateau in einer Höhe von 5000 Metern über dem Meeresspiegel. Das aufblasbare Kunstwerk ist Teil des umherreisenden Projektes Mixed Game (Juego Mixto) von Dagmara Wyskiel [1], einer polnischen Künstlerin, die seit über einem Jahrzehnt in Antofagasta im Norden Chiles lebt.

Nachdem der gigantische Ball seine Reise durch die Atacamawüste beendet hat, wird er zum Grey-Gletscher und anschließend zur Küste von Valparaiso weiterrollen.

"Mixed Game beinhaltet die Einführung eines geheimnisvollen, aber gleichzeitig visuellen künstlichen Objektes in verschiedene freie Landschaftsflächen," erklärt die Künstlerin. Sie ist verantwortlich für das Werk, das zeitgenössische Kunst, grafische Gestaltung, Kunstpädagogik und kulturelle Entwicklung verbindet. Dagmara Wyskiel erläutert weiter: "Das Objekt spielt darauf an, dass etwas als Antwort auf unsere dringliche und fortwährende Erforschung des Universums und dem Empfang von Wellen von außerhalb aufgetaucht ist. Das Problem ist, dass etwas gleichzeitig so Bekanntes und Unerwartetes nicht genau dem entsprechen könnte, was wir uns vorgestellt haben."

Für viele ALMA-Mitarbeiter, die für den täglichen Betrieb der 66 Antennen zuständig sind, schien das Auftauchen der riesigen Kugel zunächst eine optische Täuschung oder ein Traum zu sein. Bei näherer Betrachtung offenbarte sich ihnen jedoch die überraschende Natur des Objektes.

Die Gegenüberstellung des Kunstwerks mit einem Paradebeispiel moderner Astronomie führt zu der seltenen Möglichkeit, die Konzepte beider Gebiete einem neuen Publikum zu zeigen. Letztendlich müssen sowohl Künstler als auch Astronomen ihre Fantasie schweifen lassen, wenn sie ihre Ziele erreichen wollen.

ALMA ist der zweite Ausstellungsort für Mixed Game. Vor den Anden durchquerte es bereits einen der trockensten Plätze der Erde, die Quillagua-Wüste, und wird bald Patagonien bereisen und schließlich in Richtung Meer weiter rollen.

ALMA stellt eine Zusammenarbeit der ESO (die ihre Mitgliedsländer repräsentiert) mit dem NSF (USA), NINS (Japan), NRC (Kanada), NSC und ASIAA (Taiwan) und KASI (Südkorea) in Kooperation mit der Republik Chile dar. Das Joint ALMA Observatory wird von ESO, AUI/NRAO und NAOJ betrieben.

Fußnoten

[1] Dagmara Wyskiel hat einen Master der Künste von der Academy of Fine Arts in Kraków in Polen. Sie hat bereits in New York, Teneriffa und Frankfurt gelebt. In Antofagasta hat sie an einer Vielzahl von Initiativen teilgenommen. Darunter waren sowohl assoziative Perspektiven als auch individuelle Kunstwerke, die die Kunstszene der im Norden Chiles gelegenen Stadt mit geformt haben.

Kontaktinformationen

Richard Hook
ESO Public Information Officer
Garching bei München
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Mobil: +49 151 1537 3591
E-Mail: rhook@eso.org

Über die Mitteilung

ID:ann15048

Bilder

Kunstausstellung bei ALMA
Kunstausstellung bei ALMA
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