Bild der Woche 
Ein Blick in die Vergangenheit – La Sillas Verwandlung im Laufe der Zeit
Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben.
Hier sieht man zwei Aufnahmen von La Silla vom Juni 1968 und aus der heutigen Zeit, die in der Nähe der beiden Wassertanks des Observatoriums aufgenommen wurden und den Rest der Anlage zeigen. Die Veränderungen kann man leicht sichtbar machen, wenn man mit der Maus die Trennlinie im Bild verschiebt.
Im Vordergrund des historischen Bildes erkennt man die provisorische Wohnsiedlung, im Hintergrund folgen von links nach rechts drei Teleskope: das Grand Prism Objectif, das 1-Meter-Teleskop und 1,5-Meter-Teleskop der ESO. Alle hatten 1968 Ihr „erstes Licht“ oder First Light“. Diese drei Teleskope waren die ersten auf La Silla. Die weiße Kuppel, die am dichtesten am Betrachter liegt, gehört zum 1-Meter-Schmidteleskop der ESO, das 1971 seine ersten Beobachtungen durchgeführt hat.
Heute sind alle vier Kuppeln noch vorhanden, der Betrieb der ersten drei Teleskope wurde aber mittlerweile eingestellt. Das 1-Meter-Schmidteleskop ist noch in Betrieb, es wird mittlerweile ausschließlich für den QUEST Variable Survey (siehe Bild der Woche potw1201a) genutzt.
Auf dem aktuellen Bild sind zwei neue Teleskope sichtbar. Die silberne Kuppel gehört zumMPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop, das seit Anfang 1984 als Dauerleihgabe der Max-Planck-Gesellschaft an die ESO in Betrieb ist. Links im Hintergrund befindet sich das dänische 1,54-Meter-Teleskop, das seit 1979 in Betrieb ist, eines von mehreren nationalen Teleskopen auf La Silla.
Links
- Weitere Informationen über La Silla
- Pressemitteilung von 2009 anläßlich des 40jährigen Jubiläums der Einweihung von La Silla(nur auf Englisch)
- ESO-Zeitleiste
Ein Teleskop nimmt Fahrt auf
Die dynamische Bewegung vom Very Large Telescope der ESO ist in dieser ungewöhnlichen Aufnahme wiedergegeben, die kurz nach Sonnenuntergang beim „Arbeitsbegin“ des Hauptteleskopes 1 belichtet wurde. Mit einer Belichtungszeit von 26 Sekunden konnte ESO-Fotobotschafter Gerhard Hüdepohl die Bewegung des Schutzbaus durch die freie Öffnung nach außen blickend einfangen, während das System in Aktion ist. Der rotierende Schutzbau ähnelt einem himmlischen Wirbel, der durch die Rotation immer neue Ansichten auf die Atacamawüste freigibt. Die anbrechende Dämmerung trägt einem Spritzer Blau bei.
Das im Zentrum sichtbare Teleskop hat einen Spiegel mit 8,2 Metern Durchmesser, der entwickelt wurde, um Licht aus den fernsten Regionen unseres Universums zu sammeln. Der Schutzbau ist ein weiteres technisches Wunderwerk, seine Bewegung findet mit extremer Präzision statt. Seine Aufgabe ist auch die präzise Kontrolle der Temperatur, damit warme Luft nicht zu Beobachtungunterbrechungen führt.
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ALMAs Welt bei Nacht
Diese Panoramaaufnahme des Chajnantor-Plateaus spannt sich über ein Gesichtsfeld von etwa 180° von Norden (linker Bildrand) bis nach Süden (rechter Bildrand) und zeigt die Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) verteilt entlang einer unwirklichen Landschaft. Einige bekannte Himmelsobjekte sind hinter ihnen am Himmel zu sehen. Der hier gezeigte kristallklare Nachthimmel macht deutlich, warum Chile nicht nur die Heimat von ALMA, sondern auch vieler weiterer astronomischer Einrichtungen ist. Das Bild ist nur ein Teil eines nochmal größeren Panoramas von Chajnantor.
Im Vordergrund des Bildes sieht man die 12 Meter durchmessenden ALMA-Antennen, die wie ein einziges großes Teleskop zusammenarbeiten, während der ersten Phase wissenschaftlicher Beobachtungen in Aktion. Ganz links wird die Gruppe der kleineren 7-Meter-Antennen angeleuchtet. Obwohl sie im Bild nicht sichtbar ist, lässt die Mondsichel alle Antennen Schatten werfen.
Der hellste "Stern" am Himmel über den Antennen ist in Wirklichkeit gar keiner - sondern der Planet Jupiter. Der große Gasriese ist nach Mond und Venus das dritthellste natürliche Himmelsobjekt am Nachthimmel. Rechts im Bild erkennt man die Große und die Kleine Magellanschen Wolke. Die Große Magellansche Wolke direkt über der Antenne ganz rechts erinnert an Rachschwaden. Die Kleine Magellansche Wolke steht etwas höher am Himmel in Richtung der oberen rechten Bildecke. Beide "Wolken" sind in Wirklichkeit irregulär geformte Zwerggalaxien, die die Milchstraße in Entfernungen von jeweils 160.000 und 200.000 Lichtjahren umkreisen.
Am linken Bildrand, knapp links von den Vordergrundantennen, sieht man den langezogenen Fleck der Andromedagalaxie. Sie ist zehn mal so weit entfernt wie die Magellanschen Wolken und die nnächstgelegene größere Nacbargalaxie. Die Andromedagalaxie ist außerdem die größte Galaxie in der sogenannten Lokalen Gruppe - einer Ansammlung von ca. 30 Galaxien inklusive unserer Milchstraße - und enthält eine Billion Sterne, also doppelt so viele wie unsere Heimatgalaxie. Sie ist die einzige große Galaxie, die problemlos mit bloßem Auge zu erkennen ist. In diesem Bild ist nur ihr Kernbereich zu sehen, insgesamt zieht sie sich allerdings über eine Länge von sechs Vollmonddurchmessern am Himmel.
Die Aufnahme stammt von Babak Tafreshi, dem neuesten Mitglied der ESO-Fotobotschafter. Babak ist außerdem Gründer von The World at Night, einem Programm zur Gestaltung und Ausstellung atemberaubender Fotografien und Zeitrafferaufnahmen der weltweit schönsten und historischen Stätten vor nächtlicher Kulisse von Sternen, Planeten und Himmelsereignissen.
ALMA wird zur Zeit auf dem Chajnantor-Plateau in einer Höhe von 5000 Metern über dem Meeresspiegel gebaut. Das Observatorium hat am 30. September 2011 mit den ersten wissenschaftlichen Beobachtungen begonnen und wird nach Fertigstellung aus insgesamt 66 Antennenschüsseln bestehen, die zu einem einzigen großen Teleskop zusammengeschaltet werden. ALMA ist eine internationale Einrichtung, die gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit der Republik Chile getragen wird. Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb des Observatoriums ist die ESO zuständig für den europäischen Beitrag, das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) für Ostasien und das National Radio Astronomy Observatory (NRAO) für den nordamerikanischen Beitrag. Das Joint ALMA Observatory (JAO) übernimmt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.
Links
- Zeiraffervideos von Babak Tafreshi mit ALMA: eins, zwei
- Die ESO-Fotobotschafter
- Weitere Informationen über ALMA bei der ESO: http://www.eso.org/public/germany/teles-instr/alma.html
- Das Joint ALMA Observatory: http://www.almaobservatory.org/
- The World At Night: http://www.twanight.org/
Laser trifft Blitz
Am Donnerstag, dem 18. August 2011, bot der Himmel über der Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren einen spektakulären Anblick: zwei gleichermaßen beeindruckende und doch sehr verschiedene Phänomene erhellten die Nacht. Eines davon war ein Beispiel für modernste Technologie, das andere für die ehrfurchtgebietende Kraft der Natur.
Während die ESO dort das neue Wendelstein-Laserleitsternsystem getestet hat, näherte sich eines der für diese Region typischen heftigen Sommergewitter der Sternwarte und demonstrierte eindrucksvoll, warum die Teleskope der ESO eigentlich in Chile und nicht in Deutschland stehen. Aus den dicken grauen Wolken zucken Blitze, während Martin Kornmesser – bei der ESO-Öffentlichkeitsarbeit zuständig für künstlerische Darstellungen – Zeitrafferaufnahmen des Lasertests für ESOcast 34 anfertigte. Das hier gezeigte Foto wurde zufällig genau in dem Moment aufgenommen, als ein Blitz die Szenerie erhellte. Obwohl das Gewitter noch weit entfernt war, scheint der Blitz fast wie in einem Science Fiction-Film mit dem Laserstrahl zu kollidieren.
Laserleitsterne sind künstliche Sterne, die in einer Höhe von 90 Kilometern in der Erdatmosphäre mit Hilfe starker Laserstrahlen erzeugt werden. Sie werden bei der sogenannten adaptiven Optik als Referenzobjekt verwendet, um die störenden Einflüsse der Erdatmosphäre bei astronomischen Beobachtungen zu korrigieren. Das Wendelstein-Laserleitsternsystem ist eine neuartige Konstruktion, bei der der Laser mit einem kleinen Teleskop zu einer modularen Anlage kombiniert wird, um den Laserstrahl in die Hochatmosphäre zu senden. Dieses System kann so auf größere Teleskope quasi aufgesattelt werden.
Der auf dem Foto sichtbare Laserstrahl ist mit einer Ausgangsleistung von 20 Watt bereits relativ stark, wobei die Energie gebündelt in Form von sehr kurzen Pulsen abgegeben wird. Für winzige Bruchteile einer Sekunde erreichen die Laserblitze so eine maximale Leistung von einer Billion Watt! Kurz nachdem das Bild aufgenommen wurde, erreichte das Gewitter das Observatorium und beendete so die Lasertests in dieser Nacht. Obwohl wir heute in der Lage sind, so fortschrittliche Technologien wie die Laserleitsterne zu entwickeln, müssen wir uns manchmal dennoch Naturgewalten wie dem Wetter beugen.
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Dunkler Himmel und weiße Wüste — Schnee als seltener Gast am Paranal-Observatorium der ESO
Der Nachthimmel über dem Cerro Paranal, der Heimat des Very Large Telescope (VLT) der ESO, ist dunkel und gesprenkelt mit den hellen Sternen der Milchstraße und auch weiter entfernten Galaxien. Dennoch sieht man den Erdboden selten in so starkem Kontrast zum Nachthimmel wie in dieser Aufnahme, die eine dünne, weiße Schneedecke zusammen mit dunkleren Flecken in der Wüstenlandschaft zeigt.
Dieses Bild entstand in der letzten Woche kurz vor Sonnenaufgang und wurde von ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky aufgenommen, der als Astronom am La Silla-Paranal-Observatorium arbeitet. Er fing damit nicht nur die ungewöhnlich verschneite Landschaft der Atacama und die Kuppeln auf dem Gipfel des Berges ein, sondern auch einen atemberaubend schönen Nachthimmel. Links vom VLT erkennt man eine Satellitenspur, auf der rechten Seite eine helle Sternschnuppe.
Der Cerro Paranal ist ein 2600 Meter hoher Berg in der chilenischen Atacamawüste. Dort ist es außergewöhnlich trocken, die Luftfeuchtigkeit liegt häufig unterhalb von 10%. Im Allgemeinen fällt weniger als 10 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Dennoch fällt gelegentlich Schnee in der Wüste und sorgt für ebenso vergängliche wie eindrucksvolle Ansichten, so wie diese hier.
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Verfinsterter Mond, herrlicher Sternhimmel
Eine totale Mondfinsternis ist für sich alleine bereits ein eindrucksvolles Himmelsereignis. Sie ermöglicht zusätzlich aber noch den Blick auf den vollkommen dunklen, mit Sternen übersäten Nachthimmel - und das in einer Vollmondnacht. Auf dem Cerro Paranal in der chilenischen Atacamawüste, einem der abgelegendsten Orte dieser Welt, macht die große Entfernung zu den nächsten Ortschaften - allesamt Quellen der Lichtverschmutzung - den Anblick des Himmels während einer totalen Mondfinsternis noch eindrucksvoller.
Dieses Panorama, das von ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky aufgenommen wurde, zeigt das Sternenmeer über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal während der totalen Mondfinsternis vom 21. Dezember 2010. Den rötlich verfinsterten Mond sieht man rechts im Bild, während sich das Band der Milchstraße in voller Pracht über den gesamten Himmel zieht. Unten links steht zudem die Venus in hellem Glanz inmitten eines schwachen Leuchtens, das man als Zodiakallicht bezeichnet. Es entsteht durch Sonnenlicht, das an Staubteilchen in der Ebene der Umlaufbahnen der Planeten in unserem Sonnensystem reflektiert wird. Das Zodiakallicht ist so schwach, dass man es in einer Mondnacht oder unter lichtverschmutztem Himmel nicht mehr erkennen kann.
Während einer totalen Mondfinsternis steht die Erde zwischen Mond und Sonne, so dass die Sonne den Mond nicht mehr beleuchten kann. Dennoch ist er meist rötlich gefärbt zu erkennen. Das verbliebene Licht musste von der Sonne aus zunächst die Erdatmosphäre durchlaufen und wurde dort in Richtung des Mondes abgelenkt. Dabei wird blaues und grünes Licht stark gestreut, und nur rotes Licht bleibt übrig.
Passenderweise wurde der Mond, der im Bild über dem zweiten Hauptteleskop (Unit Telescope oder UT2) des VLTs steht, in dieser Nacht von UT1 beobachtet. UT1 und UT2 tragen die Namen Antu und Kueyen (Sonne und Mond in der Spache der Mapuche, die in Chile beheimatet sind).
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Der ESO-Hauptsitz bei Sonnenuntergang
Diese Panoramaaufnahme zeigt den Hauptsitz der Europäischen Südsternwarte in Garching bei München. Das Bild zeigt den Blick vom Dach des Hauptgebäudes kurz nach Sonnenuntergang. Der Hauptsitz ist das wissenschaftliche, technische und administrative Zentrum für die Arbeitsabläufe der ESO und die Basis für viele Astronomen, die hier ihre Forschungsarbeiten durchführen. Die Wissenschaftler, Techniker und das Mitglieder des Verwaltungspersonals, die hier arbeiten, haben sehr unterschiedliche Hintergründe, aber alle verbindet eine Gemeinsamkeit: ihre Passion für die Astronomie.
Die ESO ist die führende zwischenstaatliche astronomische Organisation in Europa und das weltweit produktivste astronomische Observatorium. Die ESO betreibt drei Observatoriumsanlagen in Chile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Zusätzlich wurde der Cerro Armazones in der Nähe des Paranal von der ESO als Standort für das European Extremly Large Telescope (E-ELT) ausgewählt.
Die ESO betreibt hochmoderne Wissenschaftsanlagen für Astronomen und wird von Österreich, Belgien, Brasilien, der Tschechischen Republik , Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich getragen. Der ESO-Hauptsitz verkörpert den multikulturellen Geist der Zusammenarbeit und ist der Arbeitsplatz für Astronomen aus der ganzen Welt.
Dieses Bild ist aufgezogen im ESOshop erhältlich.
ALMA-Antennen unter der Milchstraße
Vier Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) blicken zum mit Sternen übersäten Nachthimmel auf, gerade so als wären sie voller Vorfreude auf die bald beginnenden Beobachtungen dieser Nacht. Der Mond rechts im Bild erhellt die Szenerie, ohne dass die sich nach links oben erstreckende Milchstraße verblassen würde.
ALMA wird zurzeit in einer Höhe von 5000 Metern auf der Chajnantor-Hochebene in der chilenischen Atacama-Wüste errichtet. Diese Gegend ist eine der trockensten der gesamten Erde, und genau diese Trockenheit sorgt zusammen mit der in so großer Höhe nur noch dünnen Luft für hervorragende Bedingungen für astronomische Beobachtungen im Millimeter- und Submillimeter-Bereich. Bei diesen Wellenlängen untersuchen die Astronomen zum Beispiel Molekülwolken, in denen durch den Kollaps dichter Regionen aus Gas und Staub neue Sterne geboren werden. Da das Universum bei diesen Wellenlängen noch weitgehend unerforscht ist, erhoffen sich die Wissenschaftler von ALMA viele neue Erkenntnisse zur Entstehung von Sternen, aber auch Planetensystemen und ganzen Galaxien.
Das ALMA-Projekt ist eine Partnerschaft zwischen Europa, Nordamerika und Ostasien in Kooperation mit der Republik Chile.
Das hier gezeigte Panorama wurde von ESO-Fotobotschafter José Francisco Salgado aufgenommen.
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Ein weiterer perfekter Tag am Paranal
Wogende rote Hügel breiten sich unter dem außergewöhnlich klaren blauen Himmel aus, der typisch für das Paranal-Observatorium der ESO ist. Obwohl sich die Teleskopkuppeln in der Morgendämmerung schließen und sich nichts in dieser dürren Wüste bewegt, macht das Very Large Telescope (VLT) der ESO niemals Pause. Seit dem Morgen arbeiten Ingenieure und Techniker an der Vorbereitung des Teleskops und der Instrumente für eine weitere perfekte Nacht.
Der 2600 Meter hohe Cerro Paranal liegt in der Bildmitte dieses Panoramas mit Blick nach Süden. Der eingeebnete Gipfel ist die Heimat des VLT, der weltweit fortschrittlichsten bodengebundenen Observatoriumsanlage für Beobachtungem im sichtbaren- und Nahinfrarotbereich. Das VLT hat vier 8,2-Meter Hauptteleskope und zusätzlich vier 1,8-Meter Hilfsteleskope. Auf diesem Bild sind nur zwei Kuppeln der Hauptteleskope sichtbar, zusammen mit dem kleineren 2,6-Meter Survey Telescope (VST).
Rechts vom Cerro Paranal bedeckt im Hintergrund ein Wolkenmeer die Küste des Pazifiks – nur 12 km entfernt. Die kalte ozeanische Strömung hält die thermische Inversionsschicht der Atmosphäre unter einer Höhe von 1500 Metern. Das macht den diesen abgelegenen Ort in der chilenischen Atacama-Wüste in der II. Region Chiles zu einem der trockensten Orte der Erde und damit sozusagen zu einem perfekten Fenster ins Universum. Die Atmosphäre ist hier extrem trocken und klar und bietet mit den geringen Turbulenzen ausgezeichnete Bedingungen für optische- und Nahinfrarotbeobachtungen.
Aus diesem Grund wurde der Cerro Armazones, nur 20 Kilometer östlich des Paranal gelegen, als Standort für das European Extremly Large Telescope (E-ELT) ausgewählt. Mit einem Hauptspiegeldurchmesser von 39,3 Metern wird das E-ELT das größte Teleskop der Welt werden.
Dieses Foto wurde von einem benachbarten Berg, der Heimat des 4,1-Meter Visible and Infrared Survey Telescopes for Astronomy (VISTA) aufgenommen. VISTA hat Ende 2009 seinen Betrieb aufgenommen und ist das neueste Teleskop am Paranal-Observatorium der ESO. VISTA ist das größte Durchmusterungsteleskop der Welt.
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Das Very Large Telescope der ESO blickt tief in einen fernen Nebel
Mit dem Very Large Telescope (VLT), das die ESO am Paranal-Observatorium in Chile betreibt, haben Astronomen ein beeindruckendes Bild von Messier 17aufgenommen, der uch Omega- oder Schwanennebel genannt wird. Das beinahe an ein Gemälde erinnernde Bild zeigt riesige Wolken aus Gas und Staub, die von der intensiven Strahlung junger Sterne beleuchtet werden.
Abgebildet ist hier die etwa 15 Lichtjahre durchmessende Zentralregion des Nebels. Insgesamt erstreckt sich Messier 17, der etwa 6000 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Sagittarius (der Schütze) liegt, über etwa 40 Lichtjahre. Der Nebel ist ein beliebtes Beobachtungsobjekt für Amateurastronomen, die bereits mit kleinen Teleskopen sehr schöne Bilder von Messier 17 aufnehmen können.
Die hier gezeigten tiefen VLT-Beobachtungen wurden im nahen Infrarotlicht mit dem ISAAC-Instrument durchgeführt. Verwendet wurden dazu die Filter J (1,25 µm, blau dargestellt), H (1,6 µm, grün), und K (2,2 µm, rot). In der Bildmitte befindet sich ein Haufen massereicher junger Sterne, deren Strahlung den Wasserstoff in ihrer Umgebung zum Leuchten anregt. Rechts unterhalb des Sternhaufens liegt eine große Molekülwolke. Im sichtbaren Spektralbereich absorbieren die Staubkörner in der Wolke fast sämtliches Licht und versperren so unseren Blick. Im Infrarotbereich jedoch schimmert das Leuchten des hinter der Wolke liegenden Wasserstoffgases leicht durch. In dieser tiefrot erscheinenden Region versteckt entdeckten die Astronomen die dunkle Silhouette einer Gas- und Staubscheibe. Obwohl die Scheibe im hier gezeigten Bild sehr klein erscheint hat sie in Wahrheit einen Durchmesser von etwa 20.000 Astronomischen Einheiten, und ist damit viel größer als unser Sonnensystem (1 AE entspricht der Entfernung von der Erde zur Sonne). Die Wissenschaftler vermuten, dass die Scheibe rotiert und einen in ihrem Zentrum gelegenen Protostern mit Materie füttert – wir beobachten hier ein frühes Stadium der Geburt eines neuen Sterns.
Dieses Bild ist aufgezogen im ESOshop erhältlich.
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- Die wissenschaftlichen Arbeiten, für die die hier gezeigten Aufnahmen ursprünglich gewonnen wurden, werden in der ESO-Pressemitteilung eso0416 beschrieben.
Der Sternhimmel über La Silla
Die Sterne rotieren während einer Nacht um den südlichen Himmelspol am La Silla-Observatorium der ESO im Norden Chiles. Die diffusen Bereiche auf der rechten Seite des Bildes die Magellanschen Wolken, zwei kleinen Begleitgalaxien unserer Milchstraße. Die im Vordergrund sichtbare Kuppel beherbergt das 3,6-Meter-Teleskop mit dem HARPS-Instrument, dass dem zur Zeit erfolgreichsten Exoplanetenjäger der Welt. Das kastenförmige Gebäude unten rechts beherbergt das 0,25-Meter-TAROT-Teleskop, das so konstruiert ist, dass es besonders schnell auf Gammastrahlenausbrüche reagieren kann. Weitere Teleskope auf La Silla sind das 2,2-Meter-MPG/ESO Teleskop und das 3,6-Meter-New Technology Telescope, das erste Teleskop an dem aktive Optik zum Einsatz kam und somit Vorläufer aller modernen Großteleskope. La Silla war das erste Observatorium der ESO und ist nach wie vor eines der führenden Observatorien auf der Südhalbkugel.
Die Sterne leuchten hell über dem Paranal
Nach Sonnenuntergang senkt sich die Dunkelheit über dem Paranal-Observatorium der ESO herab. Die Schwärze der Nacht ist jedoch durchsetzt mit unzähligen, glitzernden Sternen. Diese 15 Sekunden lang belichtete Aufnahme zeigt, wie eindrucksvoll der Nachthimmel über dem Paranal ist. Hoch in der chilenischen Atacamawüste, fern von aller Lichtverschmutzung, ist es sogar möglich, in einer mondlosen Nacht den eigenen Schatten zu sehen, der nur vom schwachen Schein der Milchstraße geworfen wird.
ESO-Fotobotschafter José Francisco Salgado berichtet: „Der Paranal gehört zu den Orten mit dem dunkelsten und beständigsten Nachthimmel, unter dem ich bisher fotografieren konnte. Ich liebe es, Sternwarten zu abzubilden, und es ist sehr faszinierend wie man auf dem Paranal alleine durch die Sterne und das Zodiakallicht noch seine Umgebung sehen kann!”
Im Bild scheinen die Sterne der Milchstraße geradezu aus der offenen Teleskopkuppel zu strömen. Der helle Fleck nahe am Teleskop ist der Carinanebel (NGC 3372), in dem sich einige der massereichsten Sterne der Milchstraße befinden (siehe zum Beispiel eso0905 und eso1031). Am oberen Bildrand stehen die Sterne des Kreuzes des Südens. Genau wie das Sternbild Carina auch befindet sich das Kreuz des Südens so tief am Südhimmel, dass es von den meisten Orten auf der Nordhalbkugel der Erde aus nicht sichtbar ist.
Das Teleskop im Bild ist das vierte der 1,8-Meter-Hilfsteleskope, die zusammen mit den vier großen 8,2-Meter-Hauptteleskopen zum Very Large Telescope Interferometer (VLTI) gehören. Die Größe der Teleskope, ihre moderne Technologie, und nicht zuletzt die hervorragenden Beobachtungsbedingungen auf dem Paranal machen die Sternwarte zum weltweit fortschrittlichsten Standort der bodengebundenen Astronomie im sichtbaren Licht.
Ein Laserstrahl zum Zentrum der Milchstraße
Mitte August 2010 konnte ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky dieses beeindruckende Foto des Paranal-Observatoriums der ESO aufnehmen. Eine Gruppe von Astronomen beobachtete zu diesem Zeitpunkt das Zentrum der Milchstrasse mit Unterstützung der Laserleitsternsystems von Yepun, einem der vier Hauptteleskope am Very Large Telescope (VLT).
Yepuns Laserstrahl durchquert den majestätischen Nachthimmel und erzeugt in 90 km Höhe einen künstlichen Stern in der Mesosphäre der Erde. Das Laserleitsternsystem (engl. Laser Guide Star oder kurz LGS) ist Teil des Systems adaptiver Optik am VLT und wird als Refezen verwendet um den Einfluß der Erdatmosphäre auf die Bildqualität zu korrigieren. Die Farbe des lasers ist exakt so eingestellt, dass damit Natriumatome in einer der der hochgelegenen Schichten der Atmosphäre zum leuchten angeregt werden können - das Laserlicht hat dieselbe Farbe wie Straßenlaternen, die mit Natriumdampflampen betrieben werden. Man geht davon aus, dass die Natriumschicht ein Überbleibsel von Meteoriten ist, die in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen. Werden die Atome vom Laserlicht angeregt, beginnen sie zu glühen und erzeugen so einen kleinen, hell leuchtenden Punkt am Himmel, der als künstlicher Referenzstern für die adaptive Optik verwendet werden kann. Mit dieser Technik können die Astronomen die Bildqualität deutlich verbessern. Im Zentrum der Milchstraße beispielsweise lässt sich so das Schwarze Loch untersuchen, das Gas und Staub einsaugt und von Sternen ganz nah umkreist wird.
Diese Aufnahme wurde mit einem Fischaugenobjektiv erstellt und deckt die gesamten 180° des Himmels ab. Am 6. September 2010 war es Astronomy Picture of the Day und wurde später außerdem zum Wikimedia Bild des Jahres 2010 gewählt.
Dieses Bild ist aufgezogen im ESOshop erhältlich.
Exoplanetenjäger auf La Silla
Nur wenige Teleskope sind so erfolgreich bei der Suche nach fernen Welten wie das 3,6-Meter-Teleskop der ESO und das Schweizer 1,2-Meter-Leonhard-Euler-Teleskop, die beide auf diesem Bild zu sehen sind.
Das 3,6-Meter-Teleskop beherbergt HARPS (High Accuracy Radial velocity Planet Searcher), einen Spektrografen mit unerreichter Genauigkeit, der mehrere Rekorde im Bereich der Exoplanetenforschung hält, unter anderem die Entdeckung des masseärmsten und des kleinsten jemals vermessenen Exoplaneten. Zusammen mit HARPS hat es das Leonhard-Euler-Teleskop Astronomen ermöglicht herauszufinden, dass sechs aus einer Stichprobe von 27 Exoplaneten sich auf ihren Umlaufbahnen entgegen der Rotationsrichtung ihrer Muttersterne bewegen, was eine unerwartete und ernste Herausforderug für die gegenwärtigen Theorien der Planetenentstehung darstellt.
La Silla ist das erste Observatorium der ESO und liegt auf 2400 Metern über dem Meersspiegel im südlichenTeil der chilenischen Atacamawüste. Es beherbergt nicht nur das 3,6-Meter-Teleskop, sondern auch das New Technology Telescope (NTT) und das MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop sowie mehrere kleinere oder nationale Teleskope.
Spektakulärer Monduntergang hinter dem Cerro Paranal, der Heimat des Very Large Telescope
Wenn der Mond untergeht, macht sich die Sonne bereit dazu, am gegenüberliegenden Horizont aufzugehen. Das Very Large Telescope hat seine “Augen” nach einer langen Beobachtungsnacht schon geschlossen. Teleskop-Personal und Astronomen schlafen bereits, während Techniker, Ingenieure und Tagastronomen für den neuen Arbeitstag erwachen. Der Betrieb endet nie am produktivsten bodengebundenen Observatorium der Welt.
ESO-Mitarbeiter Gordon Gillet heißt den Tag mit diesem atemberaubenden Foto aus 14 Kilometern Entfernung willkommen, es wurde von der Straße zum Cerro Armazones aus aufgenommen, der von der ESO als Standort für das geplante 40-Meter Extremly Large Telescope (E-ELT) ausgewählt wurde.
Auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt, das Bild ist keine Fotomontage. Der Mond erscheint sehr groß, weil er nahe am Horizont steht und unsere Wahrnehmung darauf ausgerichtet ist, Objekte in Relation zu Referenzobjekten am Erdboden zu vergleichen. Um ein so spektakulär „nahes“ Bild aufzunehmen, bedarf es eines 500mm-Objektivs. Die lange Brennweite reduziert die Tiefe des Bildes und sorgt für einen scheinbar gleichen Abstand der Objekte. Dieser Effekt, kombiniert mit der außergewöhnlichen Qualität des Bildes sorgt für den Eindruck, dass der Mond gerade hinter den Teleskopen liegt, wobei er in Wahrheit 30.000 mal weiter entfernt liegt.
Die stellaren Titanen von Pismis 24
Der offene Sternhaufen Pismis 24 beherbergt einige der massereichsten bekannten Sterne. Er befindet sich im Zentrum des Gasnebels NGC 6357 im Sternbild Scorpius (der Skorpion). Mehrere Sterne in diesem Sternhaufen sind mit über 100 Sonnenmassen echte Schwergewichte. Die seltsamen Formen des Nebels werden durch die intensive Strahlung dieser massereichen und heißen Sterne verursacht. Gas und Staub tragen aber nicht nur zum nebligen Eindruck des Bildes bei, sondern verbergen auch sehr junge, massereiche Sterne vor Beobachtungen im sichtbaren Licht.
Das Bild wurde aus Daten erstellt, die mit dem dänischen 1,5-Meter Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO in Chile durch drei verschiedene Filter (B, V und R) im sichtbaren Spektralbereich aufgenommen wurden.
Das Very Large Telescope aus der Vogelperspektive
Ein Vogel, der hoch in der Luft über der abgelegenen, dünn besiedelten Atacamawüste im Norden Chiles segelt - vermutlich die trockenste Wüste der Erde - wäre vermutlich überrascht angesichts der hoch technisierten Oase des Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Paranal. das weltweit fortschrittlichste bodengebundene astronomische Observatorium der Welt wird hier betrieben, mit vier 8,2-Meter-hauptteleskopen, vier 1,8-Meter-Hilfsteleskopen, dem VLT Survey Telescope (VST) und dem 4,1-Meter Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy (VISTA), das man im Hintergrund über der Beobachtungsplattform auf dem benachbarten Berggipfel sehen kann.
Diese Luftbildaufnahme zeigt auch noch weitere Gebäude wie das Kontrollzentrum am vorderen Rand der Plattform.
Das zukünftige European Extremely Large Telescope
Diese konzeptionelle Darstellung zeigt das geplante European Extremely Large Telescope (E-ELT) der ESO, das einmal das größte Teleskop der Welt für das sichtbare Licht sein wird, beim Blick an den Himmel. Wenn es Anfang des nächsten Jahrzehnts den Betrieb aufnimmt, soll sich das E-ELT einigen der größten wissenschaftlichen Herausforderungen stellen. Dazu gehört unter anderem der Nachweis eines erdähnlichen Planeten in der "bewohnbaren Zone" eines Sterns – der Nachweis eines solchen Planeten, auf dem sich Leben bilden können sollte, ist eines der ehrgeizigsten Ziele der beobachtenden Astronomie. Darüber hinaus soll das E-ELT grundlegende Beiträge zur Kosmologie leisten, indem es die Eigenschaften der ersten Sterne und Galaxien, der Dunklen Materie und der Dunklen Energie erforscht.
Die Astronomen machen sich darüber hinaus auf Überraschungen gefasst – ganz sicher werden sich aus den mit dem E-ELT gemachten Entdeckungen neue, unvorhergesehene Fragen ergeben. Mit einem Hauptspiegeldurchmesser von unglaublichen 39 Metern wird das E-ELT 25 mal so viel Licht sammeln wie eines der 8,2-Meter-Teleskope vom Very Large Telescope der ESO in Chile, das zur Zeit das weltweit führende astronomische Observatorium im Hinblick auf Beobachtungskapazität ist.
Das hier gezeigte geplante Design für das E-ELT wurde 2011 veröffentlicht und ist zunächst nur vorläufig.
Seltenes 360°-Panorama des Südsternhimmels
In diesem seltenen 360°-Panorama schlägt die Milchstraße einen Bogen einmal quer über den Nachthimmel über der Beobachtungsplattform des Paranal, der Heimat des Very Large Telescope der ESO. Das Bild besteht aus 37 Einzelaufnahmen mit einer Gesamtbelichtungszeit von etwa 30 Minuten und wurde in den frühen Morgenstunden aufgenommen. Der Mond geht gerade auf und über ihm leuchtet das Zodiakallicht, während die Milchstraße sich über den Himmel gegenüber dem Observatorium erstreckt.
Die geöffneten Schutzbauten der Teleskope des weltweit fortschrittlichsten bodengebundenen Observatoriums sind allesamt auf dem Bild zu sehen: die der vier kleineren 1,8-Meter-Hilfsteleskope, die im interferometrischen Modus zusammengeschaltet werden können, ebenso wie die der vier großen 8,2-Meter-Hauptteleskope. Auf der rechten Seite unterhalb des Milchstraßenbogens sieht man außerdem zwei unserer galaktischen Nachbarn, die Große und die Kleine Magellansche Wolke.
Hier geht es zu einer faszinierenden virtuellen Tour über den Paranal.
Einen Stern erzeugen
Ein Laserstrahl ragt von Yepun, dem vierten Hauptteleskop des Very Large Telescope (VLT) der ESO, dem Flaggschiff der europäischen Astronomie, in den Himmel. Mit diesem Laserstrahl wird ein künstlicher Stern über dem Paranal erzeugt, der für die Instrumente der adaptiven Optik am VLT benötigt wird. Adaptive Optik ist eine Technik, die es möglich macht die durch die Erdatmosphäre verursachte Bildunschärfe zu korrigieren und so Bilder zu erhalten, die fast so scharf sind wie wenn das Teleskop in den Weltraum versetzt worden wäre.
Die adaptive Optik benötigt allerdings einen Referenzstern in unmittelbarer Nähe des zu untersuchenden Objekts, der zudem auch noch vergleichsweise hell sein muss. das engt den Bereich des Himmels, der auf diese Art und Weise zugänglich ist, deutlich ein. Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, setzen die Astronomen auf dem Paranal einen starken Laser ein, der einen künstlichen Stern erzeugt, sobald sie ihn benötigen (vergleiche auch eso0607 und eso0727).
Die Verwendung eines leistungsstarken Lasers zusammen mit einem Teleskop ist modernste Technik, deren Aufbau und und Betrieb eine dauerhafte Herausforderung darstellt. Wie man auf der Aufnahme erkennt, ist es aber dennoch eine Technik, die man auf dem Paranal mittlerweile vollkommen beherrscht. Dieses Foto wurde innerhalb des Kuppelgebäudes des Teleskops aufgenommen und zeigt in eindrucksvoller Weise die Position des Lasers auf dem 1,2 Meter durchmessenden Sekundärspiegel des Teleskops.
Früh am Morgen auf dem Paranal
Dieses Panorama zeigt die Beobachtungsplattform vom Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal in Chile. Es wurde am frühen Morgen aufgenommen, zu einem Zeitpunkt als der Mond hoch am Himmel stand. Der ruhige und friedliche Anblick des Himmels steht in starkem Kontrast zu der geschäftigen Aktivität am Observatorium. Die vier großen 8,2-Meter-Hauptteleskope des VLT nehmen alle jeweils ein Himmelsobjekt ins Visier um den Astronomen bei ihrer täglichen Aufgabe die Rätsel des Universums zu lösen zu helfen. Von Hauptteleskop 4, das den Namen Yepun trägt, ragt ein Laserstrahl in den Himmel. Er gehört zum System adaptiver Optik des Teleskopes, das dem bildverschmierenden Effekt der Atmosphäre entgegenwirkt und so die Aufnahme scharfer Bilder ermöglicht. Gleichzeitig arbeiten drei der vier kleineren 1,8-Meter-Hilfsteleskope im interferometrischen Modus zusammen um ein noch detaillierteres Bild eines weiteren Himmelsobjektes zu erhalten.
Ein Quicktime-Video der Szene ist ebenfalls verfügbar.
Die VLT-Plattform auf dem Gipfel des Paranal
Dieses Bild zeigt die Beobachtungsplattform auf dem Gipfel des Cerro Paranal im Norden Chiles, die das Very Large Telescope (VLT) der ESO beherbergt.
Das Bild zeigt drei der Schutzbauten der VLT-Hauptteleskope mit 8,2 Metern Durchmesser. Der Fotograf befand sich dabei auf dem Dach des vierten, etwa 35 Meter oberhalb der Plattform. Während der Nacht sind die großen Tore seitlich geöffnet. Die insgesamt 275 Tonnen schweren äußeren Teile des Gebäudes sind drehbar, so dass die Teleskope in der Lage sind, jeden Punkt am Himmel zu beobachten. Der Pick-up vor dem ersten Hauptteleskop hilft dabei, einen Eindruck von der Größe dieser 10 Stockwerke hohen Gebäude zu bekommen. Auf der linken Seite des Bildes sieht man die Schienen, auf denen die 1,8-Meter-Hilfsteleskope (ATs) zwischen verschiedenen Beobachtungsstationen hin und her bewegt werden können. Zwei der vier Hilfsteleskope sind ebenfalls erkennbar. Das niedrige Gebäude in der linken unteren Bildecke beherbergt das VLT Interferometer-Labor, wo das Licht von mehreren Teleskopen zusammengeschaltet werden kann, so dass man ein viel höheres Auflösungsvermögen als mit einem einzelnen Teleskop erreichen kann.
Hinter den Teleskopen erstrecken sich die Bergketten der Wüstenlandschaft um den Cerro Paranal, begrenzt nur durch den wolkenbedeckten pazifischen Ozean in 12 Kilometern Entfernung.
Paranal-Observatorium mit Vulkan Llullaillaco
Diese beeindruckende Luftbildaufnahme vom Standort des Very Large Telescope (VLT) der ESO demonstriert die exzellente Qualität der Beobachtungsbedingungen in der Atacamawüste: Im Vordergrund des Bildes sieht man das Paranal-Observatorium, das sich in 2600 Metern über dem Meeresspiegel auf dem Cerro Paranal in Chile befindet, während im Hintergrund der schneebedeckte Gipfel des 6720 Meter hohen Vulkans Llullaillaco steht, der sich unglaubliche 190 km weiter östlich an der Grenze zu Argentinien befindet.
Innerhalb des Observatoriums kann man deutlich die einzelnen Schutzbauten der vier großen 8,2-Meter-Hautpteleskope des VLT und vorne das Gebäude des Kontrollzentrums ausmachen, von wo aus die Astronomen ihre Beobachtungen durchführen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme gab es die vier Hilfsteleskope und die Kuppel des VST-Durchmusterungsteleskops noch nicht.
Panorama des Sonnenuntergangs am Paranal
Das Very Large Telescope (VLT) auf dem 2600 Meter hohen Cerro Paranal ist der wichtigste Standort der ESO für Beobachtungen im sichtbaren und infraroten Licht. Das Paranal Observatorium liegt in der chilenischen Atacamawüste. Die vier 8,2-Meter-Hauptteleskope des VLT können unabhängig voneinander mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen Instrumenten betrieben werden, und haben bereits viele erstaunliche wissenschaftliche Entdeckungen ermöglicht.
Ebenso bietet das VLT aber auch die Möglichkeit, das Licht der vier Hauptteleskope kohärent zu vereinigen. Dieses sogenannte Very Large Telescope Interferometer (VLTI) ist mit einer eigenen Ausstattung an Instrumenten versehen und wird eingesetzt, um nur wenige Millibogensekunden große Bilddetails zu erfassen und um Astrometrie mit einer Genauigkeit von bis zu 10 Mikrobogensekunden zu betreiben. Zusätzlich zu den vier 8,2-Meter-Teleskopen kann das VLTI auch mit den vier Hilfsteleskopen (Auxiliary Telescopes oder kurz ATs), die einen Hauptspiegeldurchmesser von 1,8 Metern haben, betrieben werden. Die ATs dienen einerseits zur Verbesserung der Abbildungsleistung des VLTI, ermöglichen andererseits aber auch eine optimale Ausnutzung der Nachtstunden über das gesamte Jahr hinweg.
Der Schutzbau des VLT Survey Telescope mit einem Spiegeldurchmesser 2,6 Metern ist in der Bildmitte zu sehen.
APEX auf Chajnantor
Während sich ALMA noch im bau befindet, führen die Astronomen auf dem Chajnantor-Plateau mit dem Atacama Pathfinder Experiment (APEX) bereits Millimeter- und Submillimeter-Beobachtungen durch. dabei handelt es sich um ein 12-Meter-Teleskop neuerer Bauweise, das auf einem Prototypen einer ALMA-Antennenschüssel basiert und am ALMA-Standort betrieben wird. Seine Optik wirde modifiziert und die Oberflächengenauigkeit der Schüssel wurde verbessert. APEX wurde so konstruiert, das es die Vorteile der hervorragenden Durchsicht des Himmels im wellenlängenbereich von 0,2 bis 1,4 Millimetern bestmöglich ausnutzen kann.
Dieses Bild ist aufgezogen im ESOshop erhältlich.
Strichspuren über dem Paranal
Die Drehung des Himmels über dem Very Large Telescope der ESO auf dem Paranal. Diese Langzeitbelichtungsaufnahme zeigt, wie sich die Sterne um den südlichen (links) und nördlichen (rechts) Himmelspol drehen. Der Himmelsäquator, entlang dessen die Sterne sich auf einer geraden Linie bewegen, liegt in der Mitte des Bildes. Die Bewegung der Schutzbauten der VLT-Teleskope während der Aufnahme wird als Schatten ebenfalls sichtbar.
Die weißen Büßer
Diese bizarren Formationen aus Schnee und Eis nennt man Büßereis, auf Spanisch "penitentes". Sie bilden sich in hochgelegenen Regionen wie dem Chajnantor-Plateau, wo sich das ALMA-Observatorium befindet.
Es handelt sich dabei um messerschneidenähnliche Gebilde, die sich durch das Zusammenspiel von Subliimation und Schmelzen des Schnees herausbilden. Auf Chajnantor steht die Sonne zur Zeiit der Sommersonnenwende in den Mittagsstunden nahe dem Zenit, so dass das Büßereis eine senkrechte Form bekommt. Die Aufnahme stammt aus dem Dezember 2005.
Dieses Bild ist aufgezogen im ESOshop erhältlich.
Das Feen-Galaxientrio
Ein internationales Astronomenteam hat mit dem Very Large Telescope der ESO ein ebenso seltenes wie eindrucksvolles Ereignis entdecken können: das Verschmelzen von drei Galaxien. Die Astronomen nannten das Trio den Vogel, es hat aber auch Ähnlichkeit mit einer kosmischen Fee. Es besteht aus zwei massereichen Spiralgalaxien und einer dritten irregulären Galaxie.
In dieser Falschfarbendarstellung wurden eine 30 lang belichtete Aufnahme im K-Band von dem NACO-Instrument mit Archivdaten vom Hubble-Weltraumteleskop mit der Kamera ACS in den Bändern B und I kombiniert. das Ergebnis ist ein Farbbild des vogelähnlichen Galaxiensystems. Mithilfe der NACO-Daten konnten die Astronomen nicht nur die beiden schon zuvor bekannten Spiralgalaxien beobachten, sondern auch die dritte, unabhänige Komponente identifizieren: eine irreguläre, aber vergleichsweise massereiche Galaxie, in der sich besonders viele Sterne bilden.




























