Bild der Woche

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potw1406-de-at — Bild der Woche
Der fantastische Mr. Fox
10. Februar 2014: Selbst gefährlich nah an der Grenze zur bewohnbaren Welt klammert sich das Leben fest. Am Rande der heißen und trockenen Atacamawüste ist dieser südamerikanische Graufuchs gerade aufgewacht und streckt sich gemütlich. Füchse sind generell nachtaktiv und nutzen den Temperaturabfall, der durch die Abwesenheit der heißen chilenischen Sonne verursacht wird. Im Hintergrund sind andere Lebenszeichen zu erkennen: Die weiße Kuppel beherbergt das Schweizer 1,2-Meter-Leonhard-Euler-Teleskop, das vor den rauen Bedingungen durch die Verschalung geschützt ist. Wenn der Himmel über dem La Silla-Observatorium der ESO dunkler wird, erwacht eine weitere nachtaktive Spezies: Der Astronom reckt sich und macht sich fertig, um den Himmel mit seiner summenden und surrenden Technologie zu durchsuchen. Dieses Bild wurde vom ESO-Fotobotschafter Malte Tewes aufgenommen und in der „Your ESO Pictures“-Flickrgruppe hochgeladen. Die Flickrgruppe wird regelmäßig durchgesehen und die besten Aufnahmen werden als Bild der Woche oder in unserer Bildergalerie veröffentlicht. Links Malte Tewes bei Flickr
potw1405a-de-at — Bild der Woche
Antarktische Luft am Paranal
3. Februar 2014: Dieses wunderschöne Panorama vom Paranal-Observatorium der ESO wurde am 5. Juli 2012 und damit an einem der trockensten Tage, die am Very Large Telescope-Komplex aufgezeichnet wurden, aufgenommen. Wie eine Insel liegt der Paranal in der Mitte des Bildes und thront über dem fernen Pazifischen Ozean und einer dichten Wolkenwand. Während dieser Zeit wurde die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit am Paranal mit dem Wasserdampf-Radiometer LHATPRO aufgezeichnet, das zur Überwachung der Atmosphäre dient, um die Beobachtungen zu unterstützen, die am Observatorium durchgeführt werden [1]. Meteorologen von zwei chilenischen Universitäten haben als Ursache für diese ungewöhnlich trockenen Bedingungen die antarktische Höhenluft ausgemacht, die sich schnell in Richtung Norden ausgebreitet hat und über dem Paranal hinabgestiegen ist. Diese Kaltfront am Paranal hat für über 12 Stunden angehalten und war für die rekordverdächtig niedrige Luftfeuchtigkeit über dem Observatorium [2] verantwortlich. Florian Kerber von der ESO und seine Kollegen haben dieses ungewöhnliche Wetter analysiert und ihre Ergebnisse ...
potw1404-de-at — Bild der Woche
Schwimmbad-Interferometrie
27. Januar 2014: Astronomen schwimmen zwar nicht andauernd im Schwimmbad der Residencia am Paranal-Observatorium, aber wenn sie es tun, dann demonstrieren sie gerne wie physikalische Prinzipien funktionieren. In diesem Bild zeigt der französische ESO-Astronom Jean-Baptiste Le Bouquin wie Wellen – nicht Lichtwellen sondern Wasserwellen – zusammenwirken beziehungsweise interferieren können, wobei größere Wellen entstehen können. Die Kombination von Lichtwellen ist das wesentliche Prinzip, das sich hinter dem VLT-Interferometer verbirgt: Die Lichtwellen, eingefangen von jeweils einem der vier 8-Meter-Teleskope, werden mithilfe eines Netzwerkes von Kanälen und Spiegeln kombiniert. Auf diese Weise kann die räumliche Auflösung der Teleskope deutlich verbessert werden. Bei einer ausreichend langen Belichtungsdauer können die Kameras und Instrumente denselben Detailreichtum erreichen wie ein Teleskop, das einen Spiegel von 130 Metern im Durchmesser haben müsste. Das ist weitaus mehr als alle existierenden Teleskope derzeit aufweisen. Dieses Bild wurde von dem preisgekrönten professionellen Fotografen Max Alexander aufgenommen. Er war auch maßgeblich an der Erstellung des ...
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Rosettas Komet
20. Januar 2014: Heute am 20. Januar wird die ESA-Raumsonde Rosetta wieder aktiviert. Nach einer Ruhephase von 31 Monaten in den Tiefen unseres Sonnensystems soll Rosetta sich nun endlich dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko nähern. Dieses Bild zeigt die letzte Beobachtung des Kometen mit einem Durchmesser von 4 Kilometern, und wurde am 5. Oktober 2013 mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt, kurz bevor er hinter der Sonne verschwand und somit von der Erde aus nicht zu beobachten war, war der Komet etwa 500 Millionen Kilometer von uns entfernt. Eine lange Beobachtungsserie war notwendig, um sowohl den Kometen ohne Hintergrundsterne (links) als auch das Sternfeld mit der markierten Kometenspur (rechts) zu erhalten. Bei einer Beobachtung in Richtung des Zentrums der Milchstraße und gegen ein gut gefülltes Sternfeld ist der Komet nur als schwacher Fleck zu erkennen, da er immer noch so weit von der Sonne entfernt war, dass aus dem ...
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ALMA und Chajnantor in der Dämmerung
13. Januar 2014: Dank der ESO-Fotobotschafter können wir sensationelle Bilder der ESO-Anlagen auf abgeschiedenen Berggipfeln in Chile genießen. Babak Tafreshi hat diese wunderschöne Panoramaansicht der Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA) im Licht der Dämmerung aufgenommen. Ähnlich einer Momentaufnahme aus einem Science-Fiction-Film kontrastiert die Technologie von ALMA mit der rauen Kraft der Naturlandschaft auf dem Chajnantor-Plateau auf 5000 Metern über dem Meeresspiegel in Bildern wie diesem. ALMA ist eine internationale astronomische Anlage und eine Partnerschaft von Europa, Nordamerika und Ostasien in Kooperation mit der chilenischen Republik. Bau und der Betrieb werden für Europa durch die ESO, für Nordamerika durch das National Radio Astronomy Observatory (NRAO) und für Ostasien durch das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) geleitet. Dem Joint ALMA Observatory (JAO) obliegt die gemeinsame Leitung und das Management für die Konstruktion, die Inbetriebnahme und dem Betrieb von ALMA.
potw1401-de-at — Bild der Woche
Nächte auf dem Paranal
6. Januar 2014: Wenn man vom Paranal-Observatorium der ESO in Chile aus an den Nachthimmel blickt, wird man wie hier zu sehen mit einer atemberaubenden Ansicht begrüßt. Sprenkel von Blau, Orange, Rot – jeder entweder ein Stern, eine Galaxie, ein Nebel oder etwas anderes, was zusammen den funkelnden Nachthimmel bildet. Astronomen blicken forschend auf dieses wundervolle Firmament, um die Mysterien des Universums zu entschlüsseln. Dafür nutzen sie Teleskope wie die VLT-Hilfsteleskope, die hier zu sehen sind. Dieses Bild zeigt drei der vier beweglichen Einheiten, die zusätzliches Licht in das Very Large Telescope Interferometer einspeisen, dem weltweit fortschrittlichsten optischen Instrument. Zusammen entsprechen sie einem Teleskop, das größer ist als die Summe seiner Teile: Sie enthüllen Details, die nur mit einem Teleskop erkennbar wären, das so groß ist wie der Abstand zwischen den Einzelteleskopen wäre.
potw1352-de-at — Bild der Woche
Helle Nacht am Paranal
30. Dezember 2013: Wenn die Nacht hereinbricht, beginnt an den Observatorien der ESO das Leben. Astronomen und Techniker gehen an die Arbeit und die Teleskope werden auf den Himmel gerichtet. Dieses Bild zeigt den unberührten Nachthimmel über dem Paranal-Observatorium der ESO in der chilenischen Atacamawüste, weit abseits von den Lichtern der Städte. Hier hat ESO-Fotobotschafter Gabriel Brammer die ruhige Schönheit der Milchstraße von der Plattform des Very Large Telescope aufgenommen. Die vier massiven Blöcke am unteren Bildrand sind die Schutzbauten der vier VLT-Hauptteleskope. In jedem von ihnen steckt ein hochpräziser Spiegel mit 8,2 Metern Durchmesser. Über das Bild verstreut sind die VLT-Hilfsteleskope zu sehen, die leicht an ihren runden, weißen Kuppeln zu erkennen sind. Bei dem hellen Punkt auf der linken Seite, der so hell scheint, dass er die Sonne sein könnte, handelt es sich um den Mond. Auf der rechten Seite ist der Schatten des Fotografen zu sehen, der dem Betrachter mit ...
potw1351-de-at — Bild der Woche
Die Europäische Südsternwarte wünscht Frohe Festtage
23. Dezember 2013: Die Europäische Südsternwarte wünscht Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr und viel Erfolg für 2014! Link Weihnachts-Grußkarte 2013
potw1350-de-at — Bild der Woche
Strichspuren über dem VLT auf dem Paranal
16. Dezember 2013: Dieses Bild wurde von ESO-Fotobotschafter Babak A. Tafreshi am Paranal-Observatorium der ESO aufgenommen. Es zeigt drei der vier Hilfsteleskope (engl. Auxiliary Telescopes, kurz ATs) des Very Large Telescope Interferometers (VLTI). Über ihnen sind lange helle Streifen zu sehen, sogenannte Strichspuren. Jede dieser Spuren markiert den Weg eines einzelnen Sterns über den dunklen Nachthimmel, der durch die Erdrotation verursacht wird. Diese Technik verdeutlicht außerdem die natürlichen Farben der Sterne, die für deren Temperatur stehen. Tiefrote Sterne erreichen etwa 1000°C während die heißesten Sterne bis zu einigen zehntausend Grad aufweisen und blau erscheinen. Der Himmel an diesem abgelegenen und hochgelegenen Ort in Chile ist sehr klar und frei von Lichtverschmutzung, weshalb wir dieses beeindruckende Lichtspektakel sehen können.
potw1347-de-at — Bild der Woche
Uralte Sternbilder über ALMA
25. November 2013: Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, hat die Antennenschüsseln  des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in einem eindrucksvollen Bild eingefangen, in dem die Schönheit des Südhimmels mit den beeindruckenden Dimensionen des größten astronomischen Projektes der Welt kombiniert ist. Tauende Sterne können mit dem bloßen Auge am klaren Himmel über dem Chajantor-Plateau ausgemacht werden. Der trockene und transparente Nachthimmel ist einer der Gründe, warum ALMA dort errichtet worden ist. Überraschend hell ist in der oberen linken Ecke des Bildes ein junger Sternhaufen zu erkennen, der bereits den  meisten alten Zivilisationen bekannt war: die Plejaden. Die Sterne des Himmelsjägers Orion ist deutlich über der vordersten Antennenschüssel sichtbar – der Gürtel des Jägers wird von den drei blauen Sternen gebildet, die sich genau links des rötlichen Lichts befinden. Der klassischen Mythologie zufolge war Orion ein Jäger, der die Plejaden verfolgte, die hübschen Töchter von Atlas. Durch die dünne Atmosphäre über der Atacamawüste beobachtet, scheint ...
potw1346-de-at — Bild der Woche
Neue Aufnahme von Komet ISON
18. November 2013: Dieses neue Bild vom Kometen C/2012 S1 (ISON) wurde mit dem TRAPPIST-Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO am Morgen des 15. November 2013 aufgenommen. ISON wurde erstmals im September 2012 beobachtet und wird Ende  November 2013 seine größte Annäherung an die Sonne erreichen. TRAPPIST hat ISON seit Mitte Oktober mit Breitbandfiltern beobachtet, wie sie auch für dieses Bild verwendet wurden. Es wurden auch spezielle Schmalbandfilter genutzt, um die Emissionen von unterschiedlichen Gasen herauszufiltern, was es den Astronomen erlaubt, die Anzahl der vom Kometen ausgestoßenen unterschiedlichen Molekülarten zu bestimmen. Bis zum 1. November 2013 war Komet ISON relativ ruhig, als ein plötzlicher Helligkeitsausbruch die ausgestoßene Gasmenge des Kometen verdoppelte. Am 13. November, kurz bevor diese Aufnahme gewonnen wurde, erschütterte ein zweiter großer Ausbruch den Kometen und erhöhte die Aktivität um den Faktor zehn. Er kann jetzt mit einem guten Fernglas von einem dunklen Beobachtungsplatz am Morgenhimmel in östlicher Richtung beobachtet werden. ...
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ALMA-Panoramaansicht mit Carinanebel
11. November 2013: ESO-Fotobotschafter Babak Tafreshi hat dieses Panoramabild von den Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA) unter dem klaren Himmel des Chajnantor-Plateaus in den chilenischen Anden aufgenommen. Der auffällige rosafarbene Fleck am linken Bildrand ist der Carinanebel. Er liegt im Sternbild Carina (der Schiffskiel) , ungefähr 7500 Lichtjahre von der Erde entfernt. Diese Wolke von leuchtendem Gas und Staub ist einer der hellsten Nebel am Himmel und enthält einige der hellsten und größten Sterne in der Milchstraße, wie auch Eta Carinae. Einige wunderschöne Bilder des Carinanebels von ESO-Teleskopen findet man unter eso1208, eso1145, und eso1031. ALMA, eine internationale astronomische Anlage, ist eine Partnerschaft zwischen Europa, Nordamerika und Ostasien in Kooperation mit der chilenischen Republik. Der Bau und der Betrieb von ALMA werden für Europa von der ESO, für Nordamerika durch das National Radio Astronomy Observatory (NRAO) und für Ostasien durch das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) geleitet. Dem Joint ALMA ...
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Pferdige Besucher
4. November 2013: In einer dunklen Septembernacht am La Silla-Observatorium der ESO kehrte Astronom Klaas Wiersema gerade zum Restaurant zurück, nachdem er mehrere Stunden am Teleskop verbracht hatte. Der Großteil der Arbeit in einem Observatorium findet nachts statt, so dass Wissenschaftler und Techniker, die nachts in der Dunkelheit umherlaufen, keine Seltenheit sind. Diesmal passierte jedoch etwas Unerwartetes. Plötzlich hörte Wiersema ein lautes Schnauben hinter sich und ein Trappelgeräusch, das ihn verfolgte. Er war überzeugt davon, dass es sich um ein aufgebrachtes Tier handeln musste, das aus seinem Versteck heraus gekommen war und ihn nun jagte. Also rannte er wie der Wind. Er hatte keine Vorstellung davon, um was für eine Art von Bestie es sich gehandelt haben konnte, die ihn in den öden Hängen der Atacamawüste auf einer Höhe von 2400 Metern über dem Meeresspiegel verfolgt. Die restliche Nacht verbrachte er mit dem Versuch das Rätsel zu lösen. Bei Tagesanbruch zog er los ...
potw1342-de-at — Bild der Woche
Zwei mit bloßem Auge sichtbare Galaxien über dem VLT
21. Oktober 2013: Dieses atemberaubende Bild des klaren chilenischen Himmels ist mit hellen Sternen und fernen Galaxien übersät, die über einem der vier Haupttelekope (engl. Unit Telescopes, kuts Uts) des Very Large Telescope (VLT) zu schweben scheinen. Hier ist das vierte Hauptteleskop zu sehen, das auch Yepun (Venus) genannt wird. Zwei der Objekte im Bild sind berühmter als ihre Nachbarn. Im linken Teil der Aufnahme ist eine äußerst bekannte Galaxie zu sehen, die einen Streifen am Himmel bildet – die Andromedagalaxie Messier 31. Rechts schräg über diesem Fleck ist ein heller Stern zu erkennen, dessen Verbindungslinie mit der Andromedagalaxie nach oben zu einer weiteren Galaxie weist. Der Stern heißt beta Andromedae – auch als Mirach bekannt – und die zweite Galaxie Messier 33 (ganz oben im Bild). Derzeit geht man davon aus, dass diese beiden Galaxien in der Vergangenheit miteinander wechselgewirkt haben, da sie jetzt eine Brücke aus Wasserstoffgas zwischen sich gespannt haben. ...
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Überraschende Wolke um einen riesigen Stern
14. Oktober 2013: Dieses neue Bild des VLT Survey Telescope (VST) am Paranal-Observatorium der ESO zeigt den bemerkenswerten Sternhaufen Westerlund 1 (siehe eso1034). Dieser besonders helle Sternhaufen liegt im südlichen Sternbild Ara (der Altar) und ist etwa 16.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er enthält hunderte besonders massereiche und helle Sterne, die alle erst wenige Millionen Jahre alt sind – Kleinkinder gemessen an Sternstandards. Unsere Sicht auf den Sternhaufen wird jedoch von Gas und Staub behindert, weshalb ein großer Teil des sichtbaren Lichts der Sterne dieses Sternhaufens auf dem Weg zur Erde verloren geht. Bei der Untersuchung von Aufnahmen von Westerlund 1 im Rahmen einer neuen Durchmusterung des Südhimmels [1] sind Astronomen auf Unerwartetes gestoßen: Um einen der Sterne – der W26 genannt wird und bei dem es sich nicht nur um einen Roten Überriesen handelt, sondern vielleicht um den größten bekannten Stern – haben sie Wolken entdeckt, die aus leuchtendem Wasserstoffgas bestehen, ...
potw1340-de-at — Bild der Woche
Eine Oase oder ein Geheimversteck?
7. Oktober 2013: Auf diesem Bild ist der dunkle chilenische Himmel zu sehen, der durchzogen von auffälligen Sternstrichspuren ist. Diese werden durch die Erdrotation während der langen Belichtungszeit der Kamera hervorgerufen. Unterhalb dieser eindrucksvollen Spuren liegt die Paranal Residencia, eine Oase in der chilenischen Wüste für die Mitarbeiter und Besucher vom Very Large Telescope der ESO auf dem Cerro Paranal. Der Bau des Residencia begann 1998 und wurde 2002 abgeschlossen. Seither bietet sie den Wissenschaftlern und Ingenieuren, die am Paranal-Observatorium arbeiten, eine gern gesehene Abwechslung vom rauen und trockenen Klima der Wüste. Der Großteil des vierstöckigen Gebäudes befindet sich unter der Erde. Die Anlage wurde von den deutschen Architekturbüro Auer+Weber so gestaltet, dass es sich gut in die Umgebung einfügt. Aus bestimmten Winkeln erinnert die Kombination von utilitaristischer Hightech-Architektur und dem unauffälligen, fast camouflageartigen Design an das Geheimversteck eines Verbrechers. Vielleicht ist es deshalb nicht überraschend, dass die Residencia als Schauplatz für den ...
potw1339-de-at — Bild der Woche
Vorhang auf für entfernte Sterne und Galaxien
30. September 2013: Bei diesem Bild, das mit weit entfernten Sternen und Galaxien übersät ist, handelt es sich um eine Deep Field-Aufnahme, die mit dem WFI (Wide Field Imager) aufgenommen wurde. Diese Kamera ist am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop im La Silla-Observatorium in Chile montiert. Es wurde im Zuge der COMBO-17-Studie (Classifying Objects by Medium-Band Observations in 17 filters) aufgenommen, einem Projekt, bei dem fünf kleine Himmelsabschnitte mit 17 verschiedenfarbigen optischen Filtern abgebildet wurden. Die gesamte Himmelsfläche von jedem der Gebiete, die bei COMBO-17 erforscht wurden, entspricht in etwa der Größe des Vollmondes und hat eine große Zahl neuer ferner Objekte sichtbar gemacht. Dies zeigt wiederum, wie viel es am Himmel noch zu entdecken gibt. Das Bild zeigt eine Region, die bereits im Rahmen des FORS Deep Field (FDF) untersucht wurde. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, das mehrere Himmelsabschnitte in großem Detail und Tiefe mithilfe des FORS2-Spektrografen untersucht hat, der zur Zeit am ...
potw1338-de-at — Bild der Woche
Neues kühles Sternchen in unserer Nachbarschaft
23. September 2013: Dieses neue Bild vom VISTA-Teleskop der ESO zeigt einen neuentdeckten Braunen Zwerg, namens VVV BD001 und der sich genau im Zentrum dieses zoomfähigen Bildes befindet. Es ist der erste neue Braune Zwerg, der im Rahmen der VVV-Durchmusterung in unserer kosmischen Nachbarschaft gefunden wurde. VVV BD001 ist rund 55 Lichtjahre von uns in Richtung des sehr vollen Zentrums unserer Galaxie entfernt. Braune Zwerge sind Sterne, die es nie geschafft haben zu einem Stern wie unserer Sonne heranzuwachsen. Sie werden oft auch als „gescheiterte Sterne“ bezeichnet, da sie größer als Planeten wie beispielsweise Jupiter sind, aber kleiner als Sterne. Dieser Zwerg ist in zweierlei Hinsicht auffällig. Zum einen ist es der erste, der in Richtung Zentrum der Milchstraße gefunden wurde, einem der dichtgedrängtesten Himmelsregionen. Zum anderen gehört er zu einer seltenen Klasse von Sternen, die als „ungewöhnliche blaue Braune Zwerge“ bekannt sind – es ist immer noch unklar, warum diese Sterne blauer ...
potw1337-de-at — Bild der Woche
Toconao von oben betrachtet
16. September 2013: Das kleine Dorf Toconao ist die nächste Siedlung zum größten derzeit existierenden astronomischen Projekt ALMA [1], dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array. Toconao hat weniger als 800 Einwohner und befindet sich auf einer Höhe von 2475 Metern über dem Meeresspiegel in einer natürlichen Oase, die von einem kleinen Bergfluss gespeist wird am Rand der trockensten Wüste der Welt, der Atacamawüste. Der Fluss fließt nicht das ganze Jahr hindurch, aber die ansässigen Landwirte haben ein kluges Netzwerk aus Dämmen und Kanälen aufgebaut, das den Wasserfluss reguliert, so dass sie die Vegetation das ganze Jahr lang aufrechterhalten können. Bei genauer Betrachtung können einige Gebäude wahrgenommen werden, die aus traditionellen Materialien wie Lehm und Vulkangestein gefertigt wurden, wie die San Lucas-Kirche und der Glockenturm unten links im Bild. Parallel zu ihrer wissenschaftlichen Arbeit haben ALMA-Mitarbeiter mit den Atacameño-Stammesangehörigen in Toconao und anderen Gebieten zusammengearbeitet , um ihre Vorstellungen vom Universums in deren Kultur zu ...
potw1336-de-at — Bild der Woche
Adleraugen über dem Armazones
9. September 2013: Diese spektakuläre Luftaufnahme des Cerro Armazones, aufgenommen von ESO-Fotobotschafter Gerhard Hüdepohl, repräsentiert diesen einen wunderbaren Moment, wenn alles für die perfekte Aufnahme zusammenkommt. Hüdepohl ist eigentlich Elektroingenieur am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte auf dem Cerro Paranal, das weltweit leistungsstärkste astronomische Observatorium für sichtbares Licht und gleichzeitig das Flaggschiff der ESO. Hüdepohl nahm die Aufnahme während einer Flugreise von Antofagasta nach Santiago auf. Kurz nach dem Start nahm das Flugzeug die ideale Flugroute für diesen Schnappschuss des Cerro Armazones – und Hüdepohl könnte keine besseren Bedingungen getroffen haben. Den richtigen Moment abwartend konnte er aus dieser ungewöhnlichen Perspektive hoch über dem spektakulären Gelände die Aufnahme festhalten. Diese Aufnahme zeigt die Atacamawüste in beeindruckender Klarheit, und ebenso den schmalen Zickzackweg, der sich klar von dem staubigen Gelände abhebt. Die Sandpiste bahnt sich sichtbar den Weg zum Gipfel des Cerro Armazones. Das Gelände ist zur Zeit noch mit einer Auswahl ...
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