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Neuigkeiten aus dem Universum für die Kinder auf der ganzen Welt

Vögel beobachten im Weltraum

26. September 2012

Bestimmt hast Du schon einmal in den Himmel geguckt und in den Wolken lustige Phantasiefiguren gesehen? Astronomen tun dies auch, nur heißen ihre Wolken „Nebel“ und sie befinden sich tief im Weltraum. Anders als die Wolken auf der Erde, die aus Wasser bestehen, bestehen die Nebel im Weltall aus Gas und Staub. Die Nebelwirbel auf dem neuen Weltraumfoto erinnerten die Astronomen zum Beispiel an die Form eines Vogelkopfes und so nannten sie ihn „Mövennebel“.

Gas und Staub sind kalt. Daher ist das Licht, das sie aussenden, nicht hell genug, um von unseren Augen gesehen zu werden – je heißer ein Gegenstand nämlich ist, desto heller leuchtet er. Das gilt natürlich auch anders herum! Wenn du jemals eine Glühbirne angefasst hast, die schon eine Weile geleuchtet hat, weißt du, dass sie sehr heiß wird! Der Nebel auf diesem Weltraumfoto glüht roötlich, weil sich in seiner Mitte ein sehr heißer Stern befindet. Auf dem Bild sehen wir ihn als das „Auge der Möwe“. Die Hitze dieses Sterns hat das ihn umgebene Gas so stark erwärmt, dass es sichtbar leuchtet.

Quer über dem Bild befindet sich auch ein blauer Dunst, kannst du ihn erkennen? Dies ist Staub, der durch heiße, junge Sterne innerhalb des Nebels angeleuchtet wird. Das Sternenlicht prallt von den Staubkörnern ab und macht sie dadurch sichtbar, ähnlich einer Taschenlampe, die in einem dunklen Raum auf einige deiner Spielzeuge zeigt: du kannst sie sehen, weil das Licht deiner Taschenlampe von deinen Spielzeugen abprallt und in deine Augen trifft.

Dieses Weltraumbild zeigt aber nur einen kleinen Teil des Nebels. Die vollständige Wolke breitet ihre Flügel über einen riesigen Bereich des Weltraums aus und sieht aus wie ein Vogel im Flug. Schau es dir hier an.

Coole Tatsache: Der Stern in der Mitte des Bildes (das „Auge der Möwe“) hat einen Begleitstern. Die beiden Sterne umkreisen einander, und das nennen wir einen Doppelstern!

Dies ist die Kinder-Version der ESO-Pressemitteilung eso1237.