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Neue Datenverbindung über Hochgeschwindigkeits-Glasfaser zu ALMA

20. Januar 2015

Die Kapazitäten für die Fernübertragung von Daten vom Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) wurden um das 25-fache erhöht. Eine neue Verbindung, die aus 150 Kilometern Glasfaserkabel besteht, wurde erfolgreich zwischen dem Observatorium – das 34 Kilometer von San Pedro de Atacama entfernt ist – und der Stadt Calama im Norden Chiles installiert. Von Calama aus ist das System an das Corporación Red Universitaria Nacional (REUNA)-Netzwerk angeschlossen, das bereits in Antofagasta vorhanden ist, und wird von dort mit den Büros von ALMA in Santiago über bereits bestehende Infrastruktur (das EVALSO-Projekt) verbunden.

Dieser Meilenstein für ALMA bedeutet, dass in Zukunft eine enorme Datenmenge mit einer sehr hohen Geschwindigkeit an die wissenschaftliche ALMA-Gemeinschaft auf der ganzen Welt übertragen werden kann.

Dieser wichtige Schritt für die wissenschaftliche Arbeit von ALMA ist das Resultat der Vertragsunterzeichnung von AUI, der Institution, die die nordamerikanischen Partner von ALMA repräsentiert, mit Sílica Networks Chile S.A. und Telefónica Empresas Chile S.A. Man kann davon ausgehen, dass das System neben der Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeit auch die Glasfaserkabel-Anbindung von Gebieten des Landes unterstützt, denen solche Möglichkeiten bisher fehlen. Für die Zukunft ist sogar eine Ausweitung bis nach Argentinien denkbar.

Diese neue Infrastruktur ermöglicht nicht nur die Übermittlung einer enormen Datenmenge, die von ALMA erzeugt wird, sondern verbessert außerdem die Kommunikation zwischen den Menschen, die am Observatorium und somit an einem sehr abgelegenen Standort mitten in der Atacamawüste arbeiten, und denen, die die Daten in den zentralen Büros in Santiago und auf der ganzen Welt verarbeiten“, erklärt Projektleiter Giorgio Filippi von der ESO.

Der technologische Meilenstein gipfelte in Tests zur Datenübermittlung zwischen dem Chajnantor-Plateau in einer Höhe von 5000 Meter über dem Meeresspiegel, wo die 66 ALMA-Antennenschüsseln angesiedelt sind, und den Büros in Santiago. Obwohl nicht die gesamte Kapazität des installierten Netzwerkes genutzt wurde — zwei Kanäle mit einer Kapazität über 1 Gbps (Gigabit pro Sekunde) wurden für den Test verwendet — konnte eine Videokonferenz zwischen den beiden geographischen Punkten sowie mit dem REUNA-Büros in Santiago gleichzeitig erfolgreich aufgebaut werden, was gezeigt hat, dass das System funktioniert.

Kontaktinformationen

Richard Hook
ESO education and Public Outreach Department
Garching bei München
Tel: +49 89 3200 6655
Mobil: +49 151 1537 3591
E-Mail: rhook@eso.org

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