Bild der Woche

18. August 2014

Ein Himmel wie gemalt über La Silla

Ein dünner Schleier weißer Wolken erstreckt sich in diesem Foto, das am 11. Juni 2012 von Astronom Alan Fitzsimmons aufgenommen wurde, über dem Himmel am La Silla-Observatorium der ESO.

Die trockene, öde Umgebung mit gelegentlich starken Windböen ist vielleicht nicht die geeignetste Stelle, um hier sesshaft zu werden, es ist jedoch der ideale Ort für Teleskope. Die trockenen, dürren Bedingungen helfen Astronomen dabei den üblichen Beobachtungsproblemen wie atmosphärische Störungen, Lichtverschmutzung, Feuchtigkeit und (am häufigsten!) Wolken zu entgehen, wodurch eine klarere Sicht auf den Kosmos möglich wird. Auch an einem solchen, seltenen Tag mit Wolken am Himmel wurde der Himmel bis zum Anbruch der Nacht klar und die Beobachtungen konnten wie gewohnt durchgeführt werden.

Die Teleskope auf La Silla – hierzu gehören auch zwei große Teleskope, die von der ESO betrieben werden: das 3,6-Meter-Teleskop der ESO und das New Technology Telescope (NTT) – sind mit den modernsten Instrumenten ausgestattet, die dazu dienen das volle Potential der einzigartigen Beobachtungskonditionen im Norden Chiles auszuschöpfen.

Das 3,6-Meter-Teleskop wird momentan mit dem High Accuracy Radial velocity Planet Searcher (HARPS) betrieben, einem Instrument, das dafür bestimmt ist extrasolare Welten entdecken zu können. Das NTT war ein Pionier auf dem Gebiet der aktiven Optik und das weltweit erste Teleskop, das einen computergesteuerten Hauptspiegel besaß.

La Silla war in den 1960ern der erste Standort der ESO in Chile und hat sich seitdem als außerordentlich wertvoll erwiesen.


11. August 2014

Neue Wege zum Armazones

Derzeit sind drei Observatorien der ESO in der chilenischen Atacamawüste beheimatet: La Silla, Paranal und Chajnantor. Im Hintergrund dieses Bildes ist das Paranal-Observatorium, das Aushängeschild der ESO mit dem Very Large Telescope (VLT) zu sehen.

In den kommenden Jahren wird dieses Trio durch ein viertes Observatorium am Cerro Armazones erweitert, dem zukünftigen Standort des European Extremely Large Telescope (E-ELT). Mit einem Spiegeldurchmesser von 39 Metern Durchmesser wird es nach der Fertigstellung, die für 2024 geplant ist, das größte optische Teleskop der Welt sein.

Der Cerro Armazones ist aktuell nur über eine unbefestigte Straße mit dem Paranal verbunden. Wie auf dem Bild zu sehen ist, wird hieran jedoch bereits gearbeitet. Die chilenische Firma ICAFAL Ingeniería y Construcción S.A. (ICAFAL) hat im März mit dem Bau einer neuen 7 Meter breiten Asphaltstraße begonnen (ann14019), was etwa 16 Monate dauern wird. Neben dem Bau der neuen Straße wird ICAFAL auch die Spitze des Cerro Armazones einebnen, um eine Plattform für das E-ELT zu schaffen.


4. August 2014

Auf der Suche nach den Ursprüngen des Universums

Auf einer Höhe von 5000 Metern über dem Meeresspiegel auf dem Chajnantor-Plateau in Chile sind die Antennenschüsseln des ALMA-Observatoriums in Richtung Himmel ausgerichtet und durchsuchen das Universum nach Hinweisen auf unsere kosmischen Ursprünge. Das Plateau beherbergt eines der höchstgelegenen Observatorien weltweit.

Unter den tausenden von Sternen sind auf der rechten Seite des Bildes die kleine und große Magellansche Wolke als leuchtende Flecken am Himmel zu erkennen. Bei diesen wolkenartigen Objekten handelt es sich um Galaxien — zwei der zu unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße, am nächsten gelegenen galaktischen Nachbarn.

Das Hauptziel von ALMA ist es, die kältesten und ältesten Objekte des Kosmos zu beobachten, die man auch als „kaltes Universum“ bezeichnet. Die Anlage misst emittierte Strahlung mit Wellenlängen im Millimeter- und Submillimeterbereich, die im elektromagnetischen Spektrum zwischen infrarotem Licht und Radiowellen angesiedelt ist. 66 mobile Antennenschüsseln können am Standort von ALMA so bewegt und konfiguriert werden, dass sie die Anforderungen der Wissenschaftler erfüllen, wodurch ALMA das aktuell größte astronomische Experiment ist.

Dieses beeindruckende Bild von ALMA wurde von ESO-Fotobotschafter Stéphane Guisard aufgenommen, einem Optik-Ingenieur am Very Large Telescope der ESO in der Atacamawüste in Chile.

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28. Juli 2014

Fremdartige Atacama

In der Nähe des ALMA-Observatoriums der ESO verursacht ein Reisebus eine Staubwolke, während er sich seinen Weg durch die chilenische Wüste bahnt. Der Bus transportiert Mitarbeiter für den Beginn einer 8-tägigen Schicht zur ALMA Operations Support Facility. Im Hintergrund sind zwei Vulkane zu sehen, deren schneebedeckte Gipfel von Wolken verdeckt werden.

Diese beiden inaktiven Vulkane befinden sich an der Grenze zwischen Bolivien und Chile und wurden trotz ihrer räumlichen Nähe zueinander in unterschiedlichen geologischen Epochen gebildet – Licancabur, der linke Vulkan, ist sehr viel jünger als sein kleinerer Nachbar Juriques.

Der Licancabur ist bekannt für seine fast symmetrische Form und dafür, dass er den höchsten See der Erde beheimatet. In der Caldera vom Licancabur auf einer Höhe von 5916 Metern sind eine Vielzahl seltener Tiere und Pflanzen zu finden, die untersucht wurden, um Leben in einem solch extremen Umfeld zu beobachten. Man sagt, dass die Region um Licancabur eine der besten Analogien zu den Bedingungen auf dem Mars darstellt und deshalb die Untersuchung des Lebens dort uns dabei helfen kann, die Entwicklung von Leben auf anderen Planeten besser verstehen zu können.

Dieses Bild wurde von ESO-Mitarbeiter Armin Silber aufgenommen.


21. Juli 2014

Giganten bei der Arbeit

Diese Panoramaaufnahme vom Aushängeschild der ESO im Norden Chiles wurde von ESO-Fotobotschafter Gabriel Brammer aufgenommen: Das Very Large Telescope (VLT) nimmt am Paranal-Observatorium der ESO gerade die Arbeit auf und zeigt sich vor dem Hintergrund des klaren Himmels und der Milchstraße.

Um dieses Bild zu erhalten, hat Brammer mehrere Langzeitbelichtungen kombiniert und so das schwache Licht der Milchstraße eingefangen, die sich oberhalb der massiven Bauten der VLT-Hauptteleskope entlangwindet. Jeder dieser Giganten ist 25 Meter hoch und nach bekannten Himmelskörpern in der Sprache des lokalen Stamms der Mapuche benannt: die Sonne, der Mond, das Sternbild Kreuz des Südens und die Venus: Antu, Kueyen, Melipal und Yepun. Auf der linken Seite sind die kleineren Hilfsteleksope in ihren weißen runden Kuppeln und der großen und der kleinen Magellanschen Wolke darüber zu erkennen.

Durch die Kombination mehrerer Aufnahmen wird die Bewegung der Teleskop-Gehäuse sichtbar, die jeweils von einer geisterhaften Silhouette verfolgt werden, da ihre Ausrichtung während der Nacht den Objekten am Himmel folgt. Der Verlauf der Zeit ist ebenfalls deutlich zu erkennen und reicht vom hellen Abendhimmel bis zum dunklen mit Sternen überzogenen Himmel auf der linken Bildseite.

Brammer hat seine Kamera zweimal aufgebaut, um dieses Bild zu erhalten: einmal bei Sonnenuntergang und schließlich später in der Nacht ein weiteres Mal. Mit den Bildern, die zu diesen unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden sind, hat Brammer zwei komplette Panoramen erzeugt, die er später zu dem hier gezeigten Bild zusammengesetzt hat.


14. Juli 2014

Ein tiefer Blick in den dunklen Himmel

Können Sie die Anzahl der hellen Punkte in diesem Bild zählen? Diese dicht gedrängte Deep Field-Aufnahme wurde mit dem Wide Field Imager (WFI) aufgenommen - einer Kamera, die an dem mittelgroßen 2,2-Meter-MPG/ESO-Teleskop am La Silla-Observatorium in Chile montiert ist.

Das Bild ist eines von fünf Himmelsausschnitten, die von der COMBO-17-Durchmusterung (Classifying Objects by Medium-Band Observations in 17 filters) abgedeckt werden. Dabei werden kosmische Objekte in einem relativ engen Gebiet des Südhimmels gesucht. Jeder der fünf Ausschnitte von COMBO-17 wurde mit 17 individuellen Farbfiltern aufgenommen und deckt am Himmel eine Fläche von der Größe des Vollmonds ab.

Die Durchmusterung hat bereits Tausende von zuvor unbekannten kosmischen Objekten sichtbar gemacht – über 25.000 Galaxien und zehntausende von entfernten Sternen und Quasaren, die zuvor außerhalb unseres Blickfeldes lagen, was verdeutlicht wie viel wir immer noch über das Universum lernen können.

Bei einigen der entferntesten Lichtflecken, die in dieser Aufnahme zu erkennen sind, handelt es sich um Galaxien, deren Licht neun oder zehn Milliarden Jahre unterwegs war, bevor es uns erreicht hat. Durch die Untersuchung von Galaxien unterschiedlichen Alters können Astronomen verstehen, wie sie sich zeitlich entwickeln – von nicht mehr ganz jungen, nahen Galaxien, die unserer Heimatgalaxie der Milchstraße ähneln, bis hin zu jungen und sehr weit entfernten Galaxien, die Aufschlüsse über die Anfangsphase des Kosmos liefern.

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7. Juli 2014

Die ESO aus der Vogelperspektive

Diese Luftbildaufnahme zeigt das weitläufige Gelände des Hauptsitzes der Europäischen Südsternwarte (engl. European Southern Observatory, kurz ESO) in Garching bei München. Während die ESO Teleskope betreibt, die in Chile verteilt sind, und sich somit in der südlichen Hemisphäre befinden, ist in Garching das wissenschaftliche, technische und administrative Zentrum der ESO angesiedelt, wo Entwicklungsprogramme durchgeführt werden, um die Observatorien mit den fortschrittlichsten Instrumenten ausstatten zu können.

Die beiden Gebäude in der Bildmitte mit ihrer abgerundeten Form sind die Hauptgebäude des ESO-Hauptsitzes – das Gebäude rechts oberhalb war über viele Jahre die Basis der Organisation, bevor kürzlich das untere Gebäude mit rotem Dach, das im Dezember 2013 eingeweiht wurde, als Erweiterung hinzukam. Das schwarze runde Bauwerk ist ein technisches Gebäude, in dem Arbeiten an neuen Instrumenten durchgeführt werden. Die einzelnen Hauptsitz-Gebäude sind durch die gekrümmten Brücken miteinander verbunden, die hier als dreiarmige schwarze Formen in der Mitte des Bildes zu erkennen sind.

Die neue Erweiterung, die von den Architekten Auer+Weber entworfen wurde, dient der Unterbringung der stetig ansteigenden Zahl von Mitarbeitern der ESO und erleichtert die astronomische Spitzenforschung in der Entwicklungs- und Konstruktionsphase des größten optischen Teleskops der Welt, dem European Extremely Large Telescope (E-ELT). Vorher waren einige Mitarbeiter über den Campus in Garching verstreut und in Gebäuden untergebracht, die den weißen Blöcken auf der linken Seite des Bildes ähneln. Diese Luftaufnahme wurde am 9. Juni 2014 vom Luftfotografen Ernst Graf (graf-flugplatz.de) aufgenommen.

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30. Juni 2014

Impression eines Sonnenuntergangs

Die Sonne geht über dem Paranal-Observatorium unter, zeichnet zarte Farbnuancierungen über den Himmel und erinnert an Landschaftsbilder von Monet. Die spärlichen Wolken leuchten warm unter den letzten Strahlen der Sonne und die knackige Klarheit der Luft ist nahezu fühlbar – und betont warum die ESO diese Region in Chile für ihre Observatorien ausgewählt hat. Dämmerungsstrahlen – und Schatten der Wolken – weisen von der Sonne weg und scheinen am Sonnengegenpunkt zusammenzulaufen.

Zwei der vier Hilfsteleskope (engl. Auxiliary Telescopes, kurz ATs) des Very Large Telescopes (VLT) sind linkerhand zu sehen und warten geduldig auf den Einbruch der Dunkelheit, um mit der Erkundung des Kosmos zu beginnen.

Wenn die Sonne untergegangen ist, leiten die 1,8-Meter Spiegel der ATs Sternlicht zum Very Large Telescope Interferometer (VLTI), wo es kombiniert wird, um die schärfsten Abbilder des Universums zu erzeugen. Die beweglichen ATs sind auf Schienen montiert und können auf der VLT Anlage verschoben werden, um den Himmel aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beobachten.

Dieses Bild wurde am 8. März 2013 von Roger Wesson, einem Mitarbeiter der ESO, der am Paranal-Observatorium arbeitet, in der Your ESO Pictures-Flickrgruppe veröffentlicht.


23. Juni 2014

Der künstliche Stern des VLT

Dieses neue Bild, das von ESO-Fotobotschafter Gianluca Lombardi aufgenommen wurde, zeigt eine überwältigende Zahl von Farben, die von einem pinken Schleier am unteren Bildrand bis zum Blau und Weiß der darüberliegenden Milchstraße reichen. Die im Vordergrund sichtbaren Blöcke sind die Hauptteleskope des Very Large Telescope (VLT), die am Paranal-Observatorium in Chile stehen.

Mitten durch die Szene schießt ein greller gelber Strich. Der auffällige Strahl ist der Laserleitstern des VLT, der ein Teil des Adaptiven Optiksystems des Teleskops zur Kompensation des Einflusses der Atmosphäre ist. Das Licht von Himmelsobjekten wird beim Passieren der Atmosphäre durch lokale Turbulenzen verzerrt. Wann immer es möglich ist, nutzen Astronomen einen hellen Stern, um ihre Beobachtungen zu kalibrieren, aber wenn kein ausreichend heller Stern nahe genug an ihrem Ziel liegt, müssen sie auf einen künstlichen Stern zurückgreifen – erzeugt durch einen hellen durchdringenden Laser, der auf den Nachthimmel weist, wie auf diesem Bild gezeigt.


16. Juni 2014

Die Straße zur Zukunft

Diese aktuelle Aufnahme zeigt die Fortschritte beim Bau der Straße, der Beobachtungsplattform und des Betriebsgrabens am zukünftigen Standort des European Extremely Large Telescope (E-ELT) auf dem Cerro Armazones. Unten rechts sieht man das Basislager, während sich die neue Straße um den Fuß des Berges windet.

Die chilenische Firma ICAFAL Ingeniería y Construcción S.A. hat im März 2014 mit den Tiefbauarbeiten für das E-ELT begonnen und dabei zunächst den Bau einer Straße auf den Gipfel in Angriff genommen. Die Arbeiten daran werden schätzungsweise 16 Monate dauern. Die neue Straße wird den Bau des riesigen teleskopes überhaupt erst ermöglichen und wird insgesamt 11 Meter breit sein, 7 Meter davon werden asphaltiert.

Sebastián Rivera Aguila, der als Bauarbeiter bei der Baufirma tätig ist, konnte diesen Anblick am 12. Juni 2014 aus einem Linienflugzeug heraus einfangen und ist begeistert: "Es ist alles andere als einfach, solche Arbeiten mitten in der Wüste durchzuführen, aber ich bin unglaublich stolz und sehr glücklich Teil dieses wichtigen Projekts zu sein. Vielen Dank an ICAFAL und die ESO, die uns hier Geschichte schreiben lassen."

Am 19. Juni 2014 hat ICAFAL begonnen, Sprengungen am Gipfel des Cerro Armazones durchzuführen. Dabei wurden etwa 5000 Tonnen Gestein gelöst. Diese erste Sprengung ist Teil eines großräumigeren Prozesses, in dem der Gipfel eingeebnet und so bearbeitet wird, dass das 39-Meter-Teleskop und die dazugehörigen Gebäude am Observatorium dort errichtet werden können. Am paranal-Observatorium etwa 20 Kilometer vom Sprengort entfernt, fand eine Zeremonie zum ersten Spatenstich statt, um diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bau des E-ELT zu feiern. die Veranstaltung wurde per Livestream zwischen 16:30 UTC bis etwa 18:30 UTC (18:30-20:30 MESZ) übertragen. Zuschauer konnten außerdem den Livetweets von @ESO unter dem Hashtag #EELTblast folgen und auf Englisch Fragen stellen, die zum Teil live beantwortet wurden.


9. Juni 2014

Sonnenaufgang über dem VLT

Dieses Bild zeigt den Beginn eines Sonnenaufgangs über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium in Chile. Auf diesem Foto ist eines der Hauptteleskope des VLTs unten rechts beleuchtet durch Mondlicht sichtbar. Weiter entfernt zeigen zwei Hilfsteleskope aufwärts.

Das VLT besteht aus vier 8,2 Meter-Hauptteleskopen (engl. Unit Telescopes, kurz UTs) und vier beweglichen 1,8 Meter Hilfsteleskopen (Auxiliary Telescopes, ATs). Die Teleskope können zu einem riesigen Interferometer zusammengeschaltet werden: dem Very Large Telescope Interferometer (VLTI). Das von jedem Teleskop gesammelte Licht wird im VLTI durch ein komplexes System von Spiegeln in unterirdischen Tunneln überlagert und erlaubt Astronomen bis zu 16 mal feinere Details als es mit den einzelnen UTs möglich wäre wahrzunehmen.

Das Bild wurde von Nicolas Blind aufgenommen, einem Astronomen, der das Paranal Observatorium für ein paar Tage im Dezember 2012 besucht hat. Blind war nur wenige Tage am Observatorium, aber hatte einen wahrlich denkwürdigen Besuch. „Die absolute Stille an diesem Platz ist so friedlich und entspannend“, sagt er. „Man hört nur den Klang des Windes oder vielleicht eine in diese verlassene Region verirrte Fledermaus. Der unverfälschte Himmel am Paranal erinnert mich jedes Mal daran, wie klein wir sind und verbindet mich wieder mit dem Grund, warum ich die Astronomie als Beruf gewählt habe.“

Das Paranal-Observatorium bietet unglaubliche 330 klare Nächte im Jahr. Tatsächlich ist das VLT dank der Technologie, den Mitarbeitern und den klaren Bedingungen die produktivste, bodengebundene Anlage in der Welt.

Nicolas Blind hat dieses Foto in der "Your ESO Pictures"-Flickrgruppe veröffentlicht. Flickr wird regelmäßig durchgesehen. Die besten Fotos werden ausgewählt und in unserer populären Bild der Woche-Reihe oder in unserer Bildergalerie veröffentlicht.

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2. Juni 2014

Eingehüllt in Sterne

Angestrahlt vom schwachen Licht des untergehenden Mondes gibt sich das Hauptteleskop 4 (engl. Unit Telescope 4, kurz UT4) vom Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium auf diesem Bild vom Sternhimmel umgeben, den es NAcht für Nacht untersucht.

Die majestätische Maschine befindet sich hoch oben auf dem Cerro Paranal, auf einer Höhe von an altitude of 2635 Metern über dem Meeresspiegel. Der Paranal beherbergt eine größere Ansammlung von Teleskopen, die gemeinsam das fortschrittlichste astornomische Observatorium der Welt für das sichtbare Licht bilden und ist die Vorzeige-Anlage der ESO.

UT4, auch bekannt unter dem Namen Yepun (die Venus), ist eins der vier Hauptteleskope, die das VLT ausmachen, das zusammen mit vier weiteren Hilfsteleskopen (engl. Auxiliary Telescopes) auch als hochempfindliches Very Large Telescope Interferometer (VLTI) arbeiten kann. Das Teleskop mit seinem präzisen 8,2 Meter durchmessenden Hauptspiegel studiert die Sterne aus einem thermisch kontrollierten Schutzbau heraus und geht so den Geheimnissen des Uiversums auf den Grund.

Die anderen drei Hauptteleskope heißen Antu (die Sonne), Kueyen (der Mond) und Melipal (Das Kreuz des Südens). Die Namen stammen aus der Sprache des Mapuche-Volks, das aus der Gegend etwa 500 Kilometer südlich von Santiago de Chile stammt.

Dieses Foto wurde von dem Fotografen John Colosimo aufgenommen, dem es hiermit gelungen ist, sowohl die Schönheit als auch die Komplexität eines VLT-Hauptteleskops einzufangen.

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26. Mai 2014

Ein Strom von Sternen über dem Paranal

Der Himmel über dem Paranal-Observatorium im Norden Chiles ist ein wahrer Genuss für die ESO-Fotobotschafter, die ständig mit neuen Techniken experimentieren um noch eindringlichere Ansichten der einzigartigen, trockenen Landschaft und der hochmodernen Anlagen vor Ort zu gewinnen.

Aus diesem Anlass hat Gianluca Lombardi viele langbelichtete Aufnahmen kombiniert, um dieses atemberaubende Ergebnis zu erhalten – das Very Large Telescope (VLT) mit seinen Hilfsteleskopen, ihre Bewegung erscheint als verwaschenes Flimmern unterhalb eines Stromes von Sternen während die scheinbare Bewegung der Sterne über den Himmel ausgedehnte Strichspuren auf der Kamera hinterlässt, weil die Erde rotiert.

Das VLT ist das Aushängeschild der ESO. Es ist das weltweit produktivste Observatorium und das fortschrittlichste optische Instrument, das je gebaut wurde.


19. Mai 2014

Groß und größer

Eine kleine Menschenmenge trifft sich bei den Teleskopen am Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Für die meisten von uns markiert der Sonnenuntergang das Ende des Arbeitstags – eine Zeit zum Ausruhen. Aber nicht hier: Zur Nachtzeit wird hier die wirkliche Arbeit mit einem klaren Nachthimmel als Arbeitsplatz geleistet.

Die Menge wirkt durch die Teleskope links von ihnen winzig klein. Die Schutzbauten beherbergen die vier 1.8-Meter Hilfsteleskope, die Teil des Very Large Telescope (VLT) sind. Aber der wahre Riese auf dem Bild ist ganz links zu sehen. Während die Hilfsteleskope die Menschen klein wirken lässt, wirken sie selber wiederum neben dem VLT-Hauptsteleskop wie Ameisen. Das VLT besteht aus vier 8.2-Meter Teleskopen wie diesem, einem der größten Teleskope der Welt.

Wenn Sie glauben das ist groß, warten Sie auf das European Extremely Large Telescope (E-ELT), geplant ist das First Light für Anfang der 2020er Jahre. Sein Hauptspiegel wird einen Durchmesser von 39 Meter besitzen! Wenn wir in die Zukunft blicken, wird die ESO dieser Welt bessere und größere Augen zum Himmel bringen.


12. Mai 2014

Strichspuren über den Kakteen der Atacamawüste

Dieses prachtvolle in der Atacamawüste in Chile gewonnene Bild zeigt Strichspuren von Sternen, die den himmlischen Südpol umgeben, über einer von Kakteen dominierten Landschaft. Die Strichspuren zeigen den scheinbaren Weg der Sterne am Himmel, wenn die Erde langsam rotiert. Sie wurden durch langbelichtete Aufnahmen gewonnen.

Eine abschließende längere Belichtung wurde den prächtigen Spuren überlagert und zeigt viele weitere, schwächere Sterne und die gerade über dem Horizont aufgehende Milchstraße mit ihren Bereichen aus dunklem Staub und dem wohlbekannten rötlich leuchtenden Carinanebel. Weiter rechts sind die Satellitengalaxien der Milchstraße sichtbar, die Große (Mitte oben) und Kleine (rechts unten) Magellansche Wolke.


5. Mai 2014

Aufgereihte Planeten über La Silla

Die Sonne geht unter auf La Silla, einer der Beobachtungsanlagen der ESO in Chile, und erzeugt dabei ein glühend orangenes Leuchten entlang des Horizonts.

Dieses Bild, aufgenommen von David Jones im Juni 2013, zeigt zusätzlich eine Kette von drei Planeten über den Kuppeln der ESO-Teleskope. Das Trio links der Bildmitte besteht aus Jupiter (unten links, fast unsichtbar in den Dämmerungsfarben), Venus (Mitte) und Merkur (weiter rechts oben) – siehe auch das beschriftete Bild.

Aufreihungen wie diese gibt es nur alle paar Jahre und sie sind für Fotografen und Astronomen ein besonderer Genuss. Wenn drei (oder mehr) himmlische Objekte wie hier am Himmel aufgereiht sind, bezeichnet man das als Syzygium. Wefen Sie auch einen Blick auf dieses Syzygiumbild, es zeigt fast dieselbe Szene (aus dem Mai 2013).

Das Bild wurde während einer fünftägigen Beobachtungskampagne mit dem 3.6-Meter New Technology Teleskope auf La Silla aufgenommen, und so war ich sehr glücklich gerade zum richtigen Zeitpunkt Beobachtungszeit bekommen zu haben, um dieses Bild aufzunehmen”, erklärt Fotograf Dave Jones. „Diese Anordnung der drei Planeten dauerte nur etwa eine Woche und wird so das nächste Mal erst im Jahr 2026 stattfinden. Damit ist dies ein sehr glücklicher Schnappschuss!

An einem der trockensten Orte der Erde in den Ausläufern der Atacamawüste in Chile sind die atmosphärischen Bedingungen hier auf La Silla so stabil, dass sie kristallklare Ansichten unseres Nachthimmels ermöglichen. Dieses Bild ist eine Überlagerung zweier Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und erzeugt eine detaillierte Ansicht der Beobachtungsanlage während des Sonnenuntergangs.

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28. April 2014

Lamas bei La Silla

Dieses Bild zeigt einen altertümlichen, sonnenverbrannten Felsbrocken nahe dem La Silla-Observatorium der ESO in Chile in den Ausläufern der Atacama-Wüste auf einer Höhe von 2400 Metern über dem Meeresspiegel.

Auf dem Steinbrocken sind unterschiedliche Petroglyphen - also Felszeichnungen – sichtbar, die Menschen und Lamas darstellen. Lamas waren sehr wichtig für die frühen südamerikanischen Kulturen, waren sie doch Lieferanten von Nahrung und Wolle und wurden als Lastentiere zum Transport von Waren über das Land eingesetzt. Die Bedeutung der Lamas spiegelt sich auch im Glauben der präkolumbianschen Menschen wider, die die Region besiedelten – die Inkahirten beteten ein göttliches, vielfarbiges Lama mit dem Namen Uruchillay an, von dem gesagt wurde dass es über die Tiere wacht. Der Name Uruchillay wurde von den antiken Inka-Astronomen auch für das Sternbild der Leier verwendet.

Das Lama wurde auch in weiteren Sternkonstellationen der Inkas verehrt. Diese Sternbilder wurden von dunklen Flecken auf der hellen Ebene der Milchstraße gebildet, im Gegensatz zu den hellen hervorstechenden Sternen in der westlichen Tradition. Eine dieser Konstellationen war unter dem Namen Yacana (Das Lama) bekannt und erstreckt sich vom galaktischen Zentrum in Richtung des Kreuz des Südens, sein Auge ist unser kosmischer Nachbar Alpha Centauri.

Das Bild wurde von dem versierten professionellen Astronomen Håkon Dahle aufgenommen. Er hat das Bild in der Your ESO Pictures-Flickrgruppe veröffentlicht. Die Flickrgruppe wird regelmäßig durchgesehen und die besten Bilder werden ausgewählt, um in der populären Bild-der-Woche-Serie oder in unseren Bildergalerien veröffentlicht zu werden.

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21. April 2014

Lastentiere

„Viele Hände machen der Arbeit bald ein Ende“ sagt ein altes Sprichwort, vielleicht wäre in diesem Fall die Phrase „viele Reifen machen der Arbeit bald ein Ende“ passender. Hier ist Otto abgebildet, einer der zwei ALMA-Transporter zusammen mit seiner Gefährtin Lore. Otto und Lore sind für den Transport der ALMA-Antennenschüsseln auf das Chajnantor-Plateau zuständig, einer Observatoriumsanlage auf 5000 Metern über dem Meeresspiegel im Norden Chiles. Seit dem Aufstellen der Antennen vor Ort haben die Trucks die zusätzliche Aufgabe, sie nach den Bedürfnissen der Wissenschaftler umzupositionieren. Otto kann in diesem Video in Aktion betrachtet werden.

Die zwei leistungsstarken Giganten sind die ultimativen maßgeschneiderten Vehikel. Sie wurden speziell für die ESO vom deutschen Fahrzeugbauer Scheuerle entwickelt, die eine beeindruckende Liste schwerer Transportfahrzeuge wie für die Antares-Rakete und eine Ölbohrplattform mit einem atemberaubenden Gewicht von 15.000 Tonnen vorweisen können!

Die Transporter sind bis auf die Farbe der Sicherheitsgeländer auf dem Fahrzeug identisch. Otto hat wie auf dem Bild zu sehen rote Geländer und Lore kann man an grünen Geländern identifizieren. Jedes Fahrzeug wird von zwei Dieselagaggregaten mit jeweils 700 PS also in Summe 1400 PS angetrieben. Beide Fahrzeuge können auch ferngesteuert werden und erlauben den Operateuren die Positionierung der Antennen mit Millimetergenauigkeit.

Die ALMA-Transporter sind ein integraler Bestandteil der ALMA-Anlage, so dass sie als Teil des Teleskops betrachtet werden können. Ohne die beiden Vehikel wäre der Bau, der Betrieb und die Aufrechterhaltung des Antennenfelds nicht möglich.

Das Bild wurde von José Velásquez aufgenommen.


14. April 2014

La Silla possiert für eine Ultra HD-Aufnahme

Ein Vorhang von Sternen umgibt das 3,58-Meter New Technology Telescope (NTT) in dieser neuen Ultra High Definition-Aufnahme der ESO Ultra HD-Expedition [1]. Es wurde während der ersten Aufnahmenacht am La Silla-Observatorium der ESO aufgenommen, das auf 2400 Metern über dem Meeresspiegel in den Ausläufern der chilenischen Atacama Wüste liegt.

Die majestätische Teleskopkuppel ist perfekt auf die Zentralregion der Milchstraße ausgerichtet – der hellsten Region und dem Bereich, der das galaktische Zentrum verhüllt. Der unverwechselbare achteckige Schutzbau, der das NTT beherbergt, steht groß im Bild – die Silhouette hebt sich gegen den glitzernden Kosmos darüber ab und fast scheint es die Milchstraße aufessen zu wollen. Der Teleskopschutzbau war seinerzeit ein technologischer Durchbruch und wurde im Jahr 1989 fertiggestellt.

Links der Milchstraße ist der hellorange Stern Antares im Herzen des Skorpions sichtbar. Saturn ist als hellster Punkt links oberhalb von Antares sichtbar und Alpha und Beta Centauri leuchten oben rechts im Bild. Das Kreuz des Südens und der Kohlensack-Dunkelnebel zeichnen sich oberhalb von Alpha und Beta Centauri ab.

La Silla war das erste Observatorium der ESO und wurde im Jahr 1969 eingeweiht. Das auf dem Bild sichtbare NTT war das weltweit erste Teleskop mit einem computergesteuerten Hauptspiegel und ebnete den Weg für neue Teleskopentwicklungen und das Very Large Telescope der ESO.

Endnote

[1] Das Expeditionsteam besteht aus dem ESO Videofotografen Herbert Zodet und den drei ESO-Fotobotschaftern Yuri Beletsky, Christoph Malin und Babak Tafreshi. Informationen über die Technologiepartner der Expedition finden Sie hier und ihren Blog hier.


7. April 2014

Kosmischer Feuerball über ALMA

Dieses wunderbare neue Bild, das während einer Zeitrafferaufnahmeserie am Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) aufgenommen wurde, ist ein weiteres dramatisches Ultra High Definition-Foto von der ESO Ultra HD-Expedition. ALMA liegt auf 5000 Metern über dem Meeresspiegel auf dem abgelegenen und leeren Chajnantor-Plateau in den chilenischen Anden und ist für die vier ESO-Fotobotschafter [1] das zweite Ziel auf ihrer 17-tägigen Reise. Die Fotobotschafter sind mit hochmodernen Ultra HD-Geräten ausgestattet, die ihnen helfen, die wahre Schönheit von Ansichten wie diesem Bild einzufangen [2] [3].

Einige der 66 Präzisionsantennen von ALMA sind hier sichtbar, die Antennenschüsseln zeigen hoch nach oben und untersuchen kühle Wolken im interstellaren Raum blicken tief in die Vergangenheit unserer geheimnisvollen kosmischen Ursprünge.

Die spektakuläre Lichtspur über ALMA ist eine Sternschnuppe, die das Bild mit einem hellen Farbstreifen zerteilt. Smaragdgrüne, goldene und leicht karmesinrote Farben loderten hell, als der Meteor in der Erdatmosphäre verglüht ist und seine feurige Reise über den Himmel gemacht hat. Wenn der Hochgeschwindigkeits-Feuerball – der in Wahrheit ein kleines Steinfragment aus dem interplanetaren Raum ist – auf die Atmosphäre der Erde trifft, heizt er sich auf, das Oberflächenmaterial des Meteors verdampft und bleibt in der leuchtenden Spur zurück. Diese Leuchtspuren verschwinden innerhalb weniger Sekunden, wurden aber hier durch einen Druck auf den Auslöseknopf eingefangen.

In der Bildmitte leuchten hell der hellste Stern im Sternbild Jungfrau, bekannt unter dem Namen Spica, und unser Nachbarplanet Mars – kosmische Zuschauer dieses feurigen Abstiegs, während sie über dem Horizont aufgehen.

Die Ultra HD-Expedition startete am 25. März 2014 in Santiago de Chile. Dieses Foto wurde in der achten Nacht der Reise auf den Chajnantor-Plateau aufgenommen. Aktuell ist das Team am La Silla-Observatorium, der ersten Anlage der ESO in Chile, und übermorgen werden sie nach ihrer letzten Nacht die Rückreise antreten. Frei zugängliche Ultra HD-Inhalte, die auf der Expedition erzeugt wurden, werden demnächst online von der ESO als kristallklares, atemberaubendes Ultra HD-Material angeboten – und werden das Universum näher als jemals zuvor zeigen. Dieses Bild wurde vom ESO-Fotobotschafter und Videofilmer Christoph Malin aufgenommen.

Endnoten

[1] Das Team besteht aus dem ESO-Videofilmer Herbert Zodet und den drei Fotobotschaftern Yuri Beletsky, Christoph Malin und Babak Tafreshi. Informationen zu den Technologiepartnern der Expedition findet man hier und ihren Blog gibt es hier.

[2] Die Ausrüstung beinhaltet: Vixen Optics Polarie Star Tracker, Canon® EOS-1D C Kamera, Stage One Dolly und eMotimo TB3 3-axis motion control camera robot, Angelbird SSD2go, LRTimelapse software. Peli™ Cases, 4K PC workstations von Magic Multimedia, Novoflex QuadroPod system, Intecro batteries und Granite Bay Software.

[3] Technologiepartner sind: Canon, Kids of All Ages, Novoflex, Angelbird, Sharp, Vixen, eMotimo, Peli, Magic Multi Media, LRTimelapse, Intecro und Granite Bay Software.


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Siehe auch