Vorbereitung für eine Revolution

Wir befinden uns in einem goldenen Zeitalter der Astronomie. Allein die letzten fünfzehn Jahre haben Entdeckungen mit sich gebracht, deren Faszination weit über den Kreis der Fachwissenschaftler hinausreicht, von den ersten Planeten, die um ferne Sterne kreisen, bis zum beschleunigt expandierenden Kosmos, der von Dunkler Materie und Dunkler Energie beherrscht wird.

Künstlerische Darstellung des E&ndashELTEuropa spielt in allen Bereichen der modernen Astronomie eine wichtige Rolle. Dazu tragen die bodengebundenen Teleskope, die von ESO betrieben werden, maßgeblich bei. Damit Europa in der Spitzenforschung auch weiterhin an vorderster Front aktiv sein kann, hat die ESO einen revolutionären Entwurf für ein Großteleskop der Extraklasse vorgelegt, das European Extremely Large Telescope E-ELT, das um Größenordnungen leistungsfähiger ist als existierende Teleskope. Das E-ELT könnte unsere Weltsicht in ähnlicher Weise revolutionieren wie das Teleskop Galileo Galileis vor vierhundert Jahren.

Die Arbeit am 40-Meter-Klasse-Teleskop E-ELT befindet sich derzeit in einem Stadium detaillierter Entwicklungsarbeit. Der Startschuss für den Bau ist für 2011 angedacht, der  Beginn des Beobachtungsbetriebs Anfang des nächsten Jahrzehnts.

Das "Auge" dieses Teleskops wird fast halb so lang sein wie ein Fußballplatz, und wird 15 Mal mehr Licht sammeln als die größten optischen Teleskope, die derzeit in Betrieb sind. Die Optik des E-ELT beruht auf einem revolutionären neuen Design, bei dem das Licht an insgesamt fünf Spiegeln reflektiert wird. Mit so genannter adaptiver Optik werden dabei die Verzerrungen, die das Licht beim Durchgang durch die Erdatmosphäre erleidet  weitgehend ausgeglichen. Derart gerüstet soll das E-ELT rund 15 Mal schärfer sehen können als das Weltraumteleskop Hubble. Der Hauptspiegel des E-ELT wird aus fast 1000 sechseckigen Einzelsegmenten bestehen.

 

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