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Willy Benz zum nächsten Präsidenten des ESO-Rats gewählt

7. Dezember 2017

Das Führungsgremium der ESO, der ESO-Rat, hat Professor Willy Benz vom Schweizer National Centre for Competence in Research (NCCR) PlanetS und der Universität Bern zum nächsten Präsidenten des ESO-Rats gewählt.

Willy Benz freut sich auf seine neue Rolle: “Ich fühle mich sehr geehrt, dass der Rat mir diese verantwortungsvolle Aufgabe anvertraut hat. Ich bin hocherfreut über die Möglichkeit einen aktiven Beitrag für die wissenschaftliche Gemeinschaft mit der ESO leisten zu können. Die Einrichtungen der ESO zählen zu den besten astronomischen Einrichtungen weltweit und decken einen breiten Wellenlängenbereich und eine Vielzahl an Techniken und Teleskopgrößen ab. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im kommenden Jahr.

Benz ist derzeit Direktor des NCCR PlanetS und Professor für Physik und Astrophysik an der Universität Bern in der Schweiz. Seine Forschung konzentriert sich auf Planeten innerhalb und außerhalb des Sonnensystems – ein Gebiet, auf dem er bereits seit Mitte der 1980er Jahre arbeitet. Seine Untersuchungen führten ihn zunächst auf die andere Seite des Atlantiks zu führenden astronomischen Instituten und später wieder zurück.

Seit Mitte der 2000er ist Benz verstärkt auch bei der ESO involviert. Er war bereits Vorsitzender des Scientific Technical Committee und ist seit 2015 der wissenschaftliche Vertreter der Schweiz im ESO-Rat. Darüber hinaus war er wesentlich bei weltweit einzigartigen Projekten für die Instrumente der ESO-Teleskope beteiligt: beispielsweise HARPS und aktuell ESPRESSO und NIRPS. Auch an HIRES (der hochauflösende Spektrograf), dem Instrument, das derzeit für den Einsatz am Extremely Large Telescope der ESO geplant wird, arbeitet Benz mit.

Der Vorgänger als ESO-Rats-Präsident von Benz ist Patrick Roche von der University of Oxford in Großbritannien. Xavier Barcons, der ESO-Generaldirektor, spricht Roche seinen Dank aus: “Im Namen aller Mitarbeiter möchte ich Patrick für seine sehr erfolgreiche Leitung des Rats während der letzten drei Jahre danken – eine sehr wichtige Phase in der Geschichte der ESO!

Weitere Informationen

Die Europäische Südsternwarte (engl. European Southern Observatory, kurz ESO) ist die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt. Getragen wird die Organisation durch 16 Länder: Belgien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz und die Tschechische Republik. Die ESO ermöglicht astronomische Spitzenforschung, indem sie leistungsfähige bodengebundene Teleskope entwirft, konstruiert und betreibt. Auch bei der Förderung internationaler Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Astronomie spielt die Organisation eine maßgebliche Rolle. Die ESO verfügt über drei weltweit einzigartige Beobachtungsstandorte in Chile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Auf dem Paranal betreibt die ESO mit dem Very Large Telescope (VLT) das weltweit leistungsfähigste Observatorium für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts und zwei Teleskope für Himmelsdurchmusterungen: VISTA, das größte Durchmusterungsteleskop der Welt, arbeitet im Infraroten, während das VLT Survey Telescope (VST) für Himmelsdurchmusterungen ausschließlich im sichtbaren Licht konzipiert ist. Die ESO ist außerdem einer der Hauptpartner bei zwei Projekten auf Chajnantor, APEX und ALMA, dem größten astronomischen Projekt überhaupt. Auf dem Cerro Armazones unweit des Paranal errichtet die ESO zur Zeit das European Extremely Large Telescope (E-ELT) mit 39 Metern Durchmesser, das einmal das größte optische Teleskop der Welt werden wird.

Links

Willy Benz
Director of NCCR PlanetS/Universität Bern
Bern, Schweiz
Tel: +41 31 631 44 03
E-Mail: willy.benz@space.unibe.ch

Richard Hook
ESO Public Information Officer
Garching bei München
Tel: +49 89 3200 6655
Mobil: +49 151 1537 3591
E-Mail: rhook@eso.org

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