Ausstellung "Entwicklung des Universums" im Deutschen Museum


Credit: Die Werft, München

Ab dem 9. Dezember 2009 können Besucher im Deutschen Museum zwei Jahre lang eine Zeitreise ganz besonderer Art erleben: die Ausstellung "Entwicklung des Universums", initiiert und umgesetzt von der ESO zusammen mit vier weiteren Forschungseinrichtungen nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise, die vor 13,7 Milliarden Jahren beginnt und mit einem Blick auf die Zukunft des Universums endet. Auf dem Weg erfahren die Besucher, wie sich Raum, Zeit, Materie und die großen Strukturen im Weltall gebildet haben. Ein Ausflug in das heutige Universum beschreibt den Lebenszyklus von Sternen, den Aufbau und die Entwicklung von Galaxien - und die Rolle, die Schwarze Löcher dabei spielen.

Die Ausstellung verknüpft Erkenntnisse aus verschiedenen Teilgebieten der Astronomie und der Physik, um die Entwicklungsgeschichte des Kosmos aus verschiedenen Blickwinkeln darzustellen. Der aktuelle Stand der Forschung wird mit Video- und Bildmaterial anschaulich illustriert. Experimente zum Mitmachen zeigen, was wir von der kosmischen Hintergrundstrahlung lernen können, wie wichtig die Dunkle Materie ist und warum es auf der Erde Sauerstoff, Eisen und Gold gibt.

Hintergrundinformationen

Die Ausstellung findet ab dem 9. Dezember 2009 im Rundraum der Astronomie im 5. Obergeschoß des Deutschen Museums statt. Die Öffnungszeiten sind täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr.
Die Ausstellung wurde von fünf Forschungseinrichtungen in München und Garching geplant und realisiert: Dem European Southern Observatory (ESO), dem Exzellenzcluster Universe, dem Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA), dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) und dem Max-Planck-Institut für Physik (MPP).

Die Europäische Südsternwarte ESO (European Southern Observatory) ist die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt. Getragen wird die Organisation durch ihre 14 Mitgliedsländer: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Die ESO ermöglicht astronomische Spitzenforschung, indem sie leistungsfähige bodengebundene Teleskope entwirft, konstruiert und betreibt. Auch bei der Förderung internationaler Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Astronomie spielt die Organisation eine maßgebliche Rolle. Die ESO betreibt drei weltweit einzigartige Beobachtungsstandorte in Nordchile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Auf Paranal betreibt die ESO mit dem Very Large Telescope (VLT) das weltweit leistungsfähigste Observatorium für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts, und VISTA, das größte Durchmusterungsteleskop der Welt. Die ESO ist der europäische Partner für den Aufbau des Antennenfelds ALMA, das größte astronomische Projekt überhaupt. Derzeit entwickelt die ESO das European Extremely Large Telescope (E-ELT) für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren und Infrarotlichts, mit 42 Metern Spiegeldurchmesser ein Großteleskop der Extraklasse.

Kontaktinformation

Dr. Henri Boffin
ESO Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: hboffin (at) eso.org
Tel.: +49 89 3200 6222