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Einblicke in die Vergangenheit - das La Silla-Observatorium damals und heute

A Glimpse into the Past — Then and Now at La Silla Observatory (historical image)
A Glimpse into the Past — Then and Now at La Silla Observatory (present-day image)

Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben.

Unser erster Halt auf dieser Reise durch die Zeit ist La Silla, der erste Observatoriumsstandort der ESO. Die historische Aufnahme wurde Ende der 60er oder Anfang der 70er Jahre vom Kuppelgebäude des 1,52-Meter-Teleskops der ESO aus aufgenommen, das 1968 sein First Light hatte. Das zweite, aktuelle Bild zeigt, wie stark sich das Observatorium im Lauf der Jahrzehnte verändert hat. Im interaktiven Vergleichsbild lässt sich dies direkt sehen.

Auf dem historischen Foto sehen wir rechts im Vordergrund das 1-Meter-Teleskop der ESO und dahinter Teile des Grand Prism Objectif (GPO). Das dritte Teleskop auf dem Bild ist das 1-Meter-Schmidtteleskop auf der linken Seite. Dahinter erkennt man die Wassertanks des Observatoriums

Spult man die Zeit bis zum heutigen Tag vor, sieht man, wie La Silla sich weiterentwickelt hat. Viele weitere Teleskope sind hinzugekommen: Das 3,6-Meter-Teleskop der ESO und das benachbarte Coudé Auxiliary Telescope ragen nun vom Gipfel des Berges auf. Der eckige Schutzbau auf der linken Seite neben den Wassertanks gehört zum New Technology Telescope (NTT). Die Antennenschüssel des Schwedisch-ESO Submillimeterteleskops (SEST) mit 15 Metern Durchmesser schaut ganz rechts über den Horizont.

Das aktuelle Foto wurde von einer leicht geänderten Position auf dem Gebäude des 1.52-Meter-Teleskops aus aufgenommen, so dass das GPO vollkommen hinter dem 1-Meter-Teleskop verborgen ist. Der weiße Kuppelbau direkt hinter dem 1-Meter-Teleskop gehört zum dänischen 1,54-Meter-Teleskop. In der Bildmitte sieht man die silberfarbene Kuppel des MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskops.

Während einige der gezeigten Teleskope, wie das 1-Meter- und das 1,52-Meter-Teleskop der ESO oder SEST nicht mehr in Betrieb sind, wird mit anderen nach wie vor an vorderster Front geforscht. Das 3,6-Meter-Teleskop ist mit dem HARPS-Instrument ausgerüstet, dem weltweit führenden Exoplanetenjäger (siehe eso1134 für einige der neuesten Ergebnisse). Das NTT war vor kurzem daran beteiligt, die Entstehung massereicher Sterne zu erklären (siehe eso1029). Beide Teleskope haben außerdem wichtige Daten zur Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums beigetragen – dafür wurde 2011 der Nobelpreis für Physik vergeben. Das MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop hat generiert einen ganz besonderen Datenschatz erzeugt: atemberaubende Weitfeldaufnahmen, mit denen sich Gammastrahlenausbrüche untersuchen lassen, die explosivsten Ereignisse im Universum überhaupt.

Links

Herkunftsnachweis

ESO/J. Dommaget

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Über das Vergleichsbild

ID:potw1201a
Veröffentlichungsdatum:3. Januar 2012 15:00:00

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