Pressemitteilungen

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eso1020de — Bildveröffentlichung
Neue Ansichten einer altbekannten Spiralgalaxie
19. Mai 2010: München (Europäische Südsternwarte): Die ESO veröffentlicht heute ein wunderschönes Bild der nahegelegenen Galaxie Messier 83, das mit der Kamera HAWK-I am Very Large Telescope (VLT) auf dem Paranal Observatorium der ESO in Chile aufgenommen wurde. Die eindrucksvolle Darstellung der Galaxie im Infrarotlicht demonstriert das Leistungsvermögen der Kamera: Es handelt sich um eine der schärfsten und detailreichsten Aufnahmen von Messier 83, die jemals vom Erdboden aus aufgenommen wurden.
eso1019de — Bildveröffentlichung
Ein Galaxienhaufen im Galaxienmeer
5. Mai 2010: München (ESO): Heute veröffentlicht die ESO eine Großfeldaufnahme, die viele Tausend Galaxien auf einmal zeigt, darunter auch eine große Galaxiengruppe, die zu einem massereichen Galaxienhaufen namens Abell 315 gehört. Die dicht gedrängte Ansammlung von Galaxien ist dabei nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs: Wie die meisten Galaxienhaufen besteht Abell 315 zum größten Teil aus unsichtbarer Dunkler Materie. Die enorme Masse des Haufens lenkt das Licht noch weiter entfernter Galaxien ab, so dass diese Hintergrundgalaxien in ihrer Form leicht verzerrt erscheinen.
eso1018de — Organisatorische Pressemitteilung
E-ELT: Cerro Armazones in Chile wird Standort des größten optischen Teleskops der Welt
26. April 2010: Europäische Südsternwarte, Garching: Am 26. April 2010 hat der ESO-Council den Cerro Armazones als Standort des geplanten 42m-Teleskops, des European Extremely Large Telescope (E-ELT) ausgewählt. Der Cerro Armazones ist ein 3060 Meter hoher Berg in der chilenischen Atacamawüste, rund 130 Kilometer südlich der Stadt Antofagasta. Der vorgesehene Standort ist 20 Kilometer vom Cerro Paranal entfernt, wo sich das Very Large Telescope der ESO befindet.
eso1017de — Bildveröffentlichung
VISTAs Infrarotblick enthüllt die Geheimnisse der Himmelskatze
21. April 2010: Der Katzenpfotennebel NGC 6334 ist eine gewaltige Sternkinderstube, in der Hunderte massereicher Sterne entstehen. Eine fantastische neue Aufnahme des Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy der ESO (VISTA) am Paranal-Observatorium in Chile, blickt im Infrarotlicht hinter die leuchtenden Gas- und Staubwolken, die im sichtbaren Licht den Blick durch den Nebel versperren. So werden viele der in den Pfotenabdrücken der kosmischen Katze verborgenen jungen Sterne sichtbar.
eso1016de — Pressemitteilung Wissenschaft
Planetentheorie, auf den Kopf gestellt
13. April 2010: München (Europäische Südsternwarte): Auf dem britischen National Astronomy Meeting wurde heute die Entdeckung von neun neuen Exoplaneten bekannt gegeben, so genannten Transitplaneten, die von der Erde aus gesehen vor ihrem Stern vorüberlaufen. Die nähere Untersuchung dieser und 18 weiterer Transitplaneten sorgte für eine Überraschung: Sechs der Planeten umrunden ihren Mutterstern nicht in derselben Richtung, in der sich der Stern um seine eigene Achse dreht (wie die Planeten in unserem Sonnensystem), sondern in entgegengesetzter Richtung. Das stellt die gängigen Theorien zur Planetenentstehung vor ein ernstes Problem. Weiterhin legen die Untersuchungen nahe, dass es unwahrscheinlich ist, in Exoplanetensystemen mit sogenannten “Hot Jupiters” auch erdähnliche Planeten zu finden.
eso1015de — Pressemitteilung Wissenschaft
Laue Sommerlüfte auf Triton mit Methan und Kohlenmonoxid
7. April 2010: München (ESO): Wie die Europäische Südsternwarte (ESO) mitteilt, haben europäische Wissenschaftler den Neptunmond Triton mit dem Very Large Telescope der ESO erstmals im Infrarotlicht beobachtet. Dabei haben sie in seiner dünnen Atmosphäre Kohlenmonoxid entdeckt. Die Untersuchungen haben außerdem zum ersten Mal vom Erdboden aus Methan auf dem Neptunmond nachgewiesen und gezeigt, dass auf Tritons südlicher Hemisphäre gerade Hochsommer herrscht. Die Atmosphäre des Mondes verändert sich im Laufe der Jahreszeiten: Sie wird dichter, wenn sie sich erwärmt.
eso1014de — Bildveröffentlichung
Licht- und Schattenseiten eines Sternentstehungsgebietes
31. März 2010: Heute veröffentlicht die ESO eine Aufnahme des wenig bekannten, schwachen Nebels GUM 19, dessen eine Hälfte im Infrarotlicht dunkel ist, während die andere hell leuchtet. Auf der hellen Seite des Nebels wird heißes Wasserstoffgas von einem blauen Überriesenstern namens V391 Velorum angestrahlt. Inmitten des Bandes von dunklem und aufgehelltem Nebelmaterial – im Bild links von V391 Velorum – entstehen weitere Sterne. In vielen tausend Jahren, wenn diese jungen Sterne “erwachsen” geworden sind, dürften sie – und der Umstand, dass der Stern V391 sein Dasein bis dahin in einer Supernovaexplosion beendet haben dürfte - das janusköpfige Aussehen von Gum 19 völlig verändern.
eso1013de — Pressemitteilung Wissenschaft
Endlich geklärt: Warum in vielen Durchmusterungen des fernen Universums 90% der Galaxien übersehen werden
24. März 2010: Astronomen wissen seit längerem, dass bei Durchmusterungen des fernen Universums häufig nur ein Teil desim Inneren von Galaxien erzeugten Lichtes beobachtet wird. Mithilfe einer sehr weit reichenden Durchmusterung mit zwei der vier großen 8,2m-Teleskope des Very Large Telescope (VLT) der ESO und einem eigens für das Projekt angefertigten Filter haben Astronomen jetzt festgestellt, dass ein Großteil der Galaxien, deren Licht 10 Milliarden Jahre lang unterwegs ist, bevor es uns erreicht, bislang unentdeckt blieb. Bei dieser Studie wurden außerdem einige der lichtschwächsten Galaxien sichtbar, die jemals beobachtet wurden.
eso1012de — Pressemitteilung Wissenschaft
APEX: Die erste Nahaufnahme von Sternfabriken im fernen Universum
21. März 2010: Dank einer Zufallsentdeckung haben Astronomen mit dem APEX-Teleskop erstmalig Ausmaße und Helligkeiten von Sternentstehungsregionen in einer sehr weit entfernten Galaxie bestimmen können. Das Licht dieser Galaxie benötigt 10 Milliarden Jahre, um uns zu erreichen; dementsprechend sehen die Galaxie heute so, wie sie vor 10 Milliarden Jahren war. Eine kosmische “Gravitationslinse” vergrößert das Bild der Galaxie am Nachthimmel und verschafft uns damit eine Nahansicht, die weit jenseits des Leistungsvermögens heutiger Teleskope liegt. Dieser glückliche Zufall erlaubt es den Astronomen, zu zeigen, dass die Galaxien des frühen Universums Stätten äußerst aktiver, geradezu hektischer Sternentstehung waren.. Die Sternkinderstuben von damals bildeten mehr als einhundert mal so schnell neue Sterne wie heutzutage. Diese Untersuchungsergebnisse erscheinen heute in der Online-Version der Fachzeitschrift Nature.
eso1011de — Pressemitteilung Wissenschaft
Erstmals genaue Vermessung eines gemäßigten Exoplaneten
17. März 2010: Mithilfe des CoRoT-Satelliten und des HARPS-Spektrografen der ESO haben Astronomen den ersten “normalen” extrasolaren Planeten entdeckt. Der Planet mit dem Namen CoRoT-9b zieht regelmäßig vor einem sonnenähnlichen Stern vorbei, der sich in 1500 Lichtjahren Entfernung von der Erde im Sternbild Schlange befindet, und lässt sich deswegen bis ins Detail analysieren.
eso1010de — Pressemitteilung Wissenschaft
Jupiters Fleck leuchtet
16. März 2010: Bahnbrechende neue Wärmebilder, die mit dem Very Large Telescope der ESO und mit anderen bodengebundenen Großteleskopen aufgenommen wurden, zeigen Wirbel warmer Gase und kältere Regionen im Großen Roten Fleck des Planeten Jupiter. Daraus konnten Wissenschaftler die erste Wetterkarte dieses gigantischen Sturms erstellen, aus der die Zusammenhänge von Temperatur, Wind, Druck und chemischer Zusammensetzung mit der Farbe des Flecks deutlich werden.
eso1009de — Bildveröffentlichung
Die kosmische Fledermaus
3. März 2010: Ein von der ESO neu veröffentlichtes Bild zeigt den filigranen Nebel NGC 1788, der in einer dunklen und oft übersehenen Ecke des Sternbilds Orion liegt. Obwohl diese geisterhafte Wolke weitab von den hellen Sternen des Orion liegt, dürften Teilchenwinde und Licht dieser Sterne den Nebel entscheidend beeinflusst haben, und auch für die Geburt der Vielzahl seiner jungen Sterne verantwortlich gewesen sein.
eso1008de — Bildveröffentlichung
Licht, Wind und Feuer
24. Februar 2010: Die ESO hat heute dramatische neue Bilder von NGC 346 veröffentlicht, dem hellsten Sternentstehungsgebiet in unserer Nachbargalaxie, der Kleinen Magellanschen Wolke. Licht und Teilchenwinde der massereichen Sterne haben das leuchtende Gas in und um diesen Sternhaufen auseinandergetrieben. Dabei sind feine Nebelstrukturen entstanden, die an ein Spinnennetz erinnern. Wie viele der schönsten astronomischen Bildmotive ist auch NGC 346 stetig in Veränderung begriffen: Langfristig werden dort weitere Sterne entstehen und das Erscheinungsbild dieser kosmischen Skulptur merklich verändern.
eso1007de — Pressemitteilung Wissenschaft
Endlich nachgewiesen: Ur-Sterne außerhalb unserer Galaxis
17. Februar 2010: Neue Beobachtungen mit dem Very Large Telescope der ESO haben die urtümlichsten Sterne außerhalb unserer Heimatgalaxie ausfindig gemacht – deren Existenz war zwar vermutet worden, die Sterne hatten sich allerdings bis jetzt einem direkten Nachweis entzogen. Die Beobachtungen lösen ein wichtiges astrophysikalisches Rätsel um die ältesten Sterne in unserer galaktischen Nachbarschaft und bringen das Verständnis der frühesten Sterne im Universum einen entscheidenden Schritt voran.
eso1006de — Bildveröffentlichung
Orion in neuem Licht
10. Februar 2010: Der Orionnebel gibt in einer neuen Aufnahme mit dem Durchmusterungsteleskop VISTA der ESO seine Geheimnisse preis. Dank des großen Blickfelds des Teleskops wird dabei die ganze Pracht des spektakulären Nebels sichtbar. Da sich VISTAs Sehvermögen bis in den Bereich der Infrarotstrahlung erstreckt, offenbaren die Bilder Regionen im Inneren der Staubwolken des Nebels, die normalen Teleskopen unzugänglich sind – und die aktiven, jungen Sterne, die sich darin verbergen.
eso1005de — Bildveröffentlichung
Vorhang auf für junge Sterne
3. Februar 2010: Die ESO hat ein neues, beeindruckendes Bild einer riesigen Sternen-Kinderstube rund um den Sternhaufen NGC 3603 veröffentlicht, das mit Very Large Telescope (VLT) aufgenommen wurde. NGC 3603 ist einer der hellsten kompakten Sternhaufen der Milchstraße und enthält eine Vielzahl junger, massereicher Sterne. Die ihn umgebenden Gas- und Staubwolken beherbergen sowohl das erdnächste aktive Sternentstehungsgebiet als auch den massereichsten bislang bekannten Stern unserer Heimatgalaxie.
eso1004de — Pressemitteilung Wissenschaft
Neuer Entfernungsrekord für Schwarze Löcher
27. Januar 2010: Mit Hilfe des Very Large Telescope der ESO haben Astronomen in einer anderen Galaxie das fernste bislang bekannte Schwarze Loch entdeckt, das als Überrest eines explodierenden Sterns entstanden ist. Seine Masse von mehr als 15 Sonnenmassen ist die zweitgrößte bislang nachgewiesene Masse für Schwarze Löcher dieser Art. Das Schwarze Loch ist Teil eines Doppelsternsystems, dessen anderer Partner ebenfalls zu einem Schwarzen Loch werden wird.
eso1003de — Bildveröffentlichung
Auf den Spuren einer kosmischen Katze
20. Januar 2010: Die ESO veröffentlicht faszinierende neue Bilder einer riesigen kosmischen Wolke, des Katzenpfotennebels. Diese komplexe Struktur aus Gas und Staub, Geburtsstätte einer Vielzahl massereicher Sterne, liegt nahe der Zentralregion der Milchstraße und ist aufgrund von Staubwolken, die zwischen ihr und der Erde liegen, weitgehend verdeckt.
eso1002de — Pressemitteilung Wissenschaft
Erste direkte Aufnahme eines Exoplaneten-Spektrums
13. Januar 2010: Bei Beobachtungen an einem Dreifach-Planetensystem, das einer vergrößerten Version unseres eigenen Sonnensystems ähnelt, haben Astronomen erstmals direkt ein Spektrum – einen “chemischen Fingerabdruck [1]” – eines Planeten aufgenommen, der einen fremden Stern umkreist [2]. Das Ergebnis liefert neue Informationen über die Zusammensetzung und Entstehung des Planeten, und stellt einen Meilenstein der Suche nach Leben auf anderen Planeten dar.
eso1001de — Organisatorische Pressemitteilung
ALMA-Antennen: Aus drei mach eins
4. Januar 2010: Meilenstein für das revolutionäre neue Observatorium ALMA: Erstmals ist es Astronomen und Ingenieuren gelungen, drei der ALMA-Antennen an ihrem Beobachtungsstandort in Nordchile zusammenzuschalten. Damit rücken extrem detailscharfe Beobachtungen der kühlen Regionen des Weltalls, wie sie ALMA ermöglichen soll, einen wichtigen Schritt näher.
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