Pressemitteilungen 2010

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eso1030de-ch — Pressemitteilung Wissenschaft
Rekordstern weit größer als gedacht: Stern mit 300 Sonnenmassen entdeckt
21. Juli 2010: Mithilfe von Beobachtungen mit mehreren Instrumenten am Very Large Telescope der ESO haben Astronomen die bislang massereichsten Sterne entdeckt. Einer dieser Sterne muß bei seiner Entstehung mehr als die 300-fache Masse der Sonne gehabt haben. Das entspricht dem Doppelten des bisher angenommenen Maximalwerts von 150 Sonnenmassen, oberhalb dessen Sterne eigentlich instabil sein sollten. Derart massereiche Sternenmonster sind millionenfach heller als die Sonne und verlieren einen Großteil ihrer Masse, indem sie intensive Teilchenwinde in den Kosmos blasen. Ihre Existenz birgt möglicherweise eine Antwort auf die Frage, wie massereich Sterne überhaupt werden können.
eso1029de-ch — Pressemitteilung Wissenschaft
Dem Geheimnis der der Sternentstehung auf der Spur
14. Juli 2010: Ein Team von Astronomen hat mit Hilfe verschiedener ESO-Teleskopen das erste Bild einer Staubscheibe aufgenommen, die einen massereichen jungen Stern umgibt. Die Existenz dieser Scheibe ist ein direkter Hinweis darauf, dass massereiche Sterne auf die gleiche Weise entstehen wie ihre kleineren Geschwister. Ein Artikel über diese Entdeckung erscheint in dieser Woche in der Fachzeitschrift Nature.
eso1028de-ch — Pressemitteilung Wissenschaft
Schwarzes Loch macht große, heiße Blase
7. Juli 2010: Durch die Kombination von Beobachtungen mit dem Very Large Telescope der ESO und mit solchen des Röntgensatelliten Chandra der NASA haben Astronomen die stärksten bisher beobachteten gebündelten Materieausflüsse (“Jets”) bei einem stellaren Schwarzen Loch sichtbar machen können. Ein solches Objekt bezeichnet man auch als Mikroquasar. Der neu entdeckte Mikroquasar in der Galaxie NGC 7793 erzeugt eine gewaltige Blase aus heißem Gas, die mit 1000 Lichtjahren Durchmesser mehr als doppelt so groß und die zehn mal so stark ist als bei allen anderen bislang bekannten Mikroquasaren. Zu dieser Entdeckung erscheint in dieser Woche ein Fachartikel in der Zeitschrift Nature.
eso1027de-ch — Bildveröffentlichung
R Coronae Australis malt ein kosmisches Gemälde
30. Juni 2010: Die Europäische Südsternwarte veröffentlicht heute ein prachtvolles Bild der Umgebung des Sterns R Coronae Australis, das auf Aufnahmen des Wide Field Imager (WFI) am La Silla-Observatorium der ESO in Chile basiert. R Coronae Australis befindet sich im Herzen eines nahegelegenen Sternentstehungsgebietes und ist eingehüllt in einem filigranen bläulichen Reflektionsnebel, der wiederum in eine große dunkle Staubwolke eingebettet ist. Die Aufnahme zeigt überraschende neue Einzelheiten in einer hochinteressanten Himmelsregion.
eso1026de-ch — Pressemitteilung Wissenschaft
Steife Brise auf einem Exoplaneten
23. Juni 2010: Astronomen haben erstmals starke Winde auf einem extrasolaren Planeten nachgewiesen. Hochpräzisionsmessungen an dem Exoplaneten HD209458b ergaben, dass das Kohlenmonoxidgas in der Atmosphäre dieses aus anderen Untersuchungen bekannten “heißen Jupiters” mit enormen Geschwindigkeiten von der extrem heißen Tagseite zur kühleren Nachtseite strömt. Ein weiteres Novum: Die Beobachtungen ermöglichen die erste direkte Messung der Geschwindigkeit des Planeten auf der Umlaufbahn um seinen Stern. Daraus wiederum lässt sich die Masse des Planeten bestimmen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen erscheinen diese Woche in der Fachzeitschrift Nature.
eso1025de-ch — Bildveröffentlichung
VISTAs Blick auf die Sculptor-Galaxie
16. Juni 2010: Im Rahmen eines seiner ersten großen Beobachtungsprogramme hat das VISTA-Durchmusterungsteleskop der ESO am Paranal-Observatorium in Chile ein spektakuläres Bild der Sculptor-Galaxie (NGC 253) aufgenommen. Anders als im sichtbaren Licht wird das Infrarotlicht, das VISTA auffängt, durch Staubwolken kaum abgeschirmt. Mit VISTA werden daher zusätzlich zu den heißen Sternen, die auch im sichtbaren Licht hell leuchten, unzählige kühlere Sterne und auch ein ausgeprägter Balken im Zentralbereich der Galaxie sichtbar. Die Aufnahme verspricht neue Erkenntnisse über die Vergangenheit und die Entwicklungsgeschichte der Sculptor-Galaxie.
eso1024de-ch — Pressemitteilung Wissenschaft
Ein Exoplanet wechselt die Seite
10. Juni 2010: München (Europäische Südsternwarte): Erstmals ist es Astronomen geglückt, direkt zu verfolgen, wie ein Exoplanet auf seiner Umlaufbahn von einer Seite seines Muttersterns auf die andere wechselt. Der Exoplanet, Beta Pictoris b, hat von allen Exoplaneten, die man bislang direkt abbilden konnte, die Umlaufbahn mit dem geringsten Durchmesser. Sein Abstand von seinem Mutterstern entspricht in etwa dem Abstand des Planeten Saturn von der Sonne. Die Astronomen glauben, dass Beta Pictoris b auf ähnliche Art und Weise entstanden sein könnte wie die großen Gasplaneten in unserem Sonnensystem. Die Entdeckung von Beta Pictoris b beweist außerdem, dass solche Gasriesen sich innerhalb von nur wenigen Millionen Jahren in den Gas- und Staubscheiben um junge Sterne wie Beta Pictoris bilden können – für astronomische Verhältnisse ein äußerst kurzer Zeitraum.
eso1023de-ch — Organisatorische Pressemitteilung
TRAPPIST
8. Juni 2010: München (Europäische Südsternwarte): Am La Silla-Observatorium der ESO in Chile hat ein neues robotisch betriebenes Teleskop den Beobachtungsbetrieb aufgenommen. Das “TRAnsiting Planets and PlanetesImals Small Telescope”, kurz TRAPPIST, soll sich der Erforschung von Planetensystemen widmen: Zum einen wird es Kometen auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne untersuchen, zum anderen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems (“Exoplaneten”) nachweisen und ihre Eigenschaften bestimmen. Das Teleskop hat einen Spiegeldurchmesser von 60 cm und wird von einem Kontrollraum im 12.000 km entfernten Lüttich in Belgien ferngesteuert.
eso1022de-ch — Organisatorische Pressemitteilung
ESO-Teleskopentwickler Raymond Wilson erhält Kavli-Preis für Astrophysik
4. Juni 2010: München (ESO): Für die bahnbrechende Entwicklung der Technologie der “Aktiven Optik”, eine Schlüsseltechnologie für den Bau moderner Großteleskope, ist Raymond Wilson der diesjährige Kavli-Preis für Astrophysik verliehen worden. Wilson ist der Gründer und ehemalige Leiter der Arbeitsgruppe “Optik und Teleskope” bei der ESO. Er teilt sich den mit einer Million US-Dollar dotierten Preis mit den beiden amerikanischen Wissenschaftlern Jerry Nelson and Roger Angel.
eso1021de-ch — Bildveröffentlichung
Ein kosmischer Zoo in der großen Magellanschen Wolke
1. Juni 2010: München (Europäische Südsternwarte): Die Große Magellansche Wolke, einer der nächsten Nachbarn unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, ist ein überaus beliebtes astronomisches Beobachtungsziel. Was in ihr vorgeht, hilft den Astronomen, die verschiedensten Phänomene im Universum zu verstehen. Ein neues spektakuläres Bild, aufgenommen mit dem Wide Field Imager (WFI) der ESO am La Silla-Observatorium in Chile, zeigt eine wahre kosmische Menagerie unterschiedlicher Himmelsobjekte: In dem abgebildeten Teil der großen Magellanschen Wolke findet sich von riesengroßen Kugelsternhaufen bis hin zu den Überresten heller Supernovaexplosionen eine große Vielfalt kosmischer Objekte. Die faszinierende Aufnahme bietet genügend Beobachtungsdaten für eine breite Palette von Forschungsprojekten zum Leben und Sterben von Sternen und zur Entwicklung von Galaxien.
eso1020de-ch — Bildveröffentlichung
Neue Ansichten einer altbekannten Spiralgalaxie
19. Mai 2010: München (Europäische Südsternwarte): Die ESO veröffentlicht heute ein wunderschönes Bild der nahegelegenen Galaxie Messier 83, das mit der Kamera HAWK-I am Very Large Telescope (VLT) auf dem Paranal Observatorium der ESO in Chile aufgenommen wurde. Die eindrucksvolle Darstellung der Galaxie im Infrarotlicht demonstriert das Leistungsvermögen der Kamera: Es handelt sich um eine der schärfsten und detailreichsten Aufnahmen von Messier 83, die jemals vom Erdboden aus aufgenommen wurden.
eso1019de-ch — Bildveröffentlichung
Ein Galaxienhaufen im Galaxienmeer
5. Mai 2010: München (ESO): Heute veröffentlicht die ESO eine Großfeldaufnahme, die viele Tausend Galaxien auf einmal zeigt, darunter auch eine große Galaxiengruppe, die zu einem massereichen Galaxienhaufen namens Abell 315 gehört. Die dicht gedrängte Ansammlung von Galaxien ist dabei nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs: Wie die meisten Galaxienhaufen besteht Abell 315 zum größten Teil aus unsichtbarer Dunkler Materie. Die enorme Masse des Haufens lenkt das Licht noch weiter entfernter Galaxien ab, so dass diese Hintergrundgalaxien in ihrer Form leicht verzerrt erscheinen.
eso1018de-ch — Organisatorische Pressemitteilung
E-ELT: Cerro Armazones in Chile wird Standort des größten optischen Teleskops der Welt
26. April 2010: Europäische Südsternwarte, Garching: Am 26. April 2010 hat der ESO-Council den Cerro Armazones als Standort des geplanten 42m-Teleskops, des European Extremely Large Telescope (E-ELT) ausgewählt. Der Cerro Armazones ist ein 3060 Meter hoher Berg in der chilenischen Atacamawüste, rund 130 Kilometer südlich der Stadt Antofagasta. Der vorgesehene Standort ist 20 Kilometer vom Cerro Paranal entfernt, wo sich das Very Large Telescope der ESO befindet.
eso1017de-ch — Bildveröffentlichung
VISTAs Infrarotblick enthüllt die Geheimnisse der Himmelskatze
21. April 2010: Der Katzenpfotennebel NGC 6334 ist eine gewaltige Sternkinderstube, in der Hunderte massereicher Sterne entstehen. Eine fantastische neue Aufnahme des Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy der ESO (VISTA) am Paranal-Observatorium in Chile, blickt im Infrarotlicht hinter die leuchtenden Gas- und Staubwolken, die im sichtbaren Licht den Blick durch den Nebel versperren. So werden viele der in den Pfotenabdrücken der kosmischen Katze verborgenen jungen Sterne sichtbar.
eso1016de-ch — Pressemitteilung Wissenschaft
Planetentheorie, auf den Kopf gestellt
13. April 2010: München (Europäische Südsternwarte): Auf dem britischen National Astronomy Meeting wurde heute die Entdeckung von neun neuen Exoplaneten bekannt gegeben, so genannten Transitplaneten, die von der Erde aus gesehen vor ihrem Stern vorüberlaufen. Die nähere Untersuchung dieser und 18 weiterer Transitplaneten sorgte für eine Überraschung: Sechs der Planeten umrunden ihren Mutterstern nicht in derselben Richtung, in der sich der Stern um seine eigene Achse dreht (wie die Planeten in unserem Sonnensystem), sondern in entgegengesetzter Richtung. Das stellt die gängigen Theorien zur Planetenentstehung vor ein ernstes Problem. Weiterhin legen die Untersuchungen nahe, dass es unwahrscheinlich ist, in Exoplanetensystemen mit sogenannten “Hot Jupiters” auch erdähnliche Planeten zu finden.
eso1015de-ch — Pressemitteilung Wissenschaft
Laue Sommerlüfte auf Triton mit Methan und Kohlenmonoxid
7. April 2010: München (ESO): Wie die Europäische Südsternwarte (ESO) mitteilt, haben europäische Wissenschaftler den Neptunmond Triton mit dem Very Large Telescope der ESO erstmals im Infrarotlicht beobachtet. Dabei haben sie in seiner dünnen Atmosphäre Kohlenmonoxid entdeckt. Die Untersuchungen haben außerdem zum ersten Mal vom Erdboden aus Methan auf dem Neptunmond nachgewiesen und gezeigt, dass auf Tritons südlicher Hemisphäre gerade Hochsommer herrscht. Die Atmosphäre des Mondes verändert sich im Laufe der Jahreszeiten: Sie wird dichter, wenn sie sich erwärmt.
eso1014de-ch — Bildveröffentlichung
Licht- und Schattenseiten eines Sternentstehungsgebietes
31. März 2010: Heute veröffentlicht die ESO eine Aufnahme des wenig bekannten, schwachen Nebels GUM 19, dessen eine Hälfte im Infrarotlicht dunkel ist, während die andere hell leuchtet. Auf der hellen Seite des Nebels wird heißes Wasserstoffgas von einem blauen Überriesenstern namens V391 Velorum angestrahlt. Inmitten des Bandes von dunklem und aufgehelltem Nebelmaterial – im Bild links von V391 Velorum – entstehen weitere Sterne. In vielen tausend Jahren, wenn diese jungen Sterne “erwachsen” geworden sind, dürften sie – und der Umstand, dass der Stern V391 sein Dasein bis dahin in einer Supernovaexplosion beendet haben dürfte - das janusköpfige Aussehen von Gum 19 völlig verändern.
eso1013de-ch — Pressemitteilung Wissenschaft
Endlich geklärt: Warum in vielen Durchmusterungen des fernen Universums 90% der Galaxien übersehen werden
24. März 2010: Astronomen wissen seit längerem, dass bei Durchmusterungen des fernen Universums häufig nur ein Teil desim Inneren von Galaxien erzeugten Lichtes beobachtet wird. Mithilfe einer sehr weit reichenden Durchmusterung mit zwei der vier großen 8,2m-Teleskope des Very Large Telescope (VLT) der ESO und einem eigens für das Projekt angefertigten Filter haben Astronomen jetzt festgestellt, dass ein Großteil der Galaxien, deren Licht 10 Milliarden Jahre lang unterwegs ist, bevor es uns erreicht, bislang unentdeckt blieb. Bei dieser Studie wurden außerdem einige der lichtschwächsten Galaxien sichtbar, die jemals beobachtet wurden.
eso1012de-ch — Pressemitteilung Wissenschaft
APEX: Die erste Nahaufnahme von Sternfabriken im fernen Universum
21. März 2010: Dank einer Zufallsentdeckung haben Astronomen mit dem APEX-Teleskop erstmalig Ausmaße und Helligkeiten von Sternentstehungsregionen in einer sehr weit entfernten Galaxie bestimmen können. Das Licht dieser Galaxie benötigt 10 Milliarden Jahre, um uns zu erreichen; dementsprechend sehen die Galaxie heute so, wie sie vor 10 Milliarden Jahren war. Eine kosmische “Gravitationslinse” vergrößert das Bild der Galaxie am Nachthimmel und verschafft uns damit eine Nahansicht, die weit jenseits des Leistungsvermögens heutiger Teleskope liegt. Dieser glückliche Zufall erlaubt es den Astronomen, zu zeigen, dass die Galaxien des frühen Universums Stätten äußerst aktiver, geradezu hektischer Sternentstehung waren.. Die Sternkinderstuben von damals bildeten mehr als einhundert mal so schnell neue Sterne wie heutzutage. Diese Untersuchungsergebnisse erscheinen heute in der Online-Version der Fachzeitschrift Nature.
eso1011de-ch — Pressemitteilung Wissenschaft
Erstmals genaue Vermessung eines gemäßigten Exoplaneten
17. März 2010: Mithilfe des CoRoT-Satelliten und des HARPS-Spektrografen der ESO haben Astronomen den ersten “normalen” extrasolaren Planeten entdeckt. Der Planet mit dem Namen CoRoT-9b zieht regelmäßig vor einem sonnenähnlichen Stern vorbei, der sich in 1500 Lichtjahren Entfernung von der Erde im Sternbild Schlange befindet, und lässt sich deswegen bis ins Detail analysieren.
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