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ALMA-Kompetenzzentrum in Portugal

14. Mai 2014

Die ESO hat das Zentrum für Astronomie und Astrophysik der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Lissabon (CAAUL) in Portugal in Anerkennung der Unterstützungsmöglichkeiten für die Verwendung des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) zusätzlich zum Netzwerk des europäischen ALMA-Regionalzentrums als ALMA-Kompetenzzentrum ernannt.

Als ALMA-Kompetenzzentrum hat das CAAUL Zugriff auf die europäische Infrastruktur, die die Anlage verwaltet und weiterentwickelt, und wird dessen Nutzung on Portugal fördern. Die spezifischen Fähigkeiten, die CAAUL in den letzten Jahren entwickelt hat, werden der ESO und dem ALMA-Regionalzentrum helfen, die ALMA-Daten einzuordnen und zu überprüfen bevor sie Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung gestellt werden.

José Afonso, Direktor von CAAUL, hierzu: „Es ist sehr erfreulich zu sehen, dass die Qualität portugiesischer Forschung international anerkannt wird. Unsere Forscher verwenden die derzeit leistungsstärksten zur Verfügung stehenden Teleskope. Die Anerkennung des CAAUL als ALMA-Kompetenzzentrum ist ein Meilenstein in der strategischen Entwicklung, die wir in den letzten Jahren umgesetzt haben. Es ist außerdem ein bedeutender Schritt in Richtung der zunehmend stärkeren Rolle der portugiesischen Astronomie in der weltweiten Gemeinschaft.

Forscher vom CAAUL beteiligen sich aktuell an sieben genehmigten Anträgen für Beobachtungen mit ALMA bis Ende 2015. Insgesamt wurden bisher nur etwa 600, der mehr als 3400 weltweit eingereichten Anträge, für ALMA-Beobachtungen ausgewählt. Dies demonstriert die außergewöhnliche Nachfrage für den Zugang zu ALMA in der Wissenschaftsgemeinde.

Obwohl das ALMA-Observatorium erst vor einem Jahr eingeweiht wurde, hat es bereits spektakuläre und einschlägige wissenschaftliche Ergebnisse geliefert. Das neue Kompetenzzentrum in Portugal ist nicht nur eine Hommage an die portugiesische Expertise auf diesem spannenden Gebiet, sondern wird auch eine wertvolle Ressource für die Förderung der Gemeinschaft in den kommenden Jahren sein“, kommentiert der ESO-Generaldirektor Tim de Zeeuw.

Weitere Informationen

Das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) ist eine internationale astronomische Einrichtung, die gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit der Republik Chile getragen wird. Von europäischer Seite aus wird ALMA über die Europäische Südsternwarte (ESO) finanziert, in Nordamerika von der National Science Foundation (NSF) der USA in Zusammenarbeit mit dem kanadischen National Research Council (NRC) und dem taiwanesischen National Science Council (NSC), und in Ostasien von den japanischen National Institutes of Natural Sciences (NINS) in Kooperation mit der Academia Sinica (AS) in Taiwan. Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb ist die ESO federführend für den europäischen Beitrag, das National Radio Astronomy Observatory (NRAO), das seinerseits von Associated Universities, Inc. (AUI) betrieben wird, für den nordamerikanischen Beitrag und das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) für den ostasiatischen Beitrag. Dem Joint ALMA Observatory (JAO) obliegt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.

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Kontaktinformationen

Jose Manuel Afonso
Centre for Astronomy and Astrophysics, Director
and Faculty of Sciences of the University of Lisbon
Observatorio Astronomico de Lisboa
Lissabon, Portugal
Tel: +351 21 361 67 45/30
E-Mail: jafonso@oal.ul.pt

Joao Retre
Head of the Scientific Mediation Office,
Centre for Astronomy and Astrophysics
Observatorio Astronomico de Lisboa
Tel: +351 21 361 67 49/39
E-Mail: jretre@oal.ul.pt

Richard Hook
ESO Public Information Officer
Garching
Tel: +49 89 3200 6655
Mobil: +49 151 1537 3591
E-Mail: rhook@eso.org

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Über die Mitteilung

ID:ann14037

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Die Milchstraße über den Antennenschüsseln von ALMA
Die Milchstraße über den Antennenschüsseln von ALMA