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Irische ESO-Mitgliedschaft vom ESO-Rat genehmigt

6. Juni 2018

Am 6. Juni 2018 hat der ESO-Rat, das Leitungsgremium der ESO, auf seiner Tagung in Garching bei München den Beitritt Irlands zur ESO einstimmig genehmigt. Xavier Barcons, der Generaldirektor der ESO, hat nun grünes Licht für die Unterzeichnung des Beitrittsabkommens mit Vertretern der irischen Regierung gegeben, das noch in diesem Jahr erwartet wird.

Sobald Dáil Éireann (das irische Parlament) das Beitrittsabkommen ratifiziert hat, wird Irland zum 16. Mitgliedsland der ESO.

Irland hat eine lange Tradition in der Astronomie und eine lebendige Forschungsgemeinschaft, die seit vielen Jahren die Mitgliedschaft in der ESO unterstützt. Im 19. Jahrhundert war Irland mehrere Jahrzehnte lang Heimat des größten Teleskops der Welt - des Leviathans von Parsonstown - ein Spiegelteleskop mit 1,80 Metern Durchmesser auf Birr Castle. Auf dem Gelände von Birr Castle befindet sich nun I-LOFAR, die irische Verbindung zu einem europaweiten Niederfrequenz-Radioteleskop.

Rund 200 Forscher in ganz Irland arbeiten derzeit in den Bereichen Astronomie und Astrophysik an neun Instituten und Hochschulen in ganz Irland.

Weitere Informationen

Die Europäische Südsternwarte (engl. European Southern Observatory, kurz ESO) ist die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt. Die Organisation hat 15 Mitgliedsländer: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz und die Tschechische Republik. Hinzu kommen das Gastland Chile und Australien als strategischer Partner. Die ESO ermöglicht astronomische Spitzenforschung, indem sie leistungsfähige bodengebundene Teleskope entwirft, konstruiert und betreibt. Auch bei der Förderung internationaler Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Astronomie spielt die Organisation eine maßgebliche Rolle. Die ESO verfügt über drei weltweit einzigartige Beobachtungsstandorte in Chile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Auf dem Paranal betreibt die ESO mit dem Very Large Telescope (VLT) das weltweit leistungsfähigste Observatorium für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts und zwei Teleskope für Himmelsdurchmusterungen: VISTA, das größte Durchmusterungsteleskop der Welt, arbeitet im Infraroten, während das VLT Survey Telescope (VST) für Himmelsdurchmusterungen ausschließlich im sichtbaren Licht konzipiert ist. Die ESO ist außerdem einer der Hauptpartner bei zwei Projekten auf Chajnantor, APEX und ALMA, dem größten astronomischen Projekt überhaupt. Auf dem Cerro Armazones unweit des Paranal errichtet die ESO zur Zeit das European Extremely Large Telescope (E-ELT) mit 39 Metern Durchmesser, das einmal das größte optische Teleskop der Welt werden wird.

Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das Haus der Astronomie in Heidelberg.

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ESO-Logo und irische Flagge
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