Bild der Woche 2013

Subscribe to receive news from ESO in your language!
potw1312a-de-be — Bild der Woche
Die verlorene Galaxie
25. März 2013: Dieses Bild stellt die Galaxie NGC 4535 im Sternbild Virgo (die Jungfrau) vor einem wunderschönen Hintergrund voller entfernter schwacher Galaxien dar. Ihre fast kreisrunde Gestalt zeigt, dass wir fast senkrecht von oben auf sie schauen. Im Zentrum der Galaxie befindet sich eine klar erkennbare Balkenstruktur, durchzogen von Staubstreifen, die am Ende des Balkens in scharfen Kurven in die Spiralarme übergehen. Die bläuliche Farbe der Spiralarme weist auf die Anwesenheit einer großen Zahl von heißen, jungen Sternen hin. Dagegen geben ältere und kältere Sterne dem zentralen Bulge eine gelblichere Erscheinung. Das hier gezeigte Bild wurde mit dem FORS1-Instrument am 8,2-Meter-Very Large Telescope der ESO aufgenommen. NGC 4535 kann auch durch kleinere Amateurteleskope beobachtet werden und wurde von William Herschel im Jahr 1785 entdeckt. Bei der Beobachtung mit einem kleinen Teleskop hat NGC 4535 eine dunstige, geisterhafte Erscheinung, die den prominenten Amateurastronomen Leland S. Copeland in den 1950ern dazu inspirierten, sie als ...
potw1311-de-be — Bild der Woche
Das Licht einfangen
18. März 2013: Wissenschaftliche Teleskope werden häufig in Verbindung mit hochmodernen Kameras betrieben. Diese ermöglichen zusammen mit den großen Teleskopspiegeln, die als Lichtsammelfläche benötigt werden, den Astronomen, das schwache Licht weit entfernter Himmelsobjekte einzufangen. Aber auch ohne große Teleskope kann man mit Hilfe weniger anspruchsvoller Kameras wunderschöne Aufnahme erzeugen. Astrofotografen nutzen meist konventionelle Kameras, um Bilder astronomischer Objekte einzufangen, häufig auch auf größeren Skalen als bei Beobachtungen mit großen Teleskopen. Manchmal zeigen sie in ihrer Komposition auch die umgebende Landschaft und erzeugen so wunderschöne Postkartenansichten des Universums, wie sie von der Erde aus beobachtet werden können. Beispielsweise zeigt dieses Bild das 3.58-Meter-New Technology Telescope (NTT), das sich am La Silla-Observatorium der ESO befindet, wie es vor dem sternenübersäten Hintergrund des südlichen Sternhimmels steht. Hier kann man die auffallende Milchstraße – unsere Heimatgalaxis - als dunstigen, über den Himmel gespannten Streifen sehen. Dunkle Gebiete in der Milchstraße sind Bereiche, in denen das Licht der ...
potw1310-de-be — Bild der Woche
Kometen und Sternschnuppen tanzen über dem Paranal
11. März 2013: Diese beeindruckende Aufnahme stammt von Gabriel Brammer, einem der ESO-Fotobotschafter, und zeigt einen Sonnenuntergang am Paranal-Observatorium zusammen mit zwei Kometen, die sich am südlichen Himmel bewegen. Nahe dem Horizont auf der rechten Seite des Bildes zeigt Komet C/2011 L4 (PANSTARRS), der hellere der zwei Kometen, einen hellen Schweif, der hauptsächlich aus im Sonnenlicht reflektierenden Staubpartikeln besteht. In der Bildmitte, knapp über der rechten Bergflanke des Cerro Paranal, sieht man eine grünliche Koma, die neblige Hülle um den Kern des Kometen C/2012 F6 (Lemmon), der ein deutlich schwächerer Schweif folgt. Die grüne Farbe entsteht durch die Ionisation von Gas in der Koma durch das Sonnenlicht. Man könnte meinen, dass ein dritter Komet auf dem Foto sichtbar ist, aber das helle Objekt zwischen den Kometen Lemmon und PANSTARRS ist eine Sternschnuppe, die gerade zur richtigen Zeit und am richtigen Ort über den Himmel flitzt.
potw1309-de-be — Bild der Woche
Schnee in der Atacamawüste
4. März 2013: Die Atacamawüste ist einer der trockensten Orte der Welt. Mehrere Faktoren verursachen die trockenen Bedingungen dort: Die großartige Bergregion der Anden und die chilenische Küstenregion versperren Wolken aus dem Osten und dem Westen den Weg. Zusätzlich verhindert der kalte Humboldt-Strom im Pazifischen Ozean, der an der Küste eine Inversionsschicht aus kalter Luft erzeugt, die Bildung von Regenwolken. Außerdem erzeugen Hochdruckgebiete zirkulierende Winde im südöstlichen Pazifischen Ozean, aus denen sich Antizyklone bilden und so dabei helfen das Klima in der Atacamawüste trockenzuhalten. Die wüstenhaften Bedingungen waren ein wichtiger Faktor für die Standortwahl des Very Large Telescopes (VLT) auf dem Paranal. Am Paranal-Observatorium, das auf dem Berggipfel des Cerro Paranal steht, liegt die Niederschlagsmenge gewöhnlich unter 10 Millimetern pro Jahr und die Luftfeuchtigkeit fällt häufig unter 10%. Die Beobachtungsbedingungen sind mit über 300 klaren Nächten im Jahr exzellent. Diese großartigen Bedingungen für astronomische Beobachtungen werden nur selten durch das Wetter gestört. Trotzdem ...
potw1308-de-be — Bild der Woche
Der Komet und der Laser
25. Februar 2013: Gerhard Hüdepohl, einer der ESO-Fotobotschafter, hat dieses eindrucksvolle Bild vom Very Large Telescope (VLT) der ESO während eines Tests des neuen Lasers für das VLT am 14. Februar 2013 aufgenommen. Er wird ein wichtiger Teil des Laserleitsternsystems (engl. Laser Guide Star Facility oder abgekürzt LGSF) sein, der es Astronomen erlaubt, die Verzerrungen durch die permanente Bewegung der Luft in der Atmosphäre fast vollständig zu korrigieren, um so schärfere Bilder zu erhalten. Trotzdem fällt es schwer sich bei diesem Anblick nicht vorzustellen, dass ein futuristischer Laser gegen eine Rasse von Invasoren aus dem fernen Universum gerichtet ist. Zusätzlich zur fantastische Aussicht auf die Milchstraße über den Teleskopen ist ein weiteres Detail zu erkennen, das dieses Bild zu etwas besonderem macht. Rechts von der Bildmitte, gerade unterhalb der Kleinen Magellanschen Wolke und fast versteckt zwischen Myriaden von Sternen am dunklen chilenischen Nachthimmel, erkennt man einen grünen Fleck mit einem schwachen, nach links ...
potw1307-de-be — Bild der Woche
Superdünner Spiegel bei der ESO im Test
18. Februar 2013: Diese besondere deformierbare Spiegelschale wurde bei der ESO in Garching entwickelt. Bei 1120 Millimetern Durchmesser hat sie eine Dicke von nur 2 Millimetern, viel dünner als die meisten Glasfenster. Der Spiegel ist so dünn, damit er flexibel genug ist, um seine reflektierende Oberfläche über magnetische Kräfte verformen zu können. Im Betrieb wird die Spiegeloberfläche permanent um kleine Beträge geändert, um den verschmierenden Effekt der Erdatmosphäre auszugleichen und so schärfere Bilder zu erhalten. Der neue verformbare Sekundärspiegel (Deformable Secondary Mirror, kurz DSM) wird den vorhandenen Spiegel in einem der VLT-Hauptteleskope ersetzen. Der vollständige Aufbau der Sekundärspiegelstruktur beinhaltet einen Satz von 1170 Aktuatoren, die auf 1170 Magnete, die auf die Rückseite des dünnen Spiegels aufgeklebt wurden, Kräfte ausüben. Hochentwickelte spezielle Elektronikschaltungen kontrollieren das Verhalten der dünnen Spiegelschale. Die reflektierende Oberfläche kann sich mehrere tausendmal pro Sekunde mit der Hilfe der Aktuatoren verformen. Das gesamte DSM-System wurde nach dem Abschluss von über acht ...
potw1306-de-be — Bild der Woche
Zeichnen mit Laserlicht
11. Februar 2013: In einer klaren Nacht in Bayern begleiteten ESO-Mitarbeiter die Dreharbeiten zu einer ESOcast-Folge über das neuen kompakte Laserleitsternsystem der ESO, das hier an der Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren in Betrieb zu sehen ist. Mit dem Lichtschein ihrer Mobiltelefone haben sie während der langen Belichtungszeit für diese Aufnahme vor dem Observatorium die Buchstaben „ESO“ sichtbar gemacht. Etwas links vom senkrecht nach oben gerichteten Laserstrahl ist die Milchstraße erkennbar. Am Horizont über dem Observatorium sind die gestrichelten Spuren von Flugzeugen in größerer Entfernung sichtbar. Der Laser hat die Leistung von 20 Watt, und um Piloten und Passagiere zu schützen, wurde von der Deutschen Flugsicherung (verantwortlich für die Flugkontrolle in Deutschland) eine Flugverbotszone während der nächtlichen Beobachtungszeit eingerichtet. Laserleitsterne sind künstliche Sterne, die in der Erdatmosphäre mit Hilfe von Laserstrahlen erzeugt werden. Der Laser regt Natriumatome in einer Schicht in 90 Kilometern Höhe zum Leuchten an und erzeugt so einen künstlichen Stern, der mit ...
potw1305-de-be — Bild der Woche
Sonnenuntergang am Paranal-Observatorium
4. Februar 2013: Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, hat ein wunderbares Bild vom bei Sonnenuntergang beleuchteten Paranal-Observatorium aufgenommen. Der wunderschöne klare Himmel verdeutlicht die ausgezeichneten atmosphärischen Bedingungen; ein Hauptgrund, warum die ESO den Paranal als Beobachtungsplatz für seine beste Anlage ausgewählt hat, das Very Large Telescope (VLT). Das VLT – sichtbar auf dem Cerro Paranal mit einer Höhe von 2600 Metern, dem höchsten Gipfel auf dem Bild – ist das weltweit fortschrittlichste Observatorium für sichtbares Licht. Es besteht aus vier Hauptteleskopen mit einem Spiegeldurchmesser von jeweils 8,2 Metern und vier 1,8-Meter Hilfsteleskopen. Das VLT arbeitet im sichtbaren Licht wie auch bei Infrarotwellenlänge. Unter den bahnbrechenden Beobachtungen, die mit dem VLT gemacht wurden, finden sich das erste Bild eines Exoplaneten (siehe eso0515) und die Beobachtung der Umlaufbahnen von Sternen um das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße (siehe eso0846 und eso1151). Auf dem Paranal steht auch das VLT Survey Telescope (VST). Sein kleinerer Schutzbau ...
potw1304-de-be — Bild der Woche
Ein intergalaktisches Schwergewicht
28. Januar 2013: Diese Deep Field-Aufnahme zeigt eine sogenannten Galaxien-Superhaufen – eine riesige Gruppe von Galaxienhaufen, die gemeinsam wiederum eine Haufenstruktur bilden. Dieser Superhaufen, bekannt unter dem Namen Abell 901/902, besteht aus drei separaten Haupthaufen und einer größeren Anzahl von Galaxien-Filamenten, die typisch für solche Superstrukturen sind. Einer der Haufen, Abell 901a, ist etwas rechts von dem hellen roten Vordergrundstern nahe der Bildmitte zu sehen. Ein weiterer, Abell 901b, liegt nochmal weiter rechts von Abell 901a und etwas tiefer. Abschließend liegt der Haufen Abell 902 gerade unterhalb des roten Sterns in Richtung der unteren Bildkante. Der Abell 901/902-Superhaufen liegt etwas weiter als 2 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt und enthält Hunderte von Galaxien in einer Region mit einem Durchmesser von 16 Millionen Lichtjahren. Zum Vergleich hat die lokale Gruppe, zu der auch unsere Milchstraße mit 50 weiteren Galaxien gehört, ungefähr einen Durchmesser von 10 Millionen Lichtjahren. Dieses Bild wurde mit der Wide ...
potw1303-de-be — Bild der Woche
APEX unter dem Mond
21. Januar 2013: Eine weitere sternklare Nacht auf den Chajnator-Plateau in den chilenischen Anden: Der Mond im ersten Viertel scheint hell auf dieser Aufnahme und überstrahlt die umgebenden Himmelsobjekte. Allerdings ist die Helligkeit des Mondes für Radioteleskope wie das hier gezeigte APEX, das Atacama Pathfinder Experiment, kein Problem für Beobachtungen. Tatsächlich kann dieses Teleskop, da die Helligkeit der Sonne im Radiowellenlängenbereich nicht zu stark ist, sogar während des Tages benutzt werden, solange es nicht auf die Sonne gerichtet wird. APEX ist ein Teleskop mit 12 Metern Durchmesser und beobachtet Licht bei Millimeter- und Submillimeterwellenlängen. Astronomen, die mit APEX beobachten, können Phänomene verfolgen, die bei kürzeren Wellenlängen – wie im infrarotem oder sichtbarem Licht – nicht zu beobachten wären. Zum Beispiel kann APEX durch dichte interstellare Wolken aus Gas und Staub hindurchsehen und verborgene Sternentstehungsgebiete entdecken, die in sichtbaren und infraroten Licht dunkel sind. Auch einige die frühesten und am weitesten entfernten Galaxien sind ...
potw1302-de-be — Bild der Woche
ALMA, winzig vor den Gipfeln der Berge
14. Januar 2013: Auf den ersten Blick zeigt diese Panoramansicht die Berglandschaft des chilenischen Chajnantor-Plateaus mit seinen über dem kahlen Gelände verstreuten Schnee- und Eisflächen. Die Hauptgipfel sind von rechts nach links Cerro Chajnantor, Cerro Toco, Juriques und der charakteristische kegelförmige Vulkan Licancabur (siehe potw1240) - beeindruckend genug! Dennoch sind die wahren Stars im Bild die winzigen, gerade noch sichtbaren Strukturen im Zentrum des Bildes — wahrnehmbar, wenn man die Augen ausreichend zusammenkneift. Diese Strukturen, die vor ihren bergigen Nachbarn kaum auffallen, sind die Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), einer großen Radioteleskopanlage. Obwohl es in diesem Panorama winzig erscheint, besteht das Antennenfeld aus großen 12- und 7-Meter Antennenschüsseln. Nach der Fertigstellung wird es insgesamt 66 davon geben, die bis zu Entfernungen von 16 Kilometern über das Plateau verstreut stehen können. Man erwartet, dass der Aufbau von ALMA noch im Jahr 2013 abgeschlossen sein wird. Das Teleskop hat seinen Turnus früher wissenschaftlicher ...
potw1301-de-be — Bild der Woche
Wirbelnde Strichspuren über Yepun
7. Januar 2013: Diese Ansicht zeigt eines der Hauptteleskope vom Very Large Telescope (VLT) der ESO unterhalb der Strichspuren, die helle Sterne ziehen, wenn sie den südlichen Himmelspol umkreisen. Der Himmelspol liegt im im südlichen Sternbild Octans (der Oktant). Strichspuren sind Lichtbögen, die die Positionen von Sternen am Himmel über einen längeren Zeitraum markieren, während dem die Erde langsam rotiert. Um Strichspuren abzubilden, werden über eine gewisse Zeit hinweg viele einzelne Aufnahmen gemacht und später überlagert, so dass man das Erscheinungsbild von Kreisbögen erhält. Das durch den Schein des Mondes beleuchtete Teleskop im Vordergrund ist nur eines von vier Hauptteleskopen (engl. Unit Telescopes, kurz UTs), die auf dem Paranal in Chile das VLT bilden. Der Einweihungsfeier im Jahr 1999 folgend wurde jedes Hauptteleskop in der Sprache der einheimischen Mapuche-Indianer mit einem Namen versehen. Die Namen der Arbeitsteleskope lauten Antu, Kueyen, Melipal und Yepun und repräsentieren vier wunderschöne Besonderheiten des Himmels: die Sonne, den ...
Angezeigt werden 41 bis 52 von 52
Schicken Sie uns Ihre Kommentare!
Subscribe to receive news from ESO in your language