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Erinnerungstafel für das Leiden-Statement enthüllt

1954 unterzeichnetes Dokument ebnete den Weg für die Gründung der ESO

4. März 2015

Im Januar 1954 versammelten sich zwölf Astronomen aus sechs verschiedenen europäischen Ländern im Senatssaal der Universität Leiden in den Niederlanden. Die Gruppe traf sich mit der Absicht gemeinschaftlich ein europäisches Observatorium auf der Südhalbkugel zu gründen und so die Vorzüge des Südhimmels zu nutzen. Im Laufe des Treffens, das von Bertil Lindblad aus Saltsjöbaden geleitet wurde, formulierten die zwölf Astronomen ein Dokument und unterzeichneten es mit ihren Namen, um Unterstützung von den Regierungen für ihren ehrgeizigen Plan zu erhalten.

Das deshalb so genannte Leiden-Statement wurde zur Grundlage der ESO-Konvention aus dem Jahr 1962 und markierte so die Geburt der gemeinschaftlichen Arbeit, die seitdem sogar die ambitionierte Vision der zwölf Gründungsastronomen bei weitem übertroffen hat. Heute ist die ESO die führende zwischenstaatliche Organisation in Europa und betreibt einige der fortschrittlichsten wissenschaftlichen Geräte. Sie wird von sechzehn Ländern unterstützt; einige weitere haben ihr Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet.

Um diesen Meilenstein in der Geschichte der ESO zu markieren, wurde eine Erinnerungstafel vor dem Senatsaal der Leiden Universität während des Treffens vom ESO-Committee of Council, das vom 3.–4. März 2015 stattfand, angebracht. Sander Dekker, der Staatssekretär für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Niederlande, hat ebenfalls an der Zeremonie teilgenommen.

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Garching bei München
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Mobill: +49 151 1537 3591
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ID:ann15013

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Enthüllungszeremonie für die Erinnerungstafel der Unterzeichnung des Leiden-Statements
Enthüllungszeremonie für die Erinnerungstafel der Unterzeichnung des Leiden-Statements