Bild der Woche 2012

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potw1233-de-ch — Bild der Woche
Orion schaut auf ALMA herunter
13. August 2012: Hoch am chilenischen Nachthimmel wacht der Himmelsjäger Orion über den Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA). Mit seiner markanten Sanduhrform und den drei hellen Gürtelsternen in der Mitte ist das Sternbild leicht zu erkennen. Das Schwert des Orion beherbergt eine der atemberaubendsten Objekte des Nachthimmels – den Orionnebel, der den mittleren „Stern“ des Schwerts bildet. Unter guten Beobachtungsbedingungen ist er mit bloßem Auge als unscharfes Nebelfleckchen sichtbar. Die drei im Bild sichtbaren Antennen repräsentieren nur einen kleinen Teil des vollständigen ALMA-Antennenfeldes, das aus insgesamt 66 Antennen besteht. Mithilfe der Technik der Interferometrie vereinigt ALMA die Signale aller Antennen, die bis zu 16 Kilometer voneinander entfernt stehen können, zu einem riesigen einzelnen Teleskop. Die Anlage wird bis zum Jahr 2013 fertiggestellt sein, erste wissenschaftliche Beobachtungen mit einem Teil des Antennenfeldes laufen seit Ende 2011. Das Chajnantor-Plateau auf 5000 Metern Höhe in den Gebirgsausläufern der chilenischen Anden ist eine der trockensten ...
potw1232-de-ch — Bild der Woche
Von einer Schotterpiste zum weltweit führenden Observatorium
6. August 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Dieses Bildpaar zeigt den Blick von der Zufahrt zum Gelände des Paranal-Observatoriums im Norden Chiles in Richtung auf den Gipfel des Cerro Paranal 1987 und heute. Erstmals hat ein Team inklusive des damaligen ESO-Generaldirektors Lodewijk Wolter im Jahr 1983 die Region um den Cerro Paranal als möglichen Standort für das damals noch zukünftige Very Large Telescope (VLT) untersucht (siehe The Messenger, Nr. 64, Seite 5–8 für weitere Informationen). 1987 wurde eine Schotterpiste zum Gipfel gebaut und eine permanente Station zur Prüfung ...
potw1231-de-ch — Bild der Woche
Roter Kokon beherbergt junge Sterne
30. Juli 2012: Auf der Erde werden Kokons mit neuem Leben assoziiert. Im Weltall gibt es ebenfalls Kokons, aber anstatt Schmetterlingspuppen während der Umwandlung zum Falter zu beherbergen, sind es die Geburtsstätten neuer Sterne. Die auf diesem Bild sichtbare rote Wolke, aufgenommen mit dem EFOSC2-Instrument am New Technology Telescope der ESO, ist ein perfektes Beispiel einer dieser Sternentstehungsregionen. Dies ist eine Ansicht auf eine Wolke mit dem Namen RCW 88, die zehntausend Lichtjahre von der Erde entfernt liegt und einen Durchmesser von ungefähr 9 Lichtjahren hat. Sie ist nicht wie die Schmetterlingskokons aus Seide, sondern aus leuchtendem Wasserstoffgas, das die jüngst gebildeten Sterne umgibt. Die neuen Sterne bilden sich aus den Wasserstoffwolken, wenn sie unter dem Einfluss ihrer eigenen Schwerkraft kollabieren. Einige der weiter entwickelten, bereits hell leuchtenden Sterne sind bereits durch die Wolke sichtbar. Diese jungen Sterne sind sehr leuchtkräftig und geben große Mengen ultravioletter Strahlung ab, die im Wolkengas die Elektronen ...
potw1230-de-ch — Bild der Woche
Das Paranal-Basiscamp von oben
23. Juli 2012: Blickt man vom Aussichtspunkt am Very Large Telescope der ESO auf dem Cerro Paranal in der chilenischen Atacamawüste nach unten, breitet sich dort unterhalb das Basiscamp des Observatoriums aus. Die Paranal Residencia, ein sicherer Hafen für diejenigen die auf dem Berg arbeiten, kann nahe der Bildmitte an der Kuppel auf dem Dach erkannt werden. Links der Residencia auf der anderen Straßenseite liegt die Sporthalle des Basiscamps. Noch weiter links liegt das Mirror Maintenance Building (MMB), dort werden die riesigen VLT-Spiegel regelmäßig gereinigt und neu beschichtet. Hinter dem MMB liegt das Kraftwerk und noch weiter links ist das mechanische Werkstattgebäude sichtbar. Am Berghang im Vordergrund windet sich der „Star Track“ oder Sternenpfad den Hang hinauf, ein Fußweg von der Residencia zum Berggipfel. Der Sonnenuntergang lag zum Zeitpunkt der Aufnahme dieses Fotos etwa eine Viertelstunde zurück und hat das Basiscamp in wunderschönem orangefarbenem Licht zurückgelassen. Dieses Zwielicht erzeugt zarte Schatten, die den ...
potw1229-de-ch — Bild der Woche
Eine ALMA-Antenne auf Reisen
16. Juli 2012: Diese Aufnahme zeigt eine der europäischen 12-Meter-Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeterArrays (ALMA), wie sie gerade an der Operations Support Facility (OSF) versetzt wird. Nachdem das Foto aufgenommen wurde, wurden diese und andere Antennen für wissenschaftliche Beobachtungen mit einem Teil des Antennenfelds in Betrieb genommen (siehe eso1137). Am Donnerstag, dem 12. Juli 2012 endete die Frist zur Einreichung von Anträgen für ALMAs nächste Beobachtungssaison. Über 1100 Beobachtungsanträge wurden von Astronomen in der ganzen Welt angenommen. ALMA führt seine Beobachtungen auf dem Chajnantor-Plateau auf einer Höhe von 5000 Metern durch. Wenn die Anlage vollständig ist, wird ALMA aus einem Feld von 66 Präzisionsantennen mit 12 und 7 Metern Durchmesser bestehen. Sie können bis zu Abständen von 16 Kilometern auseinanderstehen und arbeiten als ein einziges Teleskop  bei Wellenlängen von 0,32 und 3,6 Millimetern. Über die Hälfte der 66 Antennen befinden sich bereits auf Chajnantor (siehe ann12035). Fünfundzwanzig der ALMA-Antennen werden von der ESO ...
potw1228-de-ch — Bild der Woche
Eine Nachbearbeitung des Katzenpfotennebels
9. Juli 2012: Der Katzenpfotennebel wurde als Kombination von Aufnahmen des MPG/ESO 2.2-Meter Teleskops und der erfahrenen Amateurastronomen Robert Gendler und Ryan M. Hannahoe neu aufgelegt. Die charakteristische Form des Nebels enthüllen die rötlichen, verwaschenen Wolken von leuchtendem Gas vor einem dunklen, mit Sternen übersäten Himmel.   Das Bild entstand durch die Kombination vorhandener Beobachtungen vom 2.2-Meter-MPG/ESO-Teleskop am La Silla-Observatorium in Chile (siehe ESO-Bildveröffentlichung eso1003) mit 60 Stunden Belichtungszeit an einem 0.4-Meter Teleskop, die von Gendler und Hannahoe aufgenommen wurden. Die Auflösung (der Luminanzkanal oder die Helligkeitsinformation des Bildes) des 2.2-Meter-MPG/ESO-Teleskops wurde mit der Farbinformation des Gendler-und-Hannahoe-Bildes vereint und damit eine wunderschöne Kombination der Daten von Amateur- und Profiastronomen zu produziert. Zum Beispiel zeigt die zusätzliche Farbinformation den zarten bläulichen Nebel in der Zentralregion, der im Originalbild der ESO nicht sichtbar ist, während die ESO-Daten die feineren Details zeigen. Das Resultat ist ein Bild, das viel mehr als die Summe seiner Teile ist. Der ...
potw1227-de-ch — Bild der Woche
Eine Oase für Astronomen — die Paranal Residencia der ESO damals und heute
2. Juli 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Seit dem Februar 2002 (siehe eso0205) bietet die „Residencia“ am Paranal eine Unterkunft für Menschen, die am Observatorium im Schichtbetrieb arbeiten. Der Paranal in Chiles Atacama-Wüste ist die Heimat vom Very Large Telescope (VLT) der ESO. In diesem Monat geben die „Damals und heute“-Aufnahmen – beide von ESO-Fotobotschafter Gerhard Hüdepohl aufgenommen – einen einmaligen Blick darauf, wie diese Oase in der Wüste gebaut wurde. Die historische Aufnahme zeigt die Residencia während der Bauphase gegen Ende des Jahres 2000. Das Gebäude wurde ...
potw1226-de-ch — Bild der Woche
Mars, 2099?
25. Juni 2012: In einer kalten, dunklen Nacht auf dem Mars inmitten einer trockenen Wüste, windet sich eine schmale Straße mit künstlicher Beleuchtung zu einem einsamen Außenposten auf den Gipfel eines alten Berges. Das zumindest könnte ein Science-Fiction-Fan anhand dieserunwriklichen Ansicht vorstellen. Das Foto zeigt in Wirklichkeit das Paranal-Observatorium, die Heimat des Very Large Telescopes (VLT) und auf der Erde. Gleichwohl fällt es leicht, sich das Bild als einen zukünftigen Blick auf den Mars vorzustellen, vielleicht am Ende dieses Jahrhunderts. Aus diesem Grund hat Julien Girard, der das Bild aufgenommen hat, es “Mars 2099“ benannt. In 2600 Metern Höhe gelegen befindet sich das Paranal-Observatorium in einer der trockensten und verlassendsten Gegenden der Erde in der chilenischen Atacama-Wüste. Die Landschaft ist so marsähnlich, dass die European Space Agency (ESA) und die NASA in dieser Region ihre Marsrover testen. Beispielsweise testete vor kurzem ein ESA-Team den selbsttätig lenkenden Seeker-Roboter, wie in ann12048 beschrieben. Dieses Bild ...
potw1225-de-ch — Bild der Woche
Yepuns Laser und die Magellanschen Wolken
18. Juni 2012: Einer der größten Feinde der Astronomen ist die Erdatmosphäre, die himmlische Objekte verwaschen erscheinen lässt, wenn man sie mit bodengebundenen Teleskopen beobachtet. Um dem entgegenzuwirken, benutzen Astronomen eine Technik namens adaptive Optik, bei der computergesteuerte Spiegel mehrere hundert mal pro Sekunde verformt werden, um die Verzerrungen der Erdatmosphäre auszugleichen. Dieses spektakuläre Bild zeigt wie von Yepun [1], dem vierten der 8,2-Meter-Hauptteleskope des Very Large Telescope der ESO, ein leistungsstarker Laserstrahl in den Himmel „geschossen“ wird. Der Strahl erzeugt durch Anregung von Natriumatomen in einer Atmosphärenschicht in 90 km Höhe einen leuchtenden Fleck in der Erdatmosphäre – einen künstlichen Stern. Dieser Laserleitstern ist Teil des Systems adaptiver Optik des VLT. Das vom künstlichen Stern zurückkommende Licht wird als Referenz zur Kontrolle der deformierbaren Spiegel genutzt. Damit kann der Effekt der atmosphärischen Verzerrungen eliminiert werden und Bilder so scharf als ob das Teleskop im Weltraum positioniert wäre, können somit erzeugt werden. Yepuns ...
potw1224-de-ch — Bild der Woche
Kaskadierende Milchstraße
11. Juni 2012: Viele astronomische Aufnahmen fangen beeindruckende Ansichten des Himmels ein, und diese macht keine Ausnahme. Trotzdem gibt es etwas Ungewöhnliches auf diesem Panorama: Hinter dem Very Large Telescope (VLT) der ESO scheinen zwei Ströme von Sternen wie Wasserfälle herabzurieseln oder auch wie Rauchzeichen zum Himmel aufzusteigen. Der Grund ist, dass dieses Panorama den gesamten Himmel erfasst, vom Zenit zum Horizont, also ein vollständiges 360° Panorama. Die zwei „Ströme“ sind in Wahrheit ein einzelnes Lichtband: die Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße, wie sie ihren Bogen über den ganzen oberen Bildrand von Horizont zu Horizont aufspannt. Sobald sie über den über den Zenit hinausläuft, scheint sie sich durch die notwendige Verzerrung der Himmelskuppel zur Darstellung als flaches, rechteckiges Bild über den gesamten oberen Bildrand auszubreiten. Um das Bild zu verstehen, stellen Sie sich vor, dass der linke Bildrand mit dem rechten Bildrand verbunden wäre und einen Ring um die eigene Position bildet. Der ...
potw1223-de-ch — Bild der Woche
Elektronische Datenverarbeitung bei der ESO im Wandel der Zeiten – der erstaunliche Fortschritt von Technologie
4. Juni 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Unser Fotovergleich zeigt diesen Monat wie die Computerleistung bei der ESO über die Jahre dramatisch angestiegen ist. Beide Fotos zeigen den österreichischen Astronomen Rudi Albrecht vor Computersystemen der ESO, aber zu Zeitpunkten, die Jahrzehnte auseinanderliegen Im historischen Bild, aufgenommen im Jahr 1974 im ESO-Gebäude in Santiago de Chile, können wir Albrecht mit einem Stift in der Hand und beim Studium von Code vor einem Fernschreiber sehen. Er arbeitete damals an einer Software für den Spektralscanner am 1-Meter-Teleskop der ESO [1] am ...
potw1222-de-ch — Bild der Woche
Die südliche Milchstraße über ALMA
28. Mai 2012: ESO-Fotobotschafter Babak Tafreshi hat dieses bemerkenswerte Bild der Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA) vor der Kulisse der prächtigen Milchstraße aufgenommen. Die Detailfülle in diesem Foto bestätigt die unübertroffenen Beobachtungsbedingungen für die Astronomie auf dem 5000 Meter hohen Chajnantor-Plateau in Chiles Atacama-Region. Die Aufnahme zeigt die Sternbilder Carina (der Schiffskiel) und Vela (das Segel). Die dunklen, schmalen Staubwolken der Milchstraße erstrecken sich von der Mitte links oben zur Mitte rechts unten. Der helle, orangefarbene Stern links oben ist Suhail im Sternbild Vela, der ähnlich orange gefärbte Stern in der oberen Bildmitte ist Avior im Sternbild Carina. Nahe dieser Sterne formen drei blaue Sterne ein „L“: die zwei linken davon gehören zum Segel, der rechte zum Schiffskiel. Genau in der Bildmitte zwischen diesen Sternen leuchtet der rosafarbene Carinanebel (eso1208). Als europäischer Partner von ALMA steuert die ESO 25 der 66 Antennen bei, aus denen das Teleskop bestehen wird, wenn es ...
potw1221-de-ch — Bild der Woche
Eisige Zacken im Mondlicht auf Chajnantor
21. Mai 2012: Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, hat ein ausgefallenes Phänomen auf dem Chajnantor-Plateau aufgenommen, dem Standort für das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA). Diese bizarren Eis- und Schneeformationen nennt man auch Büßereis (spanisch penitentes). Sie werden durch das Licht des Mondes beleuchtet, der rechts im Bild zu sehen ist. Auf der linken Seite und höher am Himmel können die Kleine und Große Magellansche Wolke gerade eben noch erkannt werden, während weiter links nahe am Horizont das rötliche Leuchten des Carinanebels auftaucht. Die Zacken sind natürliche Wunderwerke in großen Höhen, so wie hier in den Chilenischen Anden, wo man sie typischerweise in Höhen ab 4000 Meter über dem Meeresspiegel findet. Es handelt sich um spitze Nadeln und Plättchen aus verhärtetem Schnee, die sich oft in Haufen ansammeln und mit den flächigen Seiten zur Sonne zeigen. Sie erreichen Höhen von einigen Zentimetern (nicht unähnlich Grasflächen) – bis hin zu 5 Metern – und ...
potw1220-de-ch — Bild der Woche
Das VLT macht sich bereit für noch schärfere Bilder
14. Mai 2012: Dieses Bild zeigt eines der Hauptteleskope (engl. Unit Telescope, UT) des Very Large Telescope wie es kürzlich im wahrsten Sinne des Wortes von Technikern der ESO „gefangengehalten” wurde. Es wurde temporär von einem Gerüst eingehüllt wie in einem Käfig, um die neue Adaptive Optics Facility (AOF) einzubauen. Dieses Projekt wird UT4 in ein Teleskop mit vollständig adaptiver Optik verwandeln. Die AOF wird den bildverschmierenden Einfluss der Erdatmosphäre korrigieren und den Instrumente HAWK-I und MUSE noch viel schärfere Bilder ermöglichen. Viele neue Komponenten werden als Teilkomponenten der AOF eingebaut. Darunter ist auch der deformierbare Sekundärspiegel (DSM): ein hauchdünner Spiegel mit 1,1 Metern Durchmesser bei einer Dicke vor nur 2 Millimetern. Dieser Spiegel ist dünn genug, um durch mehr als eintausend Aktuatoren verformt zu werden und den Einfluss der atmosphärischen Verzerrungen auszugleichen. Der DSM ist bislang der größte jemals hergestellte deformierbare Spiegel (ann12015). Ein weiteres bedeutendes Bauteil sind das neue Laserleitsternsystem (die ...
potw1219-de-ch — Bild der Woche
Drei völlig verschiedene Teleskope auf La Silla
7. Mai 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Diese zwei Aufnahmen wurden auf dem höchsten Punkt von La Silla aufgenommen, einem Berg mit einer Höhe von 2400 Metern am Rande der chilenischen Atacama-Wüste. La Silla war die erste Observatoriumsanlage der ESO. Das historische Foto aus dem Jahr 1975 zeigt einige Lastwagen und andere Ausrüstungsgegenstände, die zum Bau der Kuppel des 3,6-Meter-Teleskopes der ESO benötigt wurden, das hinter dem Fotografen am Entstehen ist. Auf der linken Seite liegen die Wassertanks für die Anlage. Auf der heutigen Aufnahme sind drei neue ...
potw1218-de-ch — Bild der Woche
Sonne, Mond und Teleskope über der Wüste
30. April 2012: Die fremdartige Schönheit von Chiles Atacama-Wüste, der Heimat des Very Large Telescopes (VLT) der ESO, erstreckt sich in diesem Panorama bis zum Horizont. Auf dem Cerro Paranal, dem höchsten Gipfel im Zentrum des Bildes, erkennt man die vier gewaltigen Hauptteleskope des VLTs, jedes mit einem Hauptspiegeldurchmesser von 8,2 Metern. Auf dem Gipfel links vom Cerro Paranal steht das VISTA-Durchmusterungsteleskop. Dieses 4,1-Meter-Teleskop durchkämmt in breiten Streifen den Himmel und sucht interessante Ziele, die das VLT und andere Teleskope am Boden und im Weltraum im Detail beobachten können. Diese Region bietet mit die besten Bedingungen zur Beobachtung des Nachthimmels auf unserem Planeten. Auf der rechten Seite dieses 360°-Panoramas geht die Sonne über dem Pazifischen Ozean unter und wirft lange Schatten über die Gebirgsszenerie. Auf der linken Seite leuchtet der Mond am Himmel. Bald werden die nächtlichen Beobachtungen beginnen. Dieses wundervolle Panorama wurde vom ESO-Fotobotschafter Serge Brunier aufgenommen. Es ist eines der vielen ...
potw1217-de-ch — Bild der Woche
Der Mond und das Band der Milchstrasse
23. April 2012: Der ESO Fotobotschafter Stéphane Guisard nahm dieses erstaunliche Panorama bei ALMA-Anlage, dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array, in den chilenischen Anden auf. Das 5000 Meter hoch gelegene und extrem trockene Chajnantor-Plateau bietet den perfekten Ort für dieses hochmoderne Teleskop, das unser Universum bei Millimeter- und Submillimeterwellenlängen studieren wird. Zahlreiche große Antennen dominieren das Zentrum des Bildes. Wenn ALMA fertiggestellt sein wird, wird es über 54 dieser Antennen mit 12 Metern Durchmesser verfügen. Über dem Antennenfeld spannt sich das Band der Milchstraße als strahlende Kulisse. Als das Bild aufgenommen wurde stand der Mond nahe dem Zentrum der Milchstraße am Himmel, dessen Licht die Antennen in ein unheimliches nächtliches Leuchten taucht. Die Große und die Kleine Magellansche Wolken, die größten Begleitgalaxien der Milchstraße, erscheinen links als zwei helle Flecken am Himmel. Ein besonders heller Streifen, verursacht von einem Meteor, leuchtet nahe der Kleinen Magellanschen Wolke. Rechterhand sind einige der kleineren 7-Meter-Antennen von ALMA ...
potw1216-de-ch — Bild der Woche
APEX steht Wache auf Chajnantor
16. April 2012: Das Atacama Pathfinder Experiment (APEX) blickt während einer klaren, mondlosen Nacht von Chajnantor aus in den Himmel, einem der höchstgelegenen und trockensten Observatoriumsstandorte der Welt. Astronomische Schätze füllen den Himmel über dem Teleskop, ein Testament der exzellenten Beobachtungsbedingungen an dieser Anlage in Chiles Atacama-Region. Links im Bild leuchten die Sterne des hinteren Teils vom Sternbild Scorpius (der Skorpion). Der „Stachel“ des Skorpions wird durch die zwei hellen, nah beieinander stehenden Sterne dargestellt. Die Ebene der Milchstraße überspannt den Himmel mit einem Band schwach leuchtender Wolken. Zwischen dem Skorpion und dem benachbarten Sternbild Sagittarius (der Schütze) auf der rechten Seite ist aufragend über der APEX-Antennenschüssel deutlich ein prächtiger Sternhaufen zu erkennen. Dies ist der offene Sternhaufen Messier 7, der auch unter dem Namen Ptolemäus-Sternhaufen bekannt ist. Unterhalb und leicht rechts von Messier 7 liegt Messier 6, der Schmetterlingshaufen. Weiter rechts, gerade oberhalb der Kante der Antennenschüssel, liegt eine helle Wolke, die ...
potw1215-de-ch — Bild der Woche
Chajnantor “rundherum” – ein 360°-Panorama
9. April 2012: Obwohl der Cerro Chico die beachtliche Höhe von 5300 Meter über N.N. erreicht, ist er nur ein kleiner Berg in der majestätischen Landschaft des Andenplateaus. Gleichwohl steht der Name auf Spanisch für „kleiner Berg“. Dennoch bietet der Gipfel des Cerro Chico wegen seiner Lage auf dem Chajnantorplateau einen großartigen und relativ leicht erreichbaren Aussichtspunkt, von dem die überwältigende Ansicht genossen werden kann. Das 360°-Panorama weist in der Mitte nach Nordosten, wo die höchsten Vulkane –die meisten mit Höhen über 5500 Metern – zu sehen sind. In der Mitte liegt der Cerro Chajnantor. Zur Rechten erkennt man das Atacama Pathfinder Experiment Telescope (APEX) mit dem dahinterliegenden Cerro Chascon. Weiter nach rechts in Richtung Südost ist das Chajnantorplateau vollständig sichtbar. Zusätzlich zum APEX Teleskop erkennt man ganz rechts drei Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA). Seit dieser Aufnahme sind viele weitere Antennen hinzugekommen. Links vom Cerro Chajnantor steht der Cerro Toco. ...
potw1214-de-ch — Bild der Woche
La Silla, der erste Standort für die Teleskope der ESO – damals und heute
2. April 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Das historische Bild wurde 1970 von den La Silla-Unterkünften aus aufgenommen, die sich unterhalb der Teleskopkuppeln auf dem Berg befanden. Das Foto zeigt den Blick auf den höchsten Punkt des Berges auf der linken Seite. Die metallene Struktur nahe des Gipfels ist kein Teleskop, sondern ein Wassertank für die Anlage. Die weiße Kuppel in der Bildmitte gehört zum 1-Meter Schmidt-Teleskop der ESO, das seine Arbeit im Februar 1972 aufgenommen hat. Ganz rechts ist das ESO 1-Meter-Teleskop gerade noch über dem Felsgrat zu erkennen, ...
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