Bild der Woche

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potw1318-de-be — Bild der Woche
Lore in Bewegung
6. Mai 2013: Auf diesem Foto befördert Lore, einer der ALMA-Transporter, eine der 7-Meter-Antennenschüsseln von ALMA, dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array. Lore und ihr Zwilling Otto sind zwei gelbe 28-rädrige Vehikel, die gebaut wurden um die ALMA-Antennen auf dem Chajnantor-Plateau auf einer Höhe von 5000 Metern zu bewegen. Auf diese Art und Weise wird das Antennenfeld für die optimale Beobachtung eines Himmelsobjekts konfiguriert. Die Transporter bringen die Antennen auch zur Wartung von Chajnantor zur tiefer gelegenen Operations Research Facility. ALMA besteht aus fünfzig Antennen mit 12 Metern Durchmesser und einem zusätzlichen Antennenfeld mit zwölf 7-Meter Antennen, das man das Atacama Compact Array (ACA) nennt. Lore hat auf diesem Foto eine der kleineren ACA-Antennen mit 7 Metern Durchmesser geladen. Die 12-Meter Antennen des Hauptantennenfelds können nicht näher als 15 Meter nebeneinander stehen, da sie sonst kollidieren würden. Da aber der kleinste Abstand zwischen den Antennen die maximaleGröße von Strukturen begrenzt, die sie am Himmel ...
potw1317-de-be — Bild der Woche
Wings for Science fliegt über ALMA
29. April 2013: Dieses wunderschöne Bild, aufgenommen im Dezember 2012, zeigt die Antennenschüsseln des derzeit größten astronomischen Projekts, des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) [1], auf dem Chajnantor-Plateau in den chilenischen Anden. die größeren Antennen haben einen Durchmesser von 12 Metern, während die kleineren Antennen, die sich in der Bildmitte zusammendrängen und dort das ALMA Compact Array (ACA) bilden, einen Durchmesser von 7 Metern haben. Nach der Fertigstellung wird ALMA aus insgesamt 66 Antennenschüsseln bestehen. Die ESO ist eine Partnerschaft mit dem ORA „Wings for Science“-Projekt (engl. „Flügel für die Wissenschaft“) eingegangen, einer gemeinnützigen Unternehmung, die öffentlichen Forschungsorganisationen während einer Reise um die Welt Luftunterstützung anbietet. Die zwei Besatzungsmitglieder  von Wings for Science, Clémentine Bacri und Adrien Normier, fliegen in einem speziellen, umweltfreundlichen Ultraleichtflieger [2] und bieten Wissenschaftlern Luftunterstützung, zum Beispiel bei Luftprobennahmen, Archäologie, Beobachtungen zur biologischen Artenvielfalt oder 3D-Geländeerfassung. Kurze Filmsequenzen und herausragende Fotografien, die während der Flüge produziert werden, werden für ...
potw1316-de-be — Bild der Woche
Silber und Blau auf dem Paranal
22. April 2013: Was anderswo auf der Welt als wunderschöner klarer Tag gelten würde, ist ein ungewöhnlich bewölkter Tag am Paranal-Observatorium der ESO in der chilenischen Atacamawüste. Da dies einer der trockensten Orte auf der Erde ist, ist es sehr ungewöhnlich, Wolken am Himmel zu sehen. Viele der Astronomen und Techniker, die dort gearbeitet haben, empfinden den wolkenlosen Himmel als einen der eindrucksvollsten Dinge bei der Arbeit in der Atacamawüste. Dieses traumhafte 360-Grad-Panorama, das aus 15 Einzelaufnahmen besteht, die vom externen ESO-Mitarbeiter Dirk Essl aufgenommen wurden, zeigt einen der seltenen Tage mit Wolken am Paranal. Einige der zarten Schleierwolken kann man über den Schutzbauten des Very Large Telescopes sehen. Diese Wolken bilden sich in großen Höhen und bestehen aus kleinen Eiskristallen. Die Regenmenge am Paranal-Observatorium liegt bei weniger als 10 Millimetern pro Jahr und ist einer der Gründe, warum der 2600 Meter hohe Berg als Standort für das Very Large Telescope der ESO ...
potw1315-de-be — Bild der Woche
Im Bann der Magellanschen Wolken
15. April 2013: Diese wunderschöne Aufnahme des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA), die die Antennenschüsseln des Observatoriums unter einem atemberaubenden sternklaren Nachthimmel zeigt, stammt von Christoph Malin, einem der ESO-Fotobotschafter. Es ist ein Standbild aus einem seiner aufwändig erzeugten Zeitraffervideos von ALMA, das ebenso verfügbar ist (siehe ann12099). Auf einer Höhe von 5000 Metern auf dem Chajnantor-Plateau gelegen ist ALMA das weltweit leistungsstärkste Observatorium zum Studium des Universums bei Submillimeter- und Millimeterwellenlängen. Die Bauphase für ALMA wird noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Insgesamt werden dann 66 dieser Hochpräzisionsantennen an der Anlage arbeiten.Hell am Himmel leuchtend stehen über den Antennenschüsseln die Kleine und die Große Magellansche Wolke. Diese nahegelegenen irregulären Zwerggalaxien sind auch mit dem bloßen Auge auffällige Objekte auf der Südhalbkugel der Erde. Die beiden Galaxien umkreisen die Milchstraße - unsere eigene Galaxis - und es gibt Hinweise darauf, dass beide durch die Interaktion bei nahen Begegnungen mit der Milchstraße stark verformt ...
potw1314-de-be — Bild der Woche
Ein glitzerndes Band von Sternen – die südliche Milchstraße über La Silla
8. April 2013: Dieses Panoramafoto, aufgenommen von Alexandre Santerne, zeigt eine Innenansicht der Scheibenebene der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie, während einer kalten Winternacht mit etwas Schnee am La Silla-Observatorium der ESO in Chile. Von unserem Standpunkt mittendrin erscheint die Milchstraßenebene als ein glitzerndes Band von Sternen, das sich über den Himmel spannt. In diesem Panorama wird die Milchstraße durch die Weitwinkelprojektion in einen Bogen verzerrt. Auf der linken Seite des Bildes blickt gerade noch das 3.6-Meter-Teleskop der ESO über den Hügel, das den weltweit führenden Exoplanetenjäger HARPS (High Accuracy Radial velocity Planet Searcher) beheimatet. Auf der gegenüberliegenden Seite steht das schweizerische Leonhard Euler Teleskop, gebaut und betrieben durch das Observatoire de Geneve. Es gibt mehrere Gründe dafür, warum La Silla insgesamt so ein idealer Ort für die Beobachtung des Nachthimmels und speziell der Milchstraße ist: Erstens liegt es auf der Südhalbkugel der Erde und gewährt uns so eine bessere Ansicht der dichten Zentralregion unserer ...
potw1313-de-be — Bild der Woche
Sterne kreisen über der Residencia am Cerro Paranal
1. April 2013: Dieses Bild von ESO-Fotobotschafter Farid Char zeigt eine wunderschöne und sternreiche dynamische Ansicht des Südsternhimmels über der Residencia, dem „Hotel" am Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Um die Bewegung der Sterne aufgrund der Rotation der Erde durch wirbelnde Strichspuren zu verdeutlichen, belichtete Char das Bild 30 Minuten lang. Im Zentrum liegt als scheinbarer Ruhepunkt der südliche Himmelspol. Zur Linken und am oberen Bildrand sind die Große und Kleine Magellansche Wolke – zwei Nachbargalaxien der Milchstraße – als verwaschene Flecken sichtbar. Die dunkle gläserne Kuppel unterhalb der kreisenden Sterne ist Teil des Dachs vom Residencia-Gebäude. Die einzigartige, teilweise unterirdische Konstruktion wird seit dem Jahr 2002 von Wissenschaftlern und Ingenieuren als Unterkunft genutzt, die am Observatorium arbeiten. Während des Tages leitet die 35-Meter-Kuppel Tageslicht in das Gebäude. Auf dem Observatorium, das auf einem Berg in einer Höhe von 2600 Metern in der trockenen Atacama-Wüste liegt, fordern die herausragenden astronomischen Beobachtungsbedingungen ihren Preis: ...
potw1312a-de-be — Bild der Woche
Die verlorene Galaxie
25. März 2013: Dieses Bild stellt die Galaxie NGC 4535 im Sternbild Virgo (die Jungfrau) vor einem wunderschönen Hintergrund voller entfernter schwacher Galaxien dar. Ihre fast kreisrunde Gestalt zeigt, dass wir fast senkrecht von oben auf sie schauen. Im Zentrum der Galaxie befindet sich eine klar erkennbare Balkenstruktur, durchzogen von Staubstreifen, die am Ende des Balkens in scharfen Kurven in die Spiralarme übergehen. Die bläuliche Farbe der Spiralarme weist auf die Anwesenheit einer großen Zahl von heißen, jungen Sternen hin. Dagegen geben ältere und kältere Sterne dem zentralen Bulge eine gelblichere Erscheinung. Das hier gezeigte Bild wurde mit dem FORS1-Instrument am 8,2-Meter-Very Large Telescope der ESO aufgenommen. NGC 4535 kann auch durch kleinere Amateurteleskope beobachtet werden und wurde von William Herschel im Jahr 1785 entdeckt. Bei der Beobachtung mit einem kleinen Teleskop hat NGC 4535 eine dunstige, geisterhafte Erscheinung, die den prominenten Amateurastronomen Leland S. Copeland in den 1950ern dazu inspirierten, sie als ...
potw1310-de-be — Bild der Woche
Kometen und Sternschnuppen tanzen über dem Paranal
11. März 2013: Diese beeindruckende Aufnahme stammt von Gabriel Brammer, einem der ESO-Fotobotschafter, und zeigt einen Sonnenuntergang am Paranal-Observatorium zusammen mit zwei Kometen, die sich am südlichen Himmel bewegen. Nahe dem Horizont auf der rechten Seite des Bildes zeigt Komet C/2011 L4 (PANSTARRS), der hellere der zwei Kometen, einen hellen Schweif, der hauptsächlich aus im Sonnenlicht reflektierenden Staubpartikeln besteht. In der Bildmitte, knapp über der rechten Bergflanke des Cerro Paranal, sieht man eine grünliche Koma, die neblige Hülle um den Kern des Kometen C/2012 F6 (Lemmon), der ein deutlich schwächerer Schweif folgt. Die grüne Farbe entsteht durch die Ionisation von Gas in der Koma durch das Sonnenlicht. Man könnte meinen, dass ein dritter Komet auf dem Foto sichtbar ist, aber das helle Objekt zwischen den Kometen Lemmon und PANSTARRS ist eine Sternschnuppe, die gerade zur richtigen Zeit und am richtigen Ort über den Himmel flitzt.
potw1309-de-be — Bild der Woche
Schnee in der Atacamawüste
4. März 2013: Die Atacamawüste ist einer der trockensten Orte der Welt. Mehrere Faktoren verursachen die trockenen Bedingungen dort: Die großartige Bergregion der Anden und die chilenische Küstenregion versperren Wolken aus dem Osten und dem Westen den Weg. Zusätzlich verhindert der kalte Humboldt-Strom im Pazifischen Ozean, der an der Küste eine Inversionsschicht aus kalter Luft erzeugt, die Bildung von Regenwolken. Außerdem erzeugen Hochdruckgebiete zirkulierende Winde im südöstlichen Pazifischen Ozean, aus denen sich Antizyklone bilden und so dabei helfen das Klima in der Atacamawüste trockenzuhalten. Die wüstenhaften Bedingungen waren ein wichtiger Faktor für die Standortwahl des Very Large Telescopes (VLT) auf dem Paranal. Am Paranal-Observatorium, das auf dem Berggipfel des Cerro Paranal steht, liegt die Niederschlagsmenge gewöhnlich unter 10 Millimetern pro Jahr und die Luftfeuchtigkeit fällt häufig unter 10%. Die Beobachtungsbedingungen sind mit über 300 klaren Nächten im Jahr exzellent. Diese großartigen Bedingungen für astronomische Beobachtungen werden nur selten durch das Wetter gestört. Trotzdem ...
potw1308-de-be — Bild der Woche
Der Komet und der Laser
25. Februar 2013: Gerhard Hüdepohl, einer der ESO-Fotobotschafter, hat dieses eindrucksvolle Bild vom Very Large Telescope (VLT) der ESO während eines Tests des neuen Lasers für das VLT am 14. Februar 2013 aufgenommen. Er wird ein wichtiger Teil des Laserleitsternsystems (engl. Laser Guide Star Facility oder abgekürzt LGSF) sein, der es Astronomen erlaubt, die Verzerrungen durch die permanente Bewegung der Luft in der Atmosphäre fast vollständig zu korrigieren, um so schärfere Bilder zu erhalten. Trotzdem fällt es schwer sich bei diesem Anblick nicht vorzustellen, dass ein futuristischer Laser gegen eine Rasse von Invasoren aus dem fernen Universum gerichtet ist. Zusätzlich zur fantastische Aussicht auf die Milchstraße über den Teleskopen ist ein weiteres Detail zu erkennen, das dieses Bild zu etwas besonderem macht. Rechts von der Bildmitte, gerade unterhalb der Kleinen Magellanschen Wolke und fast versteckt zwischen Myriaden von Sternen am dunklen chilenischen Nachthimmel, erkennt man einen grünen Fleck mit einem schwachen, nach links ...
potw1307-de-be — Bild der Woche
Superdünner Spiegel bei der ESO im Test
18. Februar 2013: Diese besondere deformierbare Spiegelschale wurde bei der ESO in Garching entwickelt. Bei 1120 Millimetern Durchmesser hat sie eine Dicke von nur 2 Millimetern, viel dünner als die meisten Glasfenster. Der Spiegel ist so dünn, damit er flexibel genug ist, um seine reflektierende Oberfläche über magnetische Kräfte verformen zu können. Im Betrieb wird die Spiegeloberfläche permanent um kleine Beträge geändert, um den verschmierenden Effekt der Erdatmosphäre auszugleichen und so schärfere Bilder zu erhalten. Der neue verformbare Sekundärspiegel (Deformable Secondary Mirror, kurz DSM) wird den vorhandenen Spiegel in einem der VLT-Hauptteleskope ersetzen. Der vollständige Aufbau der Sekundärspiegelstruktur beinhaltet einen Satz von 1170 Aktuatoren, die auf 1170 Magnete, die auf die Rückseite des dünnen Spiegels aufgeklebt wurden, Kräfte ausüben. Hochentwickelte spezielle Elektronikschaltungen kontrollieren das Verhalten der dünnen Spiegelschale. Die reflektierende Oberfläche kann sich mehrere tausendmal pro Sekunde mit der Hilfe der Aktuatoren verformen. Das gesamte DSM-System wurde nach dem Abschluss von über acht ...
potw1306-de-be — Bild der Woche
Zeichnen mit Laserlicht
11. Februar 2013: In einer klaren Nacht in Bayern begleiteten ESO-Mitarbeiter die Dreharbeiten zu einer ESOcast-Folge über das neuen kompakte Laserleitsternsystem der ESO, das hier an der Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren in Betrieb zu sehen ist. Mit dem Lichtschein ihrer Mobiltelefone haben sie während der langen Belichtungszeit für diese Aufnahme vor dem Observatorium die Buchstaben „ESO“ sichtbar gemacht. Etwas links vom senkrecht nach oben gerichteten Laserstrahl ist die Milchstraße erkennbar. Am Horizont über dem Observatorium sind die gestrichelten Spuren von Flugzeugen in größerer Entfernung sichtbar. Der Laser hat die Leistung von 20 Watt, und um Piloten und Passagiere zu schützen, wurde von der Deutschen Flugsicherung (verantwortlich für die Flugkontrolle in Deutschland) eine Flugverbotszone während der nächtlichen Beobachtungszeit eingerichtet. Laserleitsterne sind künstliche Sterne, die in der Erdatmosphäre mit Hilfe von Laserstrahlen erzeugt werden. Der Laser regt Natriumatome in einer Schicht in 90 Kilometern Höhe zum Leuchten an und erzeugt so einen künstlichen Stern, der mit ...
potw1305-de-be — Bild der Woche
Sonnenuntergang am Paranal-Observatorium
4. Februar 2013: Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, hat ein wunderbares Bild vom bei Sonnenuntergang beleuchteten Paranal-Observatorium aufgenommen. Der wunderschöne klare Himmel verdeutlicht die ausgezeichneten atmosphärischen Bedingungen; ein Hauptgrund, warum die ESO den Paranal als Beobachtungsplatz für seine beste Anlage ausgewählt hat, das Very Large Telescope (VLT). Das VLT – sichtbar auf dem Cerro Paranal mit einer Höhe von 2600 Metern, dem höchsten Gipfel auf dem Bild – ist das weltweit fortschrittlichste Observatorium für sichtbares Licht. Es besteht aus vier Hauptteleskopen mit einem Spiegeldurchmesser von jeweils 8,2 Metern und vier 1,8-Meter Hilfsteleskopen. Das VLT arbeitet im sichtbaren Licht wie auch bei Infrarotwellenlänge. Unter den bahnbrechenden Beobachtungen, die mit dem VLT gemacht wurden, finden sich das erste Bild eines Exoplaneten (siehe eso0515) und die Beobachtung der Umlaufbahnen von Sternen um das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße (siehe eso0846 und eso1151). Auf dem Paranal steht auch das VLT Survey Telescope (VST). Sein kleinerer Schutzbau ...
potw1304-de-be — Bild der Woche
Ein intergalaktisches Schwergewicht
28. Januar 2013: Diese Deep Field-Aufnahme zeigt eine sogenannten Galaxien-Superhaufen – eine riesige Gruppe von Galaxienhaufen, die gemeinsam wiederum eine Haufenstruktur bilden. Dieser Superhaufen, bekannt unter dem Namen Abell 901/902, besteht aus drei separaten Haupthaufen und einer größeren Anzahl von Galaxien-Filamenten, die typisch für solche Superstrukturen sind. Einer der Haufen, Abell 901a, ist etwas rechts von dem hellen roten Vordergrundstern nahe der Bildmitte zu sehen. Ein weiterer, Abell 901b, liegt nochmal weiter rechts von Abell 901a und etwas tiefer. Abschließend liegt der Haufen Abell 902 gerade unterhalb des roten Sterns in Richtung der unteren Bildkante. Der Abell 901/902-Superhaufen liegt etwas weiter als 2 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt und enthält Hunderte von Galaxien in einer Region mit einem Durchmesser von 16 Millionen Lichtjahren. Zum Vergleich hat die lokale Gruppe, zu der auch unsere Milchstraße mit 50 weiteren Galaxien gehört, ungefähr einen Durchmesser von 10 Millionen Lichtjahren. Dieses Bild wurde mit der Wide ...
potw1303-de-be — Bild der Woche
APEX unter dem Mond
21. Januar 2013: Eine weitere sternklare Nacht auf den Chajnator-Plateau in den chilenischen Anden: Der Mond im ersten Viertel scheint hell auf dieser Aufnahme und überstrahlt die umgebenden Himmelsobjekte. Allerdings ist die Helligkeit des Mondes für Radioteleskope wie das hier gezeigte APEX, das Atacama Pathfinder Experiment, kein Problem für Beobachtungen. Tatsächlich kann dieses Teleskop, da die Helligkeit der Sonne im Radiowellenlängenbereich nicht zu stark ist, sogar während des Tages benutzt werden, solange es nicht auf die Sonne gerichtet wird. APEX ist ein Teleskop mit 12 Metern Durchmesser und beobachtet Licht bei Millimeter- und Submillimeterwellenlängen. Astronomen, die mit APEX beobachten, können Phänomene verfolgen, die bei kürzeren Wellenlängen – wie im infrarotem oder sichtbarem Licht – nicht zu beobachten wären. Zum Beispiel kann APEX durch dichte interstellare Wolken aus Gas und Staub hindurchsehen und verborgene Sternentstehungsgebiete entdecken, die in sichtbaren und infraroten Licht dunkel sind. Auch einige die frühesten und am weitesten entfernten Galaxien sind ...
potw1302-de-be — Bild der Woche
ALMA, winzig vor den Gipfeln der Berge
14. Januar 2013: Auf den ersten Blick zeigt diese Panoramansicht die Berglandschaft des chilenischen Chajnantor-Plateaus mit seinen über dem kahlen Gelände verstreuten Schnee- und Eisflächen. Die Hauptgipfel sind von rechts nach links Cerro Chajnantor, Cerro Toco, Juriques und der charakteristische kegelförmige Vulkan Licancabur (siehe potw1240) - beeindruckend genug! Dennoch sind die wahren Stars im Bild die winzigen, gerade noch sichtbaren Strukturen im Zentrum des Bildes — wahrnehmbar, wenn man die Augen ausreichend zusammenkneift. Diese Strukturen, die vor ihren bergigen Nachbarn kaum auffallen, sind die Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), einer großen Radioteleskopanlage. Obwohl es in diesem Panorama winzig erscheint, besteht das Antennenfeld aus großen 12- und 7-Meter Antennenschüsseln. Nach der Fertigstellung wird es insgesamt 66 davon geben, die bis zu Entfernungen von 16 Kilometern über das Plateau verstreut stehen können. Man erwartet, dass der Aufbau von ALMA noch im Jahr 2013 abgeschlossen sein wird. Das Teleskop hat seinen Turnus früher wissenschaftlicher ...
potw1301-de-be — Bild der Woche
Wirbelnde Strichspuren über Yepun
7. Januar 2013: Diese Ansicht zeigt eines der Hauptteleskope vom Very Large Telescope (VLT) der ESO unterhalb der Strichspuren, die helle Sterne ziehen, wenn sie den südlichen Himmelspol umkreisen. Der Himmelspol liegt im im südlichen Sternbild Octans (der Oktant). Strichspuren sind Lichtbögen, die die Positionen von Sternen am Himmel über einen längeren Zeitraum markieren, während dem die Erde langsam rotiert. Um Strichspuren abzubilden, werden über eine gewisse Zeit hinweg viele einzelne Aufnahmen gemacht und später überlagert, so dass man das Erscheinungsbild von Kreisbögen erhält. Das durch den Schein des Mondes beleuchtete Teleskop im Vordergrund ist nur eines von vier Hauptteleskopen (engl. Unit Telescopes, kurz UTs), die auf dem Paranal in Chile das VLT bilden. Der Einweihungsfeier im Jahr 1999 folgend wurde jedes Hauptteleskop in der Sprache der einheimischen Mapuche-Indianer mit einem Namen versehen. Die Namen der Arbeitsteleskope lauten Antu, Kueyen, Melipal und Yepun und repräsentieren vier wunderschöne Besonderheiten des Himmels: die Sonne, den ...
potw1253-de-be — Bild der Woche
Wirbelnde südliche Strichspuren über ALMA
31. Dezember 2012: Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, hat die Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) unter dem südlichen Sternhimmel in einer weiteren atemberaubenden Aufnahme eingefangen. Der auffällige Sternenwirbel am Himmel erinnert an van Goghs Sternennacht oder – für Science Fiction Fans vielleicht – an den Blick aus einem Raumschiff, das in den Hyperraum springt. In Wahrheit jedoch machen sie durch die lange Belichtungszeit der Fotografie die Rotation der Erde sichtbar. Auf der Südhalbkugel der Erde bewegen sich die Sterne scheinbar in Kreisen um den südlichen Himmelspol, der im Sternbild Octans (der Oktant) zwischen dem bekannten Kreuz des Südens und den Magellanschen Wolken liegt. Bei einer genügend langen Belichtungszeit erzeugen die Sterne bei ihrer Bewegung kreisrunde Spuren. Das Foto wurde auf dem Chajnantorplateau aufgenommen, auf einer Höhe von 5000 Metern in den chilenischen Anden. Hier steht das ALMA-Observatorium, dessen Antennenschüsseln im Vordergrund sichtbar sind. ALMA ist das leistungsstärkste Teleskop für die Beobachtung ...
potw1252-de-be — Bild der Woche
ALMAs Abgeschiedenheit
24. Dezember 2012: Diese Panoramaansicht des Chajnantorplateaus zeigt den Standort des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA), aufgenommen nahe dem Gipfel des Cerro Chico. Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, hat das Gefühl des Alleinseins an der ALMA-Anlage auf 5000 Metern über dem Meeresspiegel in den chilenischen Anden erfolgreich einfangen können. Licht und Schatten bestimmen die Landschaft und verstärken die überirdische Ansicht des Geländes. Im Vordergrund des Bildes sieht man die wie eine Ansammlung eigenartiger robotischer Besucher wirkenden Gruppe von ALMA-Antennenschüsseln auf dem Plateau. Wenn die Anlage im Jahr 2013 fertiggestellt ist, werden insgesamt 66 solcher Antennen zusammenarbeiten. ALMA wird das Studium des Universums bei Millimeter- und Submillimeterwellenlängen revolutionieren: Schon mit einem Teil des Antennenfeldes ist ALMA bei diesen Wellenlängen leistungsstärker als jedes vorherige derartige Teleskop und bietet Astronomen beispiellose Möglichkeiten um das kühle Universum zu studieren – molekulares Gas und Staub wie auch die Reststrahlung des Urknalls. ALMA untersucht die Bausteine von Sternen, Planetensystemen, ...
potw1251-de-be — Bild der Woche
Der Paranal und der Schatten der Erde
17. Dezember 2012: ESO-Fotobotschafter Babak Tafreshi hat ein weiteres herausragendes Panoramafoto vom Paranal-Observatorium der ESO aufgenommen. Im Vordergrund des Bildes liegt die eindrucksvolle, bergreiche Landschaft der Atacamawüste. Auf der linken Seite sieht man das Very Large Telescope (VLT) auf dem höchsten Gipfel und weiter vorne auf einem etwas niedrigeren Gipfel das VISTA-Teleskop (VISTA steht für Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy). Im Hintergrund färbt der Sonnenaufgang den Himmel über dem Paranal in wunderschöne Pastelltöne. Bis an den Horizont ragt das Wolkenmeer über dem Pazifik, der nur 12 Kilometer vom Paranal entfernt beginnt. Dort wo sich die Wolken und der Himmel berühren, liegt ein dunkles Band. Es handelt sich dabei um den sogenannten Erdschatten, den Schatten also, den unser Heimatplanet auf seine eigene Atmosphäre wirft. Dieses Phänomen kann manchmal zu Sonnenauf- oder Sonnenuntergang beobachtet werden, wenn der Himmel klar und der wahre Horizont frei sichtbar sind – Bedingungen, die zweifellos auf das Paranal-Observatorium ...
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