Bild der Woche

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potw1324-de-be — Bild der Woche
Blitz und Donner
17. Juni 2013: Auf diesem elektrisierenden Bild, aufgenommen am Freitag, dem 7. Juni 2013, entlädt ein wilder Gewittersturm seinen gewaltigen Zorn über dem Cerro Paranal. Die riesigen Schutzbauten der vier VLT-Hauptteleskope, jedes von ihnen mit einer Höhe von einem achtstöckigen Gebäude, erscheinen klein unter den Einschlägen des gewaltigen Sturms. Am linken Bildrand ist ein Stern hervorgekommen, um die Show zu beobachten – ein einzelner Lichtpunkt am verdunkelten Himmel. Es handelt sich um Prokyon, einen hellen Doppelstern im Sternbild Kleiner Hund. Schon Wolken sind am Paranal-Observatorium der ESO nur selten anzutreffen. Im Schnitt gibt es pro Jahr erstaunliche 330 klare Tage. Blitze sind noch seltener, da das Observatorium einer der trockensten Orte auf der Welt ist: Die Atacamawüste im Norden Chiles, 2600 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Wenn Wolken vorhanden sind, liegt das Observatorium die meiste Zeit über ihnen. Während seiner 16-jährigen Arbeitszeit als Ingenieur am Paranal hat ESO-Fotobotschafter Gerhard Hüdepohl zuvor nur einmal ...
potw1323-de-be — Bild der Woche
Anstieg und Abfall einer Supernova
10. Juni 2013: Ein ungewöhnliches neues Video zeigt den schnellen Helligkeitsanstieg und das langsamere Verblassen einer Supernovaexplosion in der Galaxie NGC 1365. Die Supernova mit der Bezeichnung SN 2012fr wurde am 27. Oktober 2012 vom französischen Astronomen Alain Klotz entdeckt. Die Aufnahmen wurden mit dem kleinen Roboterteleskop TAROT gemacht, das sich am La Silla-Observatorium der ESO in Chile befindet, und wurden zu diesem einzigartigen Video zusammengestellt. Supernovae sind das Ergebnis der Explosion und dem katastrophalen Tod bestimmter Typen von Sternen. Sie werden so hell, dass sie die Leuchtkraft ihrer Heimatgalaxie für mehrere Wochen überstrahlen können, bevor sie langsam aus der Sicht verschwinden. Die Supernova 2012fr [1] wurde am Nachmittag des 27. Oktobers 2012 von Alain Klotz entdeckt. Er war damit beschäftigt, die Helligkeit eines schwachen variablen Sterns auf einem Bild des robotischen Teleskops TAROT (Télescope à Action Rapide pour les Objets Transitoires) am La Silla-Observatorium der ESO zu messen, als er ein neues ...
potw1322-de-be — Bild der Woche
Drei Planeten tanzen über La Silla
3. Juni 2013: Für Fotografen und Astronomen gleichermaßen bietet sich zur Zeit eine ganz besondere Augenweide: Am Himmel zeigt sich das Phänomen der Syzygie bei der drei (oder mehr) Himmelskörper nahezu in einer Linie am Himmel stehen. Wenn Himmelsobjekte eine ähnliche ekliptikale Länge haben, nennt man diesas Ereignis eine Dreifach-Konjunktion. Zwar handelt es sich dabei nur um eine perspektivische Erscheinung, aber das macht es nicht weniger spektakulär. In diesem Fall sind die drei Himmelskörper drei helle Planeten unseres Sonnensystems, und die einzige Voraussetzung zur Beobachtung des Ereignisses ist eine freie Sicht auf den Himmel bei Sonnenuntergang. Eine solche Gelegenheit hatte ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky, der am Sonntag, dem 26. Mai im Norden Chiles die Chance hatte, dieses eindrucksvolle Bild vom La Silla Observatorium der ESO aus aufzunehmen. Um die Kuppeln der Teleskope herum gruppieren sich die drei Planeten – Jupiter (oben), Venus (links) und Merkur (recht unten) – und vollführen ihren kosmischen Tanz. Eine ...
potw1321-de-be — Bild der Woche
Wellen am chilenischen Nachthimmel
27. Mai 2013: Auf den ersten Blick sieht diese hypnotisierende Bild aus wie Wellen, die von einem in einen See geworfenen Stein verursacht werden. In Wirklichkeit sind sie das Ergebnis der scheinbaren Bewegung der Sterne über den südlichen Himmel und etwas Magie des Fotografen. Das Bild wurde auf dem Cerro Armazones aufgenommen, einem Berggipfel mit einer Höhe von 3000 Metern über dem Meeresspiegel, der im zentralen Teil der Atacamawüste in den chilenischen Anden liegt. Die langen, hellen Streifen sind Strichspuren und jeder von ihnen markiert den Weg eines einzelnen Sterns über den dunklen Nachthimmel. Indem man den Kameraverschluss für eine lange Zeit öffnet, wird die für das bloße Auge unmerkliche Bewegung der Sterne sichtbar gemacht. Belichtungszeiten von nur 15 Minuten sind lang genug, um den Effekt sichtbar zu machen. In diesem Fall überlagerte der Fotograf mehrere viel kürzere Belichtungen zu dem endgültigen Bild. Das für diese Aufnahme verwendete Weitwinkelobjektiv zeigt den Himmelspol zur ...
potw1320-de-be — Bild der Woche
Die Galaxis bewundern
20. Mai 2013: Selbst für den erfahrendsten Astronomen ist es schwierig, der Versuchung zu widerstehen, sich während eines hektischen Beobachtungsplans ein wenig Zeit zu nehmen, innezuhalten und einen Blick an den prächtigen Südsternhimmel zu werfen. Dieses Foto ist ein Selbstportrait von Astronom Alan Fitzsimmons, der es zwischen zwei Beobachtungssitzungen am La Silla-Observatorium der ESO aufgenommen hat. Dieses ausdrucksstarke Foto zeigt den Kontrast zwischen einer einfachen, ruhigen und dunklen Gestalt auf der Erde und dem glanzvollen und hellen sternbedeckten Nachtimmel. Auf diesem Bild wird der Himmel durch die riesige Ansammlung von Sternen und Staub dominiert, die das Zentrum der Milchstrasse bilden, unserer Heimatgalaxie.  Die Observatorien der ESO liegen im Norden Chiles in der Atacamawüste, einer Region mit nur wenigen Bewohnern, was sowohl zu sehr dunklen Nächten bei zusätzlich extrem klaren atmossphärischen Bedingungen führt. Beide Faktoren führen zu qualitativ hochwertigen Beobachtungen. La Silla ist das erste Observatorium der ESO. Eingeweiht im Jahr 1969 beheimatet es ...
potw1319-de-be — Bild der Woche
Die Milchstraße prangt über dem verschneiten La Silla
13. Mai 2013: In den Randbereichen der Atacamawüste, weit entfernt von den lichtverschmutzten Städten im Norden Chiles, ist der Himmel nach Sonnenuntergang pechschwarz. So ein dunkler Himmel ermöglicht einige der besten astronomischen Beobachtungen – auf einer Höhe von 2400 Metern. Das La Silla-Observatorium der ESO hat eine unbeschreiblich klare Sicht auf den Nachthimmel. Trotz des abgelegenen, hohen und trockenen Standorts kann man aber nicht immer den Wetterbedingungen entkommen, die in den Wintermonaten herrschen, wenn eine Schneedecke auf dem Berggipfel und seinen Teleskopschutzbauten liegt. Dieses Bild zeigt ein winterliches La Silla unter dem Sternenzelt unserer Milchstraße, die als Band schräg durch das Bild verläuft. Sichtbar sind (von rechts nach links) das 3,6-Meter-Teleskop der ESO, das 3,58-Meter New Technology Telescope (NTT), das 1-Meter Schmidt Teleskop der ESO und das ESO/MPG 2,2-Meter-Teleskop, auf dessen Schutzbau Schnee liegt. Die kleine Kuppel des stillgelegten Coude-Teleskops ist angrenzend an das 3,6-Meter Teleskop erkennbar. Zwischen diesem und dem NTT liegen ...
potw1318-de-be — Bild der Woche
Lore in Bewegung
6. Mai 2013: Auf diesem Foto befördert Lore, einer der ALMA-Transporter, eine der 7-Meter-Antennenschüsseln von ALMA, dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array. Lore und ihr Zwilling Otto sind zwei gelbe 28-rädrige Vehikel, die gebaut wurden um die ALMA-Antennen auf dem Chajnantor-Plateau auf einer Höhe von 5000 Metern zu bewegen. Auf diese Art und Weise wird das Antennenfeld für die optimale Beobachtung eines Himmelsobjekts konfiguriert. Die Transporter bringen die Antennen auch zur Wartung von Chajnantor zur tiefer gelegenen Operations Research Facility. ALMA besteht aus fünfzig Antennen mit 12 Metern Durchmesser und einem zusätzlichen Antennenfeld mit zwölf 7-Meter Antennen, das man das Atacama Compact Array (ACA) nennt. Lore hat auf diesem Foto eine der kleineren ACA-Antennen mit 7 Metern Durchmesser geladen. Die 12-Meter Antennen des Hauptantennenfelds können nicht näher als 15 Meter nebeneinander stehen, da sie sonst kollidieren würden. Da aber der kleinste Abstand zwischen den Antennen die maximaleGröße von Strukturen begrenzt, die sie am Himmel ...
potw1317-de-be — Bild der Woche
Wings for Science fliegt über ALMA
29. April 2013: Dieses wunderschöne Bild, aufgenommen im Dezember 2012, zeigt die Antennenschüsseln des derzeit größten astronomischen Projekts, des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) [1], auf dem Chajnantor-Plateau in den chilenischen Anden. die größeren Antennen haben einen Durchmesser von 12 Metern, während die kleineren Antennen, die sich in der Bildmitte zusammendrängen und dort das ALMA Compact Array (ACA) bilden, einen Durchmesser von 7 Metern haben. Nach der Fertigstellung wird ALMA aus insgesamt 66 Antennenschüsseln bestehen. Die ESO ist eine Partnerschaft mit dem ORA „Wings for Science“-Projekt (engl. „Flügel für die Wissenschaft“) eingegangen, einer gemeinnützigen Unternehmung, die öffentlichen Forschungsorganisationen während einer Reise um die Welt Luftunterstützung anbietet. Die zwei Besatzungsmitglieder  von Wings for Science, Clémentine Bacri und Adrien Normier, fliegen in einem speziellen, umweltfreundlichen Ultraleichtflieger [2] und bieten Wissenschaftlern Luftunterstützung, zum Beispiel bei Luftprobennahmen, Archäologie, Beobachtungen zur biologischen Artenvielfalt oder 3D-Geländeerfassung. Kurze Filmsequenzen und herausragende Fotografien, die während der Flüge produziert werden, werden für ...
potw1316-de-be — Bild der Woche
Silber und Blau auf dem Paranal
22. April 2013: Was anderswo auf der Welt als wunderschöner klarer Tag gelten würde, ist ein ungewöhnlich bewölkter Tag am Paranal-Observatorium der ESO in der chilenischen Atacamawüste. Da dies einer der trockensten Orte auf der Erde ist, ist es sehr ungewöhnlich, Wolken am Himmel zu sehen. Viele der Astronomen und Techniker, die dort gearbeitet haben, empfinden den wolkenlosen Himmel als einen der eindrucksvollsten Dinge bei der Arbeit in der Atacamawüste. Dieses traumhafte 360-Grad-Panorama, das aus 15 Einzelaufnahmen besteht, die vom externen ESO-Mitarbeiter Dirk Essl aufgenommen wurden, zeigt einen der seltenen Tage mit Wolken am Paranal. Einige der zarten Schleierwolken kann man über den Schutzbauten des Very Large Telescopes sehen. Diese Wolken bilden sich in großen Höhen und bestehen aus kleinen Eiskristallen. Die Regenmenge am Paranal-Observatorium liegt bei weniger als 10 Millimetern pro Jahr und ist einer der Gründe, warum der 2600 Meter hohe Berg als Standort für das Very Large Telescope der ESO ...
potw1315-de-be — Bild der Woche
Im Bann der Magellanschen Wolken
15. April 2013: Diese wunderschöne Aufnahme des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA), die die Antennenschüsseln des Observatoriums unter einem atemberaubenden sternklaren Nachthimmel zeigt, stammt von Christoph Malin, einem der ESO-Fotobotschafter. Es ist ein Standbild aus einem seiner aufwändig erzeugten Zeitraffervideos von ALMA, das ebenso verfügbar ist (siehe ann12099). Auf einer Höhe von 5000 Metern auf dem Chajnantor-Plateau gelegen ist ALMA das weltweit leistungsstärkste Observatorium zum Studium des Universums bei Submillimeter- und Millimeterwellenlängen. Die Bauphase für ALMA wird noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Insgesamt werden dann 66 dieser Hochpräzisionsantennen an der Anlage arbeiten.Hell am Himmel leuchtend stehen über den Antennenschüsseln die Kleine und die Große Magellansche Wolke. Diese nahegelegenen irregulären Zwerggalaxien sind auch mit dem bloßen Auge auffällige Objekte auf der Südhalbkugel der Erde. Die beiden Galaxien umkreisen die Milchstraße - unsere eigene Galaxis - und es gibt Hinweise darauf, dass beide durch die Interaktion bei nahen Begegnungen mit der Milchstraße stark verformt ...
potw1314-de-be — Bild der Woche
Ein glitzerndes Band von Sternen – die südliche Milchstraße über La Silla
8. April 2013: Dieses Panoramafoto, aufgenommen von Alexandre Santerne, zeigt eine Innenansicht der Scheibenebene der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie, während einer kalten Winternacht mit etwas Schnee am La Silla-Observatorium der ESO in Chile. Von unserem Standpunkt mittendrin erscheint die Milchstraßenebene als ein glitzerndes Band von Sternen, das sich über den Himmel spannt. In diesem Panorama wird die Milchstraße durch die Weitwinkelprojektion in einen Bogen verzerrt. Auf der linken Seite des Bildes blickt gerade noch das 3.6-Meter-Teleskop der ESO über den Hügel, das den weltweit führenden Exoplanetenjäger HARPS (High Accuracy Radial velocity Planet Searcher) beheimatet. Auf der gegenüberliegenden Seite steht das schweizerische Leonhard Euler Teleskop, gebaut und betrieben durch das Observatoire de Geneve. Es gibt mehrere Gründe dafür, warum La Silla insgesamt so ein idealer Ort für die Beobachtung des Nachthimmels und speziell der Milchstraße ist: Erstens liegt es auf der Südhalbkugel der Erde und gewährt uns so eine bessere Ansicht der dichten Zentralregion unserer ...
potw1313-de-be — Bild der Woche
Sterne kreisen über der Residencia am Cerro Paranal
1. April 2013: Dieses Bild von ESO-Fotobotschafter Farid Char zeigt eine wunderschöne und sternreiche dynamische Ansicht des Südsternhimmels über der Residencia, dem „Hotel" am Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Um die Bewegung der Sterne aufgrund der Rotation der Erde durch wirbelnde Strichspuren zu verdeutlichen, belichtete Char das Bild 30 Minuten lang. Im Zentrum liegt als scheinbarer Ruhepunkt der südliche Himmelspol. Zur Linken und am oberen Bildrand sind die Große und Kleine Magellansche Wolke – zwei Nachbargalaxien der Milchstraße – als verwaschene Flecken sichtbar. Die dunkle gläserne Kuppel unterhalb der kreisenden Sterne ist Teil des Dachs vom Residencia-Gebäude. Die einzigartige, teilweise unterirdische Konstruktion wird seit dem Jahr 2002 von Wissenschaftlern und Ingenieuren als Unterkunft genutzt, die am Observatorium arbeiten. Während des Tages leitet die 35-Meter-Kuppel Tageslicht in das Gebäude. Auf dem Observatorium, das auf einem Berg in einer Höhe von 2600 Metern in der trockenen Atacama-Wüste liegt, fordern die herausragenden astronomischen Beobachtungsbedingungen ihren Preis: ...
potw1312a-de-be — Bild der Woche
Die verlorene Galaxie
25. März 2013: Dieses Bild stellt die Galaxie NGC 4535 im Sternbild Virgo (die Jungfrau) vor einem wunderschönen Hintergrund voller entfernter schwacher Galaxien dar. Ihre fast kreisrunde Gestalt zeigt, dass wir fast senkrecht von oben auf sie schauen. Im Zentrum der Galaxie befindet sich eine klar erkennbare Balkenstruktur, durchzogen von Staubstreifen, die am Ende des Balkens in scharfen Kurven in die Spiralarme übergehen. Die bläuliche Farbe der Spiralarme weist auf die Anwesenheit einer großen Zahl von heißen, jungen Sternen hin. Dagegen geben ältere und kältere Sterne dem zentralen Bulge eine gelblichere Erscheinung. Das hier gezeigte Bild wurde mit dem FORS1-Instrument am 8,2-Meter-Very Large Telescope der ESO aufgenommen. NGC 4535 kann auch durch kleinere Amateurteleskope beobachtet werden und wurde von William Herschel im Jahr 1785 entdeckt. Bei der Beobachtung mit einem kleinen Teleskop hat NGC 4535 eine dunstige, geisterhafte Erscheinung, die den prominenten Amateurastronomen Leland S. Copeland in den 1950ern dazu inspirierten, sie als ...
potw1310-de-be — Bild der Woche
Kometen und Sternschnuppen tanzen über dem Paranal
11. März 2013: Diese beeindruckende Aufnahme stammt von Gabriel Brammer, einem der ESO-Fotobotschafter, und zeigt einen Sonnenuntergang am Paranal-Observatorium zusammen mit zwei Kometen, die sich am südlichen Himmel bewegen. Nahe dem Horizont auf der rechten Seite des Bildes zeigt Komet C/2011 L4 (PANSTARRS), der hellere der zwei Kometen, einen hellen Schweif, der hauptsächlich aus im Sonnenlicht reflektierenden Staubpartikeln besteht. In der Bildmitte, knapp über der rechten Bergflanke des Cerro Paranal, sieht man eine grünliche Koma, die neblige Hülle um den Kern des Kometen C/2012 F6 (Lemmon), der ein deutlich schwächerer Schweif folgt. Die grüne Farbe entsteht durch die Ionisation von Gas in der Koma durch das Sonnenlicht. Man könnte meinen, dass ein dritter Komet auf dem Foto sichtbar ist, aber das helle Objekt zwischen den Kometen Lemmon und PANSTARRS ist eine Sternschnuppe, die gerade zur richtigen Zeit und am richtigen Ort über den Himmel flitzt.
potw1309-de-be — Bild der Woche
Schnee in der Atacamawüste
4. März 2013: Die Atacamawüste ist einer der trockensten Orte der Welt. Mehrere Faktoren verursachen die trockenen Bedingungen dort: Die großartige Bergregion der Anden und die chilenische Küstenregion versperren Wolken aus dem Osten und dem Westen den Weg. Zusätzlich verhindert der kalte Humboldt-Strom im Pazifischen Ozean, der an der Küste eine Inversionsschicht aus kalter Luft erzeugt, die Bildung von Regenwolken. Außerdem erzeugen Hochdruckgebiete zirkulierende Winde im südöstlichen Pazifischen Ozean, aus denen sich Antizyklone bilden und so dabei helfen das Klima in der Atacamawüste trockenzuhalten. Die wüstenhaften Bedingungen waren ein wichtiger Faktor für die Standortwahl des Very Large Telescopes (VLT) auf dem Paranal. Am Paranal-Observatorium, das auf dem Berggipfel des Cerro Paranal steht, liegt die Niederschlagsmenge gewöhnlich unter 10 Millimetern pro Jahr und die Luftfeuchtigkeit fällt häufig unter 10%. Die Beobachtungsbedingungen sind mit über 300 klaren Nächten im Jahr exzellent. Diese großartigen Bedingungen für astronomische Beobachtungen werden nur selten durch das Wetter gestört. Trotzdem ...
potw1308-de-be — Bild der Woche
Der Komet und der Laser
25. Februar 2013: Gerhard Hüdepohl, einer der ESO-Fotobotschafter, hat dieses eindrucksvolle Bild vom Very Large Telescope (VLT) der ESO während eines Tests des neuen Lasers für das VLT am 14. Februar 2013 aufgenommen. Er wird ein wichtiger Teil des Laserleitsternsystems (engl. Laser Guide Star Facility oder abgekürzt LGSF) sein, der es Astronomen erlaubt, die Verzerrungen durch die permanente Bewegung der Luft in der Atmosphäre fast vollständig zu korrigieren, um so schärfere Bilder zu erhalten. Trotzdem fällt es schwer sich bei diesem Anblick nicht vorzustellen, dass ein futuristischer Laser gegen eine Rasse von Invasoren aus dem fernen Universum gerichtet ist. Zusätzlich zur fantastische Aussicht auf die Milchstraße über den Teleskopen ist ein weiteres Detail zu erkennen, das dieses Bild zu etwas besonderem macht. Rechts von der Bildmitte, gerade unterhalb der Kleinen Magellanschen Wolke und fast versteckt zwischen Myriaden von Sternen am dunklen chilenischen Nachthimmel, erkennt man einen grünen Fleck mit einem schwachen, nach links ...
potw1307-de-be — Bild der Woche
Superdünner Spiegel bei der ESO im Test
18. Februar 2013: Diese besondere deformierbare Spiegelschale wurde bei der ESO in Garching entwickelt. Bei 1120 Millimetern Durchmesser hat sie eine Dicke von nur 2 Millimetern, viel dünner als die meisten Glasfenster. Der Spiegel ist so dünn, damit er flexibel genug ist, um seine reflektierende Oberfläche über magnetische Kräfte verformen zu können. Im Betrieb wird die Spiegeloberfläche permanent um kleine Beträge geändert, um den verschmierenden Effekt der Erdatmosphäre auszugleichen und so schärfere Bilder zu erhalten. Der neue verformbare Sekundärspiegel (Deformable Secondary Mirror, kurz DSM) wird den vorhandenen Spiegel in einem der VLT-Hauptteleskope ersetzen. Der vollständige Aufbau der Sekundärspiegelstruktur beinhaltet einen Satz von 1170 Aktuatoren, die auf 1170 Magnete, die auf die Rückseite des dünnen Spiegels aufgeklebt wurden, Kräfte ausüben. Hochentwickelte spezielle Elektronikschaltungen kontrollieren das Verhalten der dünnen Spiegelschale. Die reflektierende Oberfläche kann sich mehrere tausendmal pro Sekunde mit der Hilfe der Aktuatoren verformen. Das gesamte DSM-System wurde nach dem Abschluss von über acht ...
potw1306-de-be — Bild der Woche
Zeichnen mit Laserlicht
11. Februar 2013: In einer klaren Nacht in Bayern begleiteten ESO-Mitarbeiter die Dreharbeiten zu einer ESOcast-Folge über das neuen kompakte Laserleitsternsystem der ESO, das hier an der Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren in Betrieb zu sehen ist. Mit dem Lichtschein ihrer Mobiltelefone haben sie während der langen Belichtungszeit für diese Aufnahme vor dem Observatorium die Buchstaben „ESO“ sichtbar gemacht. Etwas links vom senkrecht nach oben gerichteten Laserstrahl ist die Milchstraße erkennbar. Am Horizont über dem Observatorium sind die gestrichelten Spuren von Flugzeugen in größerer Entfernung sichtbar. Der Laser hat die Leistung von 20 Watt, und um Piloten und Passagiere zu schützen, wurde von der Deutschen Flugsicherung (verantwortlich für die Flugkontrolle in Deutschland) eine Flugverbotszone während der nächtlichen Beobachtungszeit eingerichtet. Laserleitsterne sind künstliche Sterne, die in der Erdatmosphäre mit Hilfe von Laserstrahlen erzeugt werden. Der Laser regt Natriumatome in einer Schicht in 90 Kilometern Höhe zum Leuchten an und erzeugt so einen künstlichen Stern, der mit ...
potw1305-de-be — Bild der Woche
Sonnenuntergang am Paranal-Observatorium
4. Februar 2013: Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, hat ein wunderbares Bild vom bei Sonnenuntergang beleuchteten Paranal-Observatorium aufgenommen. Der wunderschöne klare Himmel verdeutlicht die ausgezeichneten atmosphärischen Bedingungen; ein Hauptgrund, warum die ESO den Paranal als Beobachtungsplatz für seine beste Anlage ausgewählt hat, das Very Large Telescope (VLT). Das VLT – sichtbar auf dem Cerro Paranal mit einer Höhe von 2600 Metern, dem höchsten Gipfel auf dem Bild – ist das weltweit fortschrittlichste Observatorium für sichtbares Licht. Es besteht aus vier Hauptteleskopen mit einem Spiegeldurchmesser von jeweils 8,2 Metern und vier 1,8-Meter Hilfsteleskopen. Das VLT arbeitet im sichtbaren Licht wie auch bei Infrarotwellenlänge. Unter den bahnbrechenden Beobachtungen, die mit dem VLT gemacht wurden, finden sich das erste Bild eines Exoplaneten (siehe eso0515) und die Beobachtung der Umlaufbahnen von Sternen um das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße (siehe eso0846 und eso1151). Auf dem Paranal steht auch das VLT Survey Telescope (VST). Sein kleinerer Schutzbau ...
potw1304-de-be — Bild der Woche
Ein intergalaktisches Schwergewicht
28. Januar 2013: Diese Deep Field-Aufnahme zeigt eine sogenannten Galaxien-Superhaufen – eine riesige Gruppe von Galaxienhaufen, die gemeinsam wiederum eine Haufenstruktur bilden. Dieser Superhaufen, bekannt unter dem Namen Abell 901/902, besteht aus drei separaten Haupthaufen und einer größeren Anzahl von Galaxien-Filamenten, die typisch für solche Superstrukturen sind. Einer der Haufen, Abell 901a, ist etwas rechts von dem hellen roten Vordergrundstern nahe der Bildmitte zu sehen. Ein weiterer, Abell 901b, liegt nochmal weiter rechts von Abell 901a und etwas tiefer. Abschließend liegt der Haufen Abell 902 gerade unterhalb des roten Sterns in Richtung der unteren Bildkante. Der Abell 901/902-Superhaufen liegt etwas weiter als 2 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt und enthält Hunderte von Galaxien in einer Region mit einem Durchmesser von 16 Millionen Lichtjahren. Zum Vergleich hat die lokale Gruppe, zu der auch unsere Milchstraße mit 50 weiteren Galaxien gehört, ungefähr einen Durchmesser von 10 Millionen Lichtjahren. Dieses Bild wurde mit der Wide ...
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