Bild der Woche

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potw1303-de-be — Bild der Woche
APEX unter dem Mond
21. Januar 2013: Eine weitere sternklare Nacht auf den Chajnator-Plateau in den chilenischen Anden: Der Mond im ersten Viertel scheint hell auf dieser Aufnahme und überstrahlt die umgebenden Himmelsobjekte. Allerdings ist die Helligkeit des Mondes für Radioteleskope wie das hier gezeigte APEX, das Atacama Pathfinder Experiment, kein Problem für Beobachtungen. Tatsächlich kann dieses Teleskop, da die Helligkeit der Sonne im Radiowellenlängenbereich nicht zu stark ist, sogar während des Tages benutzt werden, solange es nicht auf die Sonne gerichtet wird. APEX ist ein Teleskop mit 12 Metern Durchmesser und beobachtet Licht bei Millimeter- und Submillimeterwellenlängen. Astronomen, die mit APEX beobachten, können Phänomene verfolgen, die bei kürzeren Wellenlängen – wie im infrarotem oder sichtbarem Licht – nicht zu beobachten wären. Zum Beispiel kann APEX durch dichte interstellare Wolken aus Gas und Staub hindurchsehen und verborgene Sternentstehungsgebiete entdecken, die in sichtbaren und infraroten Licht dunkel sind. Auch einige die frühesten und am weitesten entfernten Galaxien sind ...
potw1302-de-be — Bild der Woche
ALMA, winzig vor den Gipfeln der Berge
14. Januar 2013: Auf den ersten Blick zeigt diese Panoramansicht die Berglandschaft des chilenischen Chajnantor-Plateaus mit seinen über dem kahlen Gelände verstreuten Schnee- und Eisflächen. Die Hauptgipfel sind von rechts nach links Cerro Chajnantor, Cerro Toco, Juriques und der charakteristische kegelförmige Vulkan Licancabur (siehe potw1240) - beeindruckend genug! Dennoch sind die wahren Stars im Bild die winzigen, gerade noch sichtbaren Strukturen im Zentrum des Bildes — wahrnehmbar, wenn man die Augen ausreichend zusammenkneift. Diese Strukturen, die vor ihren bergigen Nachbarn kaum auffallen, sind die Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), einer großen Radioteleskopanlage. Obwohl es in diesem Panorama winzig erscheint, besteht das Antennenfeld aus großen 12- und 7-Meter Antennenschüsseln. Nach der Fertigstellung wird es insgesamt 66 davon geben, die bis zu Entfernungen von 16 Kilometern über das Plateau verstreut stehen können. Man erwartet, dass der Aufbau von ALMA noch im Jahr 2013 abgeschlossen sein wird. Das Teleskop hat seinen Turnus früher wissenschaftlicher ...
potw1301-de-be — Bild der Woche
Wirbelnde Strichspuren über Yepun
7. Januar 2013: Diese Ansicht zeigt eines der Hauptteleskope vom Very Large Telescope (VLT) der ESO unterhalb der Strichspuren, die helle Sterne ziehen, wenn sie den südlichen Himmelspol umkreisen. Der Himmelspol liegt im im südlichen Sternbild Octans (der Oktant). Strichspuren sind Lichtbögen, die die Positionen von Sternen am Himmel über einen längeren Zeitraum markieren, während dem die Erde langsam rotiert. Um Strichspuren abzubilden, werden über eine gewisse Zeit hinweg viele einzelne Aufnahmen gemacht und später überlagert, so dass man das Erscheinungsbild von Kreisbögen erhält. Das durch den Schein des Mondes beleuchtete Teleskop im Vordergrund ist nur eines von vier Hauptteleskopen (engl. Unit Telescopes, kurz UTs), die auf dem Paranal in Chile das VLT bilden. Der Einweihungsfeier im Jahr 1999 folgend wurde jedes Hauptteleskop in der Sprache der einheimischen Mapuche-Indianer mit einem Namen versehen. Die Namen der Arbeitsteleskope lauten Antu, Kueyen, Melipal und Yepun und repräsentieren vier wunderschöne Besonderheiten des Himmels: die Sonne, den ...
potw1253-de-be — Bild der Woche
Wirbelnde südliche Strichspuren über ALMA
31. Dezember 2012: Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, hat die Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) unter dem südlichen Sternhimmel in einer weiteren atemberaubenden Aufnahme eingefangen. Der auffällige Sternenwirbel am Himmel erinnert an van Goghs Sternennacht oder – für Science Fiction Fans vielleicht – an den Blick aus einem Raumschiff, das in den Hyperraum springt. In Wahrheit jedoch machen sie durch die lange Belichtungszeit der Fotografie die Rotation der Erde sichtbar. Auf der Südhalbkugel der Erde bewegen sich die Sterne scheinbar in Kreisen um den südlichen Himmelspol, der im Sternbild Octans (der Oktant) zwischen dem bekannten Kreuz des Südens und den Magellanschen Wolken liegt. Bei einer genügend langen Belichtungszeit erzeugen die Sterne bei ihrer Bewegung kreisrunde Spuren. Das Foto wurde auf dem Chajnantorplateau aufgenommen, auf einer Höhe von 5000 Metern in den chilenischen Anden. Hier steht das ALMA-Observatorium, dessen Antennenschüsseln im Vordergrund sichtbar sind. ALMA ist das leistungsstärkste Teleskop für die Beobachtung ...
potw1252-de-be — Bild der Woche
ALMAs Abgeschiedenheit
24. Dezember 2012: Diese Panoramaansicht des Chajnantorplateaus zeigt den Standort des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA), aufgenommen nahe dem Gipfel des Cerro Chico. Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, hat das Gefühl des Alleinseins an der ALMA-Anlage auf 5000 Metern über dem Meeresspiegel in den chilenischen Anden erfolgreich einfangen können. Licht und Schatten bestimmen die Landschaft und verstärken die überirdische Ansicht des Geländes. Im Vordergrund des Bildes sieht man die wie eine Ansammlung eigenartiger robotischer Besucher wirkenden Gruppe von ALMA-Antennenschüsseln auf dem Plateau. Wenn die Anlage im Jahr 2013 fertiggestellt ist, werden insgesamt 66 solcher Antennen zusammenarbeiten. ALMA wird das Studium des Universums bei Millimeter- und Submillimeterwellenlängen revolutionieren: Schon mit einem Teil des Antennenfeldes ist ALMA bei diesen Wellenlängen leistungsstärker als jedes vorherige derartige Teleskop und bietet Astronomen beispiellose Möglichkeiten um das kühle Universum zu studieren – molekulares Gas und Staub wie auch die Reststrahlung des Urknalls. ALMA untersucht die Bausteine von Sternen, Planetensystemen, ...
potw1251-de-be — Bild der Woche
Der Paranal und der Schatten der Erde
17. Dezember 2012: ESO-Fotobotschafter Babak Tafreshi hat ein weiteres herausragendes Panoramafoto vom Paranal-Observatorium der ESO aufgenommen. Im Vordergrund des Bildes liegt die eindrucksvolle, bergreiche Landschaft der Atacamawüste. Auf der linken Seite sieht man das Very Large Telescope (VLT) auf dem höchsten Gipfel und weiter vorne auf einem etwas niedrigeren Gipfel das VISTA-Teleskop (VISTA steht für Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy). Im Hintergrund färbt der Sonnenaufgang den Himmel über dem Paranal in wunderschöne Pastelltöne. Bis an den Horizont ragt das Wolkenmeer über dem Pazifik, der nur 12 Kilometer vom Paranal entfernt beginnt. Dort wo sich die Wolken und der Himmel berühren, liegt ein dunkles Band. Es handelt sich dabei um den sogenannten Erdschatten, den Schatten also, den unser Heimatplanet auf seine eigene Atmosphäre wirft. Dieses Phänomen kann manchmal zu Sonnenauf- oder Sonnenuntergang beobachtet werden, wenn der Himmel klar und der wahre Horizont frei sichtbar sind – Bedingungen, die zweifellos auf das Paranal-Observatorium ...
potw1250-de-be — Bild der Woche
Sternspuren am Himmel
10. Dezember 2012: Obwohl dieses Bild auf den ersten Blick wie moderne Kunst aussieht, ist es tatsächlich das Ergebnis einer Langzeitbelichtung des Nachthimmels über dem Chajnantor-Plateau in den chilenischen Anden. Da die Erde sich einmal pro Tag um sich selber dreht, werden die Sterne der Milchstraße zu farbenfrohen Strichen verzogen. Das hochmoderne Teleskop im Vordergrund des Bildes wirkt dagegen wie aus einem Traum kommend. Dieses hypnotisierende Foto wurde in 5000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel auf dem Chajnantor-Plateau aufgenommen, der Heimat des Atacama Pathfinder Experiments (APEX), das hier zu sehen ist. APEX ist ein Teleskop mit 12 Metern Durchmesser, das Strahlung mit Wellenlängen im Millimeter- und Submillimeterbereich sammelt. Astronomen nutzen APEX, um Himmelsobjekte wie kühle Wolken aus Gas und kosmischem Staub, in denen neue Sterne geboren werden, bis hin zu den frühesten und entferntesten Galaxien im Universum zu beobachten. APEX ist technologischer Wegbereiter für ALMA, das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array. ALMA ist ein ...
potw1249-de-be — Bild der Woche
Von Antu zu Yepun – Der Bau des VLT
3. Dezember 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, zeigen wir Momente aus unserer Geschichte. Einmal im Monat während des Jahres 2012 zeigt ein besonderes Damals und Heute Vergleichsbild, wie sich die Dinge im Laufe der Jahrzehnte auf dem La Silla und Paranal Observatorium, den ESO Anlagen in Santiage de Chile und im Hauptquartier in Garching bei München verändert haben. Das Very Large Telescope (VLT), das Flaggschiff der ESO auf dem Cerro Paranal in Chile, besteht aus vier riesigen Hauptteleskopen (englisch Unit Telescopes oder kurz UTs), jedes enthält einen Spiegel mit 8,2 Metern Durchmesser. Dazu kommen vier bewegliche Hilfsteleskope mit 1,8 Metern Durchmesser. Unser Vergleichsbild zeigt diesen Monat ein Hauptteleskop im Bau und in der heutigen Zeit. Die historische Aufnahme von Ende Oktober 1995 zeigt frühe Arbeiten am Schutzbau des ersten Hauptteleskops (UT1). Das Fundament und die untere darauf montierte stationäre Stahlstruktur des ...
potw1248-de-be — Bild der Woche
Zwei Planetenjäger auf La Silla eingefangen
26. November 2012: Über Jahrhunderte haben Philosophen und Wissenschaftler über die Möglichkeit von bewohnbaren Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachgedacht. Heute ist diese Idee mehr als Spekulation. Astronomen haben in den letzten fünfzehn Jahren auf der ganzen Welt mehrere hundert Exoplaneten entdeckt. Unterschiedliche Techniken wurden zur Suche nach diesen neuen Welten eingesetzt. In dieser ungewöhnlichen Aufnahme wurden zwei Teleskope, die zwei dieser Techniken einsetzen, auf der gleichen Aufnahme eingefangen. Das 3,6-Meter-Teleskop der ESO mit dem HARPS-Spektrographen und das Weltraumteleskop CoRoT. Das Foto wurde von Alexandre Santerne aufgenommen, einem Astronomen, der selbst Exoplaneten untersucht. Der High Accuracy Radial velocity Planetary Searcher-Spektrograf HARPS, der weltweit erfolgreichste Exoplanetenjäger, ist ein Instrument am 3,6-Meter-Teleskop der ESO. Der geöffnete Schutzbau des Teleskopes ist auf der linken Bildseite zu sehen, hinter dem kantigen Schutzbau des New Technology Telescopes. HARPS findet Exoplaneten mithilfe der kleinen Geschwindigkeitsänderungen von Sternen aufgrund des winzigen Schwerkrafteinflusses von umlaufenden Planeten. Diese Technik zur Suche nach Exoplaneten ...
potw1247-de-be — Bild der Woche
Die eisigen Begleiter von APEX
19. November 2012: Das Atacama Pathfinder Experiment (APEX) – in diesem ungewöhnlichen Bild von ESO-Fotobotschafter Babak Tafreshi eingefangen – ist eines der ESO-Werkzeuge um außerhalb des sichtbaren Lichts zu forschen. Es steht auf dem Chajnantor-Plateau auf einer Höhe von 5000 Metern. Ansammlungen von weißem Büßereis sind im Vordergrund des Fotos sichtbar. Die „penitentes“ (Spanisch für Büßer) sind eine eigenartige Naturerscheinung, die großer Höhe auftritt, typischerweise in mehr als 4000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Es handelt sich um dünne Nadeln aus verhärtetem Schnee oder Eis, die mit ihrer Schneide in Richtung der Sonne weisen. Sie erreichen Höhen von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern. APEX ist ein Teleskop mit einer zwölf Meter durchmessenden Antennenschüssel, die Licht im Wellenlängenbereich von Millimeter- und Submillimeterstrahlung nachweist. Astronomen, die mit APEX beobachten, können Phänomene sehen, die bei kürzeren Wellenlängen nicht sichtbar sind. Das Teleskop ermöglicht ihnen das Studium von Molekülwolken – dichten Regionen aus Gas und kosmischem ...
potw1246-de-be — Bild der Woche
Ein Bild, viele Geschichten
12. November 2012: ESO-Fotobotschafter Babak Tafreshi hat ein außergewöhnliches Bild des Himmels über dem Paranal-Observatorium der ESO mit einem ganzen Strauß von Deep-Sky Objekten aufgenommen. Der auffälligste von ihnen ist der Carinanebel, intensiv rot leuchtend in der Mitte des Bildes. Der Carinanebel befindet sich in einer Entfernung von ungefähr 7500 Lichtjahren von der Erde im Sternbild Carina (der Schiffskiel). Diese Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist der hellste Nebel am Himmel und enthält einige der hellsten und massereichsten Sterne, die in der Milchstraße bekannt sind, so wie beispielsweise Eta Carinae. Der Carinanebel ist ein idealer Prüfstand für Astronomen, um die Rätsel von Geburt und Tod massereicher Sterne zu entschlüsseln. Für einige neuere Bildes des Carinanebels siehe eso1208, eso1145 und eso1031. Unter dem Carinanebel ist der offene Sternhaufen NGC 3531 sichtbar. Dieser Haufen junger Sterne sieht durch das Okular eines Teleskops wie eine Handvoll Silbermünzen aus, die am Grund eines Wunschbrunnens glitzern, und ...
potw1245-de-be — Bild der Woche
Der Bau der Paranal Residencia — von der Betriebsamkeit zur Beschaulichkeit
5. November 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Auf dem Bildpaar in diesem Monat, aufgenommen jeweils am Paranal-Observatorium der ESO in der chilenischen Atacamawüste, vergleichen wir eine betriebsame Baustelle, wie sie im November 1999 zu sehen war, mit dem fertigen Bauwerk in der heutigen Zeit: das Wohngebäude des Observatoriums, bekannt unter dem Namen Residencia. Stellen Sie sich den Unterschied von damals zu heute vor: Das damalige Dröhnen der Hämmer und Bohrmaschinen und der Lärm von Traktoren und Kränen hat den Weg zu dem friedvollen Ort in der Wüste geebnet, ...
potw1244-de-be — Bild der Woche
Ein Ort um die Mysterien des kalten Universums zu enthüllen
29. Oktober 2012: Dieses wunderschöne Panorama von Babak Tafreshi, einem der ESO-Fotobotschafter, zeigt das Chajnantor-Plateau in der Atacama-Region Chiles, beim Bad in den letzten Sonnenstrahlendes Tages. Das Plateau beherbergt das Atacama Pathfinder Experiment (APEX), das auf der linken Bildseite des Panoramas zu sehen ist. Von diesem abgelegenen Ort der Welt auf 5000 Metern über dem Meeresspiegel studiert APEX das kalte Universum. APEX ist ein Teleskop mit 12 Metern Durchmesser und beobachtet bei Millimeter- und Submillimeterwellenlängen. Astronomen, die mit APEX beobachten, können Phänomene sehen, die für kürzere Wellenlängen unsichtbar sind. Das Teleskop erlaubt ihnen die Untersuchung molekularer Wolken – dichten Regionen aus Gas und kosmischem Staub, in denen neue Sterne geboren werden – die im sichtbaren und infraroten Licht verborgen und von Staub verdeckt sind, aber bei diesen relativ langen Wellenlängen hell leuchten. Astronomen nutzen dieses Licht, um die chemischen und physikalischen Bedingungen in den Wolken zu studieren. Dieser Wellenlängenbereich ist auch ideal zur ...
potw1243-de-be — Bild der Woche
Der Bau von VISTA, dem weltweit größten Durchmusterungsteleskop
22. Oktober 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Seit Dezember 2009 durchmustert das Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy (VISTA) den südlichen Himmel vom Paranal-Observatorium der ESO in Chile aus. Unser Fotografienpaar zeigt diesen Monat das VISTA-Teleskop während des Baus und in den heutigen Tagen. Das ältere Bild, aufgenommen in der zweiten Jahreshälfte von 2004, zeigt das Gebäude des Telskops im Bau. Das Skelett des Schutzbaus ist auf der kreisförmigen Basis sichtbar, umgeben von einem nur zwischenzeitlich montierten Gerüst. VISTA steht auf einem Gipfel ungefähr 1500 Meter nordöstlich ...
potw1242-de-be — Bild der Woche
Vom kosmischen Reifen zur himmlischen Blüte
15. Oktober 2012: IC 5148 ist ein wunderschöner planetarischer Nebel in etwa 3000 Lichtjahren Entfernung und liegt im Sternbild Grus (der Kranich). Der Nebel hat einen Durchmesser von einigen Lichtjahren und wächst mit über 50 Kilometern pro Sekunde – einer der am schnellsten expandierenden planetarischen Nebel. Der Begriff „planetarischer Nebel“ entstand im 19. Jahrhundert nach den ersten Beobachtungen dieser Objekte durch die damals verfügbaren kleinen Teleskope – sie sahen aus wie die großen Gasplaneten. Die wahre Natur der planetarischen Nebel ist allerdings völlig anders.  Wenn ein Stern mit einer Masse ähnlich oder mehr als der Masse der Sonne sein Lebensende erreicht, werden seine äußeren Schichten in den Raum geworfen. Das expandierende Gas wird vom heißen, zurückbleibenden Kern des Sterns im Zentrum beleuchtet und formt den planetarischen Nebel, der oft eine wunderschön leuchtende Struktur besitzt. Bei Beobachtung mit einem kleinen Amateurteleskop zeigt dieser spezielle planetarische Nebel einen Ring aus Materie mit dem leuchtenden Stern, ...
potw1241-de-be — Bild der Woche
Eine besondere Aussicht vor Sonnenuntergang
8. Oktober 2012: Das Paranal-Observatorium der ESO –gelegen in der chilenischen Atacama-Region – ist den meisten durch das Very Large Telescope (VLT) bekannt, das Flaggschiff der ESO unter den Teleskopanlagen. Außerdem ist die Anlage während der letzten Jahre noch zusätzlich die Heimat zweier hochmoderner Durchmusterungsteleskope geworden. Diese beiden Mitglieder der Paranalfamilie wurden entwickelt, um schnell und tief große Bereiche des Himmels abzubilden. Eines von Ihnen, das Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy (VISTA) mit 4,1 Metern Durchmesser, ist nicht weit entfernt vom Paranal auf einem Nachbargipfel untergebracht. Es ist in dieser wunderschönen Aufnahme des ESO-Fotobotschafters Babak Tafreshi abgebildet. VISTA ist das weltweit größte Durchmusterungsteleskop und ist seit Dezember 2009 in Betrieb. In der rechten unteren Ecke des Bildes ist der Schutzbau von VISTA vor einer scheinbar endlosen Bergkette abgebildet, die sich bis zum Horizont erstreckt. Bei einsetzendem Sonnenuntergang erzeugen die Berge längere Schatten, die langsam die herrlichen Brauntöne der Landschaft rund um ...
potw1240-de-be — Bild der Woche
Der Vulkankegel Licancabur wacht über Chajnantor
1. Oktober 2012: Diese eindrucksvolle Panoramaaufnahme zeigt das Chajnantor-Plateau, die Heimat des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), mit dem majestätischen Vulkan Licancabur im Hintergrund. Unter den wachsamen Augen des Licancabur sammelt sich ein Wald aus Büßereis (auf Spanisch „penitentes”) im Vordergrund. Büßereis ist ein besonderes Naturphänomen, das nur in hochgelegenen Gebieten auftritt. Es handelt sich dabei um dünne Zacken aus gehärtetem Schnee oder Eis mit scharfen Kanten, die zur Sonne zeigen und Höhen von wenigen Zentimetern bis hin zu mehreren Metern erreichen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Beschreibung eines früheren Bildes der Woche (potw1221). Der Vulkan Licancabur erreicht eine Höhe von 5920 Metern und ist der bekannteste seiner Art in der Umgebung von San Pedro de Atacama in Chile. Seine konische Form ist fast unverwechselbar, so dass er auch aus der Ferne erkannt werden kann. Er befindet sich im südlichsten Teil der Grenze zwischen Chile und Bolivien. Der Gipfelkrater enthält einen ...
potw1239-de-be — Bild der Woche
Eine schwierige Arbeitsnacht steht bevor
24. September 2012: Der Sonnenuntergang ist typischerweise ein Zeichen, dass der Arbeitstag vorbei ist. Die Stadtbeleuchtung wird langsam eingeschaltet, wenn die Menschen nach Hause kommen um ihren Feierabend und eine gute Nacht zu genießen. Das gilt nicht für Astronomen, die an einer Sternwarte wie dem Paranal-Observatorium der ESO in Chile arbeiten. Die Beobachtungen beginnen, sobald die Sonne unter dem Horizont verschwunden ist. Alles muß vor der Dunkelheit vorbereitet sein. Dieses Panoramafoto zeigt das Very Large Telescope (VLT) der ESO vor dem wunderschönen Dämmerungslicht auf dem Cerro Paranal. Im Bild fallen die geöffneten Schutzbauten des VLT und die darin enthaltenen Teleskope auf, die für eine Nacht zum Studium des Universums vorbereitet werden. Das VLT ist das weltweit leistungsstärkste optische Teleskop, bestehend aus vier Hauptteleskopen mit Primärspiegeldurchmessern von 8,2 Metern und vier beweglichen Hilfsteleskopen mit Hauptspiegeln von 1,8 Meter Durchmesser, die in der linken Bildecke sichtbar sind. Die Teleskope können zu einem einzigen riesigen Teleskop ...
potw1238-de-be — Bild der Woche
ALMA und eine sternklare Nacht— ein unvergesslicher Anblick
17. September 2012: Ein kristallklarer Himmel ist immer schön anzusehen. Aber auf dem Chajnantor-Plateau auf 5000 Metern Höhe in den chilenischen Anden – einem der besten Beobachtungsorte der Welt für astronomische Beobachtungen – kann er zu einer Erfahrung werden, an den Sie sich ihr ganzes Leben erinnern werden. Dieses Panoramabild zeigt die Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA) vor einem atemberaubend sternklaren Nachthimmel. Im Vordergrund sieht man einige von ALMAs Antennen, wie sie zusammenarbeiten. Das Plateau erscheint verzerrt, ein Effekt der verwendeten Weitwinkeloptik. ALMA ist das weltweit leistungsstärkste Teleskop zur Beobachtung vom Submillimeter- und Millimeterwellenlängen. Der Aufbau von ALMA wird im Jahr 2013 fertiggestellt sein, dann werden 66 Präzisionsantennen am Beobachtungsstandort stehen. Momentan werden mit dem Teleskop erste wissenschaftliche Beobachtungen durchgeführt. Obwohl es noch nicht vollständig aufgebaut ist, produziert das Teleskop bereits jetzt herausragende Resultate, die die anderer Submillimeter-Anlagen übertreffen. Über den Antennen scheinen unzählige Sterne wie entfernte Diamanten zu glitzern. Zwei ...
potw1237-de-be — Bild der Woche
Ein zeitloses Asyl – Das ESO-Gästehaus damals und heute
10. September 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Diesen Monat zeigen wir Ihnen einen Teil der ESO, der nahezu zeitlos erscheint. Was könnte nach einem langen Interkontinentalflug nach Santiago de Chile oder einer Nachtschicht mit Beobachtungen an den Teleskopen besser sein als ein komfortabler Stützpunkt zur Entspannung und Erholung für den nächsten Teil der Reise? Seit den frühesten Jahren der Organisation hat das ESO-Gästehaus in Santiago den Besuchern der Observatorien in Chile genau das ermöglicht. Unsere „Damals und Heute“-Aufnahmen zeigen diesen Monat die Gästehaus-Lounge im Jahr 1996 und in ...
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