Bild der Woche

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potw1338-de-ch — Bild der Woche
Neues kühles Sternchen in unserer Nachbarschaft
23. September 2013: Dieses neue Bild vom VISTA-Teleskop der ESO zeigt einen neuentdeckten Braunen Zwerg, namens VVV BD001 und der sich genau im Zentrum dieses zoomfähigen Bildes befindet. Es ist der erste neue Braune Zwerg, der im Rahmen der VVV-Durchmusterung in unserer kosmischen Nachbarschaft gefunden wurde. VVV BD001 ist rund 55 Lichtjahre von uns in Richtung des sehr vollen Zentrums unserer Galaxie entfernt. Braune Zwerge sind Sterne, die es nie geschafft haben zu einem Stern wie unserer Sonne heranzuwachsen. Sie werden oft auch als „gescheiterte Sterne“ bezeichnet, da sie größer als Planeten wie beispielsweise Jupiter sind, aber kleiner als Sterne. Dieser Zwerg ist in zweierlei Hinsicht auffällig. Zum einen ist es der erste, der in Richtung Zentrum der Milchstraße gefunden wurde, einem der dichtgedrängtesten Himmelsregionen. Zum anderen gehört er zu einer seltenen Klasse von Sternen, die als „ungewöhnliche blaue Braune Zwerge“ bekannt sind – es ist immer noch unklar, warum diese Sterne blauer ...
potw1337-de-ch — Bild der Woche
Toconao von oben betrachtet
16. September 2013: Das kleine Dorf Toconao ist die nächste Siedlung zum größten derzeit existierenden astronomischen Projekt ALMA [1], dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array. Toconao hat weniger als 800 Einwohner und befindet sich auf einer Höhe von 2475 Metern über dem Meeresspiegel in einer natürlichen Oase, die von einem kleinen Bergfluss gespeist wird am Rand der trockensten Wüste der Welt, der Atacamawüste. Der Fluss fließt nicht das ganze Jahr hindurch, aber die ansässigen Landwirte haben ein kluges Netzwerk aus Dämmen und Kanälen aufgebaut, das den Wasserfluss reguliert, so dass sie die Vegetation das ganze Jahr lang aufrechterhalten können. Bei genauer Betrachtung können einige Gebäude wahrgenommen werden, die aus traditionellen Materialien wie Lehm und Vulkangestein gefertigt wurden, wie die San Lucas-Kirche und der Glockenturm unten links im Bild. Parallel zu ihrer wissenschaftlichen Arbeit haben ALMA-Mitarbeiter mit den Atacameño-Stammesangehörigen in Toconao und anderen Gebieten zusammengearbeitet , um ihre Vorstellungen vom Universums in deren Kultur zu ...
potw1336-de-ch — Bild der Woche
Adleraugen über dem Armazones
9. September 2013: Diese spektakuläre Luftaufnahme des Cerro Armazones, aufgenommen von ESO-Fotobotschafter Gerhard Hüdepohl, repräsentiert diesen einen wunderbaren Moment, wenn alles für die perfekte Aufnahme zusammenkommt. Hüdepohl ist eigentlich Elektroingenieur am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte auf dem Cerro Paranal, das weltweit leistungsstärkste astronomische Observatorium für sichtbares Licht und gleichzeitig das Flaggschiff der ESO. Hüdepohl nahm die Aufnahme während einer Flugreise von Antofagasta nach Santiago auf. Kurz nach dem Start nahm das Flugzeug die ideale Flugroute für diesen Schnappschuss des Cerro Armazones – und Hüdepohl könnte keine besseren Bedingungen getroffen haben. Den richtigen Moment abwartend konnte er aus dieser ungewöhnlichen Perspektive hoch über dem spektakulären Gelände die Aufnahme festhalten. Diese Aufnahme zeigt die Atacamawüste in beeindruckender Klarheit, und ebenso den schmalen Zickzackweg, der sich klar von dem staubigen Gelände abhebt. Die Sandpiste bahnt sich sichtbar den Weg zum Gipfel des Cerro Armazones. Das Gelände ist zur Zeit noch mit einer Auswahl ...
potw1335-de-ch — Bild der Woche
PESSTO erwischt eine Supernova in Messier 74
2. September 2013: Dieses Bild von Messier 74, einer überwältigend schönen Spiralgalaxie mit klar definierten, verzwirbelten Armen, ist im Rahmen der PESSTO-Durchmusterung der ESO entstanden. Das eigentliche Motiv des Bildes ist allerdings eine aktuelle Himmelserscheinung vom späten Juli 2013: die Typ II-Supernova mit dem Namen SN2013ej, die als hellster Stern am unteren linken Rand des Bildes sichtbar ist. Solche Supernovae entstehen, wenn der Kern eines massereichen Stern aufgrund seiner Eigengravitation am Ende seiner Lebenszeit kollabiert. Dieser Kollaps erzeugt eine gewaltige Explosion, die Material weit in Raum hinausschleudert. Das dazugehörige Aufleuchten kann heller sein als die komplette Galaxie, in der der Stern beheimatet ist, und kann über Wochen oder sogar Monate hinweg beobachtet werden. PESSTO (Public ESO Spectroscopic Survey for Transient Objects oder “allgemeine spektroskopische Durchmusterung der ESO für kurzzeitig auftretende Ereignisse”) wurde entwickelt, um Objekte zu beobachten, die nur für eine kurze Zeit am Nachthimmel sichtbar sind, etwa wie Supernovae. Dafür werden verschiedene ...
potw1334-de-ch — Bild der Woche
Von massereichen Sternen geformt
26. August 2013: Dieses Bild, das vom Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Paranal aufgenommen wurde, zeigt einen kleinen Teil des gut bekannten Emissionsnebels NGC 6357, der sich 8000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Skorpion befindet. Das Bild leuchtet im charakteristischen Rot eines H II-Gebiets, was durch eine große Menge an ionisiertem und angeregtem Wasserstoffgas hervorgerufen wird. Die Wolke ist in intensive ultraviolette Strahlung getaucht – hauptsächlich vom offenen Sternhaufen Pismis 24, der einige massive, junge, blaue Sterne beheimatet – was als sichtbares Licht in diesem unverwechselbaren Farbton reemittiert wird. Der Sternhaufen selbst liegt außerhalb des Bildausschnitts, sein diffuses grünes Licht erleuchtet jedoch die Wolke, was im mittleren rechten Teil des Bildes zu erkennen ist. Wir schauen hier auf eine Nahaufnahme des umgebenden Nebels, das ein Netz aus Gas, dunklen Staub sowie neugeborene und noch im Entstehen begriffene Sterne zeigt.
potw1333-de-ch — Bild der Woche
Sternennacht auf La Silla
19. August 2013: Ein durchdringend heller Sternenhimmel ist der Hintergrund für dieses wunderschöne Bild, das vom Astronomen Håkon Dahle aufgenommen wurde. Im Vordergrund ist Dahle selbst als Silhouette zu sehen, umgeben von einigen der großen dunklen Kuppeln, die das ESO-Observatorium auf La Silla ausmachen. Viele professionelle Astronomen sind außerdem leidenschaftliche Fotografen – wer könnte es ihnen verübeln? Die ESO-Standorte in der Atacama-Wüste gehören zu den besten Plätzen auf der Erde, um Sterne zu beobachten und sind deshalb natürlich auch hervorragend geeignet um den Nachthimmel zu fotografieren. Dahle hat das Foto während einer einwöchigen Beobachtungphase am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop aufgenommen. Zu dieser Zeit wurde das Teleskop gelegentlich einem anderen Beobachtungsteam überlassen, was Dahle die Gelegenheit gab, den Nachthimmel zu bewundern - und sie auf diesem Bild festzuhalten.egenheit gab die Sternennacht zu am überlassen, was SO 2,2-Meter-Teleskop aufgenommen. Zu dieser Zeit war das Teleskop Die Milchstraße ist in der südlichen Hemisphäre heller als in der nördlichen, ...
potw1332-de-ch — Bild der Woche
Die Ruhe vor dem Sturm
12. August 2013: Diese wunderschöne Bild portraitiert die Galaxien NGC 799 (unten) und NGC 800 (oben), die im Sternbild Walfisch liegen. Das Galaxienpaar wurde erstmalig vom amerikanischen Astronomen Lewis Swift im Jahr 1885 beobachtet. Die Draufsicht erlaubt es uns ihre Gestalt auch in einer Entfernung von ungefähr 300 Millionen Lichtjahren klar wahrzunehmen. Wie die Milchstraße – unsere Galaxis – sind beide Himmelsobjekte Spiralgalaxien mit charakteristischen, langen Armen, die sich um die helle Wölbung ins Zentrum (den sogenannten Bulge) winden. In den hervorstechenden Spiralarmen bilden sich eine große Zahl von heißen, jungen und blauen Sternen, die sich in Haufen ansammeln (die winzigen blauen Punkte, die im Bild sichtbar sind), während im zentralen Bulge eine große Zahl von kühleren, älteren Sternen in einer dichtgepackten, fast kugelförmigen Region komprimiert sind. Bei einem flüchtigen Blick sehen die Galaxien ziemlich ähnlich aus, aber der Teufel steckt im Detail: Außer dem offensichtlichen Größenunterschied besitzt nur NGC 799 eine Balkenstruktur, ...
potw1331-de-ch — Bild der Woche
Der Gürtel der Venus über dem Cerro Paranal
5. August 2013: Dieses Foto zeigt den Blick in östlicher Richtung vom Paranal-Observatorium aus, nur Sekunden nachdem die Sonne hinter dem Horizont untergetaucht ist. Der orangefarbene Schein des Sonnenuntergangs liegt in Richtung der 1,8 Meter-Hilfsteleskope des VLT und der fast volle Mond steht am Himmel. Aber das Bild ist dank eines atmosphärischen Phänomens mit dem Namen Gürtel der Venus noch interessanter. Der grau-bläuliche Schatten über dem Horizont ist der Schatten der Erde und gerade oberhalb ist ein rosafarbenes Leuchten sichtbar. Dieses Phänomen wird durch das rötliche Licht der untergehenden Sonne durch Rückstreuung in der Erdatmosphäre erzeugt. So wie auch gerade nach dem Sonnenuntergang kann dieser atmosphärische Effekt auch kurz vor dem Sonnenaufgang beobachtet werden. Ein ähnlicher Effekt tritt auch während einer totalen Sonnenfinsternis auf. Die im Bild sichtbaren Teleskope sind drei der vier 1,8 Meter-Hilfsteleskope, die in ultrakompakten beweglichen Kuppelbauten untergebracht sind. Diese Teleskope werden bei interferometrischen Beobachtungen eingesetzt, wenn zwei oder mehr ...
potw1330-de-ch — Bild der Woche
Messier 100 – Pracht im „Grand Design“
29. Juli 2013: Spiralgalaxien sind üblicherweise sehr ästhetisch erscheinende Objekte, umso mehr wenn sie in der Draufsicht erscheinen. Dieses Bild ist ein besonders prachtvolles Beispiel dafür: Es zeigt die sogenannte „Grand Design“-Galaxie Messier 100, die sich im südlichen Bereich des Sternbilds Haar der Berenike und in einer Entfernung von etwa 55 Millionen Kilometern von der Erde entfernt befindet. Messier 100 zeigt sehr klar strukturierte Spiralarme. Im Zentrum ist eine ganz schwach ausgeprägte balkenartige Struktur sichtbar, aufgrund derer sie als Typ SAB klassifiziert wird. Obwohl nicht leicht im Bild zu erkennen, haben Wissenschaftler die Existenz des Balkens anhand von Beobachtungen in anderen Wellenlängen bestätigen können. Dieses sehr detaillierte Bild zeigt die Hauptmerkmale, die bei einer Galaxie dieses Typs zu erwarten sind: riesige Wolken aus Wasserstoffgas, die in roten Flecken aufleuchten, wenn sie die Energie wieder abstrahlen, die sie von neugeborenen riesigen Sternen absorbieren; die gleichmäßige Helligkeit älterer, gelblicher Sterne nahe des Zentrums und dunkle ...
potw1329-de-ch — Bild der Woche
Das kreiselnde NTT
22. Juli 2013: Dieses dynamische Bild zeigt das New Technology Telescope (NTT), das sich am La Silla-Observatorium der ESO in Chile befindet. Auf der Aufnahme erscheint die markante Form der Kuppel verschwommen, da das Teleskop für die Ausrichtung auf ein gewünschtes Objekt rotiert. Das Foto wurde mit einer Belichtungszeit von 30 Sekunden aufgenommen. Besonders auffällig ist die charakteristische, eckige äußere Form des Teleskopgebäudes, die einen Gegensatz zur weiter verbreiteten, runden Kuppelform darstellt. Dieses besondere Design war bei der Einweihung des Teleskops 1989 eine bahnbrechende, neue Entwicklung und wurde seitdem oft kopiert, unter anderem beim Very Large Telescope. Die Bauweise des NTTs zielt auf eine optimale Bildqualität ab. Durch eine sorgfältig kontrollierte Ventilation wird der Luftstrom im NTT optimiert, was die Unschärfe, die durch Luftturbulenzen innerhalb des NTT hervorgerufen wird, minimiert. Obwohl das Bild verschwommen ist, sind die großen Klappen, denen eine wichtige Rolle in diesem System zukommt, gerade noch zu erkennen. Ein weiteres ...
potw1328-de-ch — Bild der Woche
Wings for Science fliegt über den Paranal
15. Juli 2013: Diese einzigartige Luftaufnahme des Paranal-Observatoriums wurde im Dezember 2012 von Clémentine Bacri und Adrien Normier aufgenommen, die mit einem speziellen, umweltfreundlichen Ultraleichtflugzeug [1] ein Jahr lang um die Welt fliegen. Das eindrucksvolle Bild zeigt die natürliche Schönheit der Landschaft, in der mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO eine der besten astronomischen Einrichtungen überhaupt angesiedelt ist. Auf dem Bild sind die vier einzelnen 8,2-Meter-Teleskope auf dem Gipfel des Cerro Paranal zu erkennen. Die ESO hat eine fortlaufende Partnerschaft mit dem ORA „Wings for Science“-Projekt (engl. „Flügel für die Wissenschaft“), einer gemeinnützigen Unternehmung, die öffentlichen Forschungsorganisationen Luftunterstützung anbietet. Die zwei Besatzungsmitglieder von Wings for Science sind unter anderem über den Observatorien im Norden Chiles geflogen, bevor sie Südamerika verlassen und nach Australien weitergezogen sind. Auf ihrer Reise haben sie Wissenschaftlern ihre Hilfe aus der Luft angeboten, und haben sie beispielsweise bei Luftprobenahmen, auf dem Gebiet der Archäologie, bei Beobachtungen zur ...
potw1327a-de-ch — Bild der Woche
Maëlles neues Spielzeug
8. Juli 2013: Astronomie und Teleskope können manchmal das Kind in uns zum Vorschein bringen. Als ein Beleg der menschlichen Wissbegierde bauen Astronomen immer neue, größere Instrumente in abgelegenen Orten auf der ganzen Welt. An einem Familientag am Paranal-Observatorium in den chilenischen Anden hat ESO-Astronom Julien Girard diesen Schnappschuss von seiner Tochter aufgenommen. Dank einem perspektivischen Trick scheint die kleine Maëlle in die offene Kuppel von einem der 1,8-Meter-Hilfsteleskope des Very Large Telescopes (VLT) der ESO zu schauen. Obwohl die Teleskope für ernsthafte wissenschaftliche Forschung verwendet werden, können Astronomen sich manchmal wie kleine Kinder beim Spiel mit ihren großen „Spielzeugen“ fühlen. Julien Girard ist ein in Chile ansässiger ESO-Astronom und ESO-Fotobotschafter, der am VLT arbeitet. Er ist Instrumentenwissenschaftler für das NACO-Instrument mit adaptiver Optik an VLT-Hauptteleskop 4. Er hat das Bild in der „Your ESO Pictures“-Flickrgruppe hochgeladen, von wo es als Bild der Woche ausgewählt wurde. Links Die ESO-Fotobotschafter Julien Girards Flickr-Bilderstream Die ...
potw1326-de-ch — Bild der Woche
Europäische Antennen an der ALMA Operations Support Facility
1. Juli 2013: Auf diesem Foto sehen wir Antennenschüsseln, die Teil des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA) werden sollen.  Die drei Antennen im Vordergrund wie auch einige im Hintergrund wurden von der ESO im Rahmen eines Vertrags mit dem europäischen AEM-Konsortium [1] als Beitrag zu ALMA geliefert. In Summe lieferte die ESO 25 der Antennenschüsseln mit 12 Metern Durchmesser. Weitere 25 der 12-Meter-Antennen lieferte der nordamerikanische ALMA-Partner und der Rest – ein Satz von zwölf 7-Meter-Antennen und vier 12-Meter Antennen, die das Atacama Compact Array bilden, wurden vom ostasiatischen ALMA-Partner bereitgestellt. Die Antennen sind hier an der ALMA Operation Support Facility (OSF) in den Gebirgsausläufern der chilenischen Anden auf einer Höhe von 2900 Metern zu sehen. Die Antennenschüsseln im Vordergrund stehen auf der AEM Site Erection Facility, wo die Antennen montiert und vor der Übergabe an das Observatorium gründlich getestet werden. Die Antennen in Vordergrund wurden bereits übergeben und durchlaufen weitere Tests oder ...
potw1325-de-ch — Bild der Woche
Mondschein und Zodiakallicht über La Silla
24. Juni 2013: Was aussieht wie eine futuristische Stadt aus einer Science Fiction-Geschichte, die hoch über den Wolken schwebt, ist das am längsten in Betrieb befindliche Observatorium der ESO, La Silla. Dieses Foto wurde von dem Astronomen Alan Fitzsimmons direkt nach Sonnenuntergang in unmittelbarer Umgebung des 3,6 -eter-Teleskops der ESO aufgenommen. Der Mond befindet sich gerade außerhalb des Bildausschnitts und taucht das Observatorium in ein unheimliches Licht, das von den tieferliegenden Wolken reflektiert wird. Die sehr schwache, leuchtend goldene Lichtsäule, die gerade aus Wolken hinausragt, die noch von der Sonne erleuchtet werden, ist das sogenannte Zodiakallicht. Es wird durch Sonnenlicht hervorgerufen, das von Staubpartikeln zwischen der Sonne und den Planeten gestreut wird. Es kann nur direkt nach Sonnenuntergang oder direkt vor Sonnenaufgang zu bestimmten Zeiten des Jahres und von guten Standorten aus beobachtet werden. Auf dem Bild kann man mehrere Teleskope erkennen: Bei der großen, eckigen Konstruktion am Ende der Straße handelt es ...
potw1324-de-ch — Bild der Woche
Blitz und Donner
17. Juni 2013: Auf diesem elektrisierenden Bild, aufgenommen am Freitag, dem 7. Juni 2013, entlädt ein wilder Gewittersturm seinen gewaltigen Zorn über dem Cerro Paranal. Die riesigen Schutzbauten der vier VLT-Hauptteleskope, jedes von ihnen mit einer Höhe von einem achtstöckigen Gebäude, erscheinen klein unter den Einschlägen des gewaltigen Sturms. Am linken Bildrand ist ein Stern hervorgekommen, um die Show zu beobachten – ein einzelner Lichtpunkt am verdunkelten Himmel. Es handelt sich um Prokyon, einen hellen Doppelstern im Sternbild Kleiner Hund. Schon Wolken sind am Paranal-Observatorium der ESO nur selten anzutreffen. Im Schnitt gibt es pro Jahr erstaunliche 330 klare Tage. Blitze sind noch seltener, da das Observatorium einer der trockensten Orte auf der Welt ist: Die Atacamawüste im Norden Chiles, 2600 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Wenn Wolken vorhanden sind, liegt das Observatorium die meiste Zeit über ihnen. Während seiner 16-jährigen Arbeitszeit als Ingenieur am Paranal hat ESO-Fotobotschafter Gerhard Hüdepohl zuvor nur einmal ...
potw1323-de-ch — Bild der Woche
Anstieg und Abfall einer Supernova
10. Juni 2013: Ein ungewöhnliches neues Video zeigt den schnellen Helligkeitsanstieg und das langsamere Verblassen einer Supernovaexplosion in der Galaxie NGC 1365. Die Supernova mit der Bezeichnung SN 2012fr wurde am 27. Oktober 2012 vom französischen Astronomen Alain Klotz entdeckt. Die Aufnahmen wurden mit dem kleinen Roboterteleskop TAROT gemacht, das sich am La Silla-Observatorium der ESO in Chile befindet, und wurden zu diesem einzigartigen Video zusammengestellt. Supernovae sind das Ergebnis der Explosion und dem katastrophalen Tod bestimmter Typen von Sternen. Sie werden so hell, dass sie die Leuchtkraft ihrer Heimatgalaxie für mehrere Wochen überstrahlen können, bevor sie langsam aus der Sicht verschwinden. Die Supernova 2012fr [1] wurde am Nachmittag des 27. Oktobers 2012 von Alain Klotz entdeckt. Er war damit beschäftigt, die Helligkeit eines schwachen variablen Sterns auf einem Bild des robotischen Teleskops TAROT (Télescope à Action Rapide pour les Objets Transitoires) am La Silla-Observatorium der ESO zu messen, als er ein neues ...
potw1322-de-ch — Bild der Woche
Drei Planeten tanzen über La Silla
3. Juni 2013: Für Fotografen und Astronomen gleichermaßen bietet sich zur Zeit eine ganz besondere Augenweide: Am Himmel zeigt sich das Phänomen der Syzygie bei der drei (oder mehr) Himmelskörper nahezu in einer Linie am Himmel stehen. Wenn Himmelsobjekte eine ähnliche ekliptikale Länge haben, nennt man diesas Ereignis eine Dreifach-Konjunktion. Zwar handelt es sich dabei nur um eine perspektivische Erscheinung, aber das macht es nicht weniger spektakulär. In diesem Fall sind die drei Himmelskörper drei helle Planeten unseres Sonnensystems, und die einzige Voraussetzung zur Beobachtung des Ereignisses ist eine freie Sicht auf den Himmel bei Sonnenuntergang. Eine solche Gelegenheit hatte ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky, der am Sonntag, dem 26. Mai im Norden Chiles die Chance hatte, dieses eindrucksvolle Bild vom La Silla Observatorium der ESO aus aufzunehmen. Um die Kuppeln der Teleskope herum gruppieren sich die drei Planeten – Jupiter (oben), Venus (links) und Merkur (recht unten) – und vollführen ihren kosmischen Tanz. Eine ...
potw1321-de-ch — Bild der Woche
Wellen am chilenischen Nachthimmel
27. Mai 2013: Auf den ersten Blick sieht diese hypnotisierende Bild aus wie Wellen, die von einem in einen See geworfenen Stein verursacht werden. In Wirklichkeit sind sie das Ergebnis der scheinbaren Bewegung der Sterne über den südlichen Himmel und etwas Magie des Fotografen. Das Bild wurde auf dem Cerro Armazones aufgenommen, einem Berggipfel mit einer Höhe von 3000 Metern über dem Meeresspiegel, der im zentralen Teil der Atacamawüste in den chilenischen Anden liegt. Die langen, hellen Streifen sind Strichspuren und jeder von ihnen markiert den Weg eines einzelnen Sterns über den dunklen Nachthimmel. Indem man den Kameraverschluss für eine lange Zeit öffnet, wird die für das bloße Auge unmerkliche Bewegung der Sterne sichtbar gemacht. Belichtungszeiten von nur 15 Minuten sind lang genug, um den Effekt sichtbar zu machen. In diesem Fall überlagerte der Fotograf mehrere viel kürzere Belichtungen zu dem endgültigen Bild. Das für diese Aufnahme verwendete Weitwinkelobjektiv zeigt den Himmelspol zur ...
potw1320-de-ch — Bild der Woche
Die Galaxis bewundern
20. Mai 2013: Selbst für den erfahrendsten Astronomen ist es schwierig, der Versuchung zu widerstehen, sich während eines hektischen Beobachtungsplans ein wenig Zeit zu nehmen, innezuhalten und einen Blick an den prächtigen Südsternhimmel zu werfen. Dieses Foto ist ein Selbstportrait von Astronom Alan Fitzsimmons, der es zwischen zwei Beobachtungssitzungen am La Silla-Observatorium der ESO aufgenommen hat. Dieses ausdrucksstarke Foto zeigt den Kontrast zwischen einer einfachen, ruhigen und dunklen Gestalt auf der Erde und dem glanzvollen und hellen sternbedeckten Nachtimmel. Auf diesem Bild wird der Himmel durch die riesige Ansammlung von Sternen und Staub dominiert, die das Zentrum der Milchstrasse bilden, unserer Heimatgalaxie.  Die Observatorien der ESO liegen im Norden Chiles in der Atacamawüste, einer Region mit nur wenigen Bewohnern, was sowohl zu sehr dunklen Nächten bei zusätzlich extrem klaren atmossphärischen Bedingungen führt. Beide Faktoren führen zu qualitativ hochwertigen Beobachtungen. La Silla ist das erste Observatorium der ESO. Eingeweiht im Jahr 1969 beheimatet es ...
potw1319-de-ch — Bild der Woche
Die Milchstraße prangt über dem verschneiten La Silla
13. Mai 2013: In den Randbereichen der Atacamawüste, weit entfernt von den lichtverschmutzten Städten im Norden Chiles, ist der Himmel nach Sonnenuntergang pechschwarz. So ein dunkler Himmel ermöglicht einige der besten astronomischen Beobachtungen – auf einer Höhe von 2400 Metern. Das La Silla-Observatorium der ESO hat eine unbeschreiblich klare Sicht auf den Nachthimmel. Trotz des abgelegenen, hohen und trockenen Standorts kann man aber nicht immer den Wetterbedingungen entkommen, die in den Wintermonaten herrschen, wenn eine Schneedecke auf dem Berggipfel und seinen Teleskopschutzbauten liegt. Dieses Bild zeigt ein winterliches La Silla unter dem Sternenzelt unserer Milchstraße, die als Band schräg durch das Bild verläuft. Sichtbar sind (von rechts nach links) das 3,6-Meter-Teleskop der ESO, das 3,58-Meter New Technology Telescope (NTT), das 1-Meter Schmidt Teleskop der ESO und das ESO/MPG 2,2-Meter-Teleskop, auf dessen Schutzbau Schnee liegt. Die kleine Kuppel des stillgelegten Coude-Teleskops ist angrenzend an das 3,6-Meter Teleskop erkennbar. Zwischen diesem und dem NTT liegen ...
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