Bild der Woche

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potw1211-de-ch — Bild der Woche
Ein zarter Schleier von Schnee in der Atacama-Wüste
12. März 2012: Die Kuppeln vom Very Large Telescope der ESO auf der Spitze des Cerro Paranal nehmen ein Bad im Sonnenlicht eines weiteren herrlichen wolkenlosen Tages. Aber etwas ist anders auf diesem Bild: Eine dünne Schneeschicht hat sich über die Wüstenlandschaft gelegt. Soetwas sieht man hier nicht jeden Tag. Eigentlich ist das genaue Gegenteil üblich, da die Atacama Wüste nahezu keinen Niederschlag kennt. Mehrere Faktoren sind für die trockenen Bedingungen in der Atacama verantwortlich. Die Bergkette der Anden verhindert Regenfälle aus dem Osten und die chilenische Küstenregion aus dem Westen. Der kalte Humboldt-Strom im Pazifik erzeugt eine Inversionsschicht von kalter Luft, womit Regenwolken nicht entstehen können. Ein Hochdruckgebiet im südöstlichen Pazifik erzeugt rotierende Windfelder, die einen Antizyklon bilden. Auch dieser Mechanismus hilft dabei, die Atacama trocken zu halten. Dank all dieser Faktoren gilt die Region als der trockenste Ort auf dieser Erde! Auf dem Paranal sind wenige Millimeter Niederschlagsmenge pro Jahr üblich, ...
potw1210-de-ch — Bild der Woche
Ein Blick in die Vergangenheit – La Sillas Verwandlung im Laufe der Zeit
5. März 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Hier sieht man zwei Aufnahmen von La Silla vom Juni 1968 und aus der heutigen Zeit, die in der Nähe der beiden Wassertanks des Observatoriums aufgenommen wurden und den Rest der Anlage zeigen. Die Veränderungen kann man leicht sichtbar machen, wenn man mit der Maus die Trennlinie im Bild verschiebt. Im Vordergrund des historischen Bildes erkennt man die provisorische Wohnsiedlung, im Hintergrund folgen von links nach rechts drei Teleskope: das Grand Prism Objectif, das 1-Meter-Teleskop und 1,5-Meter-Teleskop der ESO. Alle hatten 1968 Ihr ...
potw1209-de-ch — Bild der Woche
Ein Teleskop nimmt Fahrt auf
27. Februar 2012: Die dynamische Bewegung vom Very Large Telescope der  ESO ist in dieser ungewöhnlichen Aufnahme wiedergegeben, die kurz nach Sonnenuntergang beim „Arbeitsbegin“ des Hauptteleskopes 1 belichtet wurde. Mit einer Belichtungszeit von 26 Sekunden konnte ESO-Fotobotschafter Gerhard Hüdepohl die Bewegung des Schutzbaus durch die freie Öffnung nach außen blickend einfangen, während das System in Aktion ist. Der rotierende Schutzbau ähnelt einem himmlischen Wirbel, der durch die Rotation immer neue Ansichten auf die Atacamawüste freigibt. Die anbrechende Dämmerung trägt einem Spritzer Blau bei. Das im Zentrum sichtbare Teleskop hat einen Spiegel mit 8,2 Metern Durchmesser, der entwickelt wurde, um Licht aus den fernsten Regionen unseres Universums zu sammeln. Der Schutzbau ist ein weiteres technisches Wunderwerk, seine Bewegung findet mit extremer Präzision statt. Seine  Aufgabe ist auch die präzise Kontrolle der Temperatur, damit warme Luft nicht zu Beobachtungunterbrechungen führt. Links ESO-Fotobotschafter
potw1208-de-ch — Bild der Woche
Wanderung auf den Cerro Paranal
20. Februar 2012: Die Anlagen des Paranal-Observatoriums der ESO,wie beispielsweise die Residencia, geben den dort arbeitenden Menschen einen willkommenen Unterschlupf vor der unwirtlichen Umgebung. Trotz allem bieten sie interessante Möglichkeiten für jene, die die karge und stille Schönheit der Atacamawüste genießen wollen. Darunter ist auch der “Star Track” oder “Sternenpfad”, ein Fußweg, der die Residencia mit der Plattform des Very Large Telescopes verbindet. Er verläuft bis zum Gipfel des 2600m hohen Cerro Paranal. Der Wanderweg wurde 2001 erbaut, hat eine Länge von ca. 2 km und überwindet eine Höhendifferenz von 200m. Der letzte Teil des Weges windet sich die Westseite der Berges hinauf und bietet unvergleichliche Aussichtspunkte. Dieses 360°-Panorama zeigt im Mittelteil nach Norden, somit ist die rechte und linke Bildseite nach Süden weisend ausgerichtet. Nach Norden ist der Kontrollraum des VLT und eines der Schutzgebäude des VLTs gerade noch über einem kleinen Hügel erkennbar, der die meisten Anlageteile des VLTs verdeckt. Nach ...
potw1207-de-ch — Bild der Woche
Zum Valentinstag: Das Herz der Milchstraße
13. Februar 2012: Viele Menschen lieben die Astronomie – und angesichts des bevorstehenden Valentinstags zeigt uns Julien Girard mit dieser Aufnahme, dass dies im wahrsten Sinne des Wortes von Herzen kommt. Ein helles, pinkes Symbol der Liebe scheint darauf vor dem Hintergrund des Nachthimmels am Paranal-Observatorium der ESO im Norden Chiles. Girard zeichnete das Herz während der 25-sekündigen Belichtung, während der die Kamera auf einem Stativ befestigt war, mit einer kleinen Taschenlampe in die Luft, die er an seinem Schlüsselband hatte. Die Milchstraße erstreckt sich über das gesamte Bild, und im Inneren des Herzens steht das Zentrum der Galaxis. Die Sterne des Sternbilds Corona Australis (die südliche Krone) bilden einen Bogen aus funkelnden Juwelen über dem linken Teil des Herzes. Das diffuse Leuchten links von der Spitze des Herzes ist das Zodiakallicht, das durch Sonnenlicht verursacht wird, das von Staubteilchen in der Ebene unseres Sonnensystems gestreut wird. Rechts unten am Horizont sieht man ...
potw1206-de-ch — Bild der Woche
Eine Fahrt durch die Zeit - wie sich Teleskope und Autos auf La Silla verändert haben
6. Februar 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Diese beiden Fotografien zeigen das La Silla-Observatorium jeweils in den späten 60er Jahren und heute. Im Vergleichsbild lassen sich die Unterschiede direkt mit dem Schiebebalken erkunden. Die Teleskope sind dabei nicht die einzigen Dinge, die sich geändert haben, auch die Fahrzeuge auf den Bildern demonstrieren den Lauf der Zeit. Der Volkswagen 1600 Variant auf dem ersten Bild ist mittlerweile durch einen Suzuki 4WD ersetzt worden, wie man ihn auf dem zweiten Bild sieht. Heutzutage sind alle ESO-Fahrzeuge auf La Silla weiß, ...
potw1205-de-ch — Bild der Woche
Ein Schatten bei Sonnenaufgang
30. Januar 2012: Auf dieser Aufnahme vom 13. Juli 2011 von ESO-Fotobotschafter Gianluca Lombardi geht die Sonne gerade auf und lässt die chilenische Atacamawüste in einem vertrauten, warmen Rotton aufleuchten. Das Bild zeigt zusätzlich aber noch etwas Ungewöhnliches: ein dunkler Schatten scheint am Horizont zu lauern. Lombardi nahm das Bild vom Cerro Armazones aus mit Blick in Richtung Westen auf. Der Armazones wird die Heimat des zukünftigen größten Teleskops der Welt für das sichtbare Licht sein: dem European Extremely Large Telescope (E-ELT). Die Sonne ging genau in Lombardis Rücken auf, so dass der 3060 Meter hohe Berg einen Schatten auf die Erdatmosphäre in der Ferne wirft. Dieser Schatten reicht bis weit über die die weite Wüstenlandschaft und den Horizont auf der linken Seite des Bildes hinaus. Der helle Gipfel aus der rechten Seite des Bildes ist der Cerro Paranal mit einer Höhe von 2600 Metern. Er ist nur 20 Kilometer Luftlinie vom Cerro ...
potw1204-de-ch — Bild der Woche
Eine Balkenspirale wirbelt am Nachthimmel
23. Januar 2012: Dieses Bild zeigt das quirlige Aussehen der Galaxie NGC 2217, die sich im Sternbild Canis Major (der Große Hund) befindet. In der Mitte dieser Galaxie befindet sich ein ausgeprägter Balken aus Sternen, umgeben von einem ovalen Ring. Weiter außen bilden mehrere eng gewundene Spiralarme einen nahezu kreisförmigen Ring um die Galaxie. NGC 2217 ist daher als Balkenspirale klassifiziert. Ihre kreisförmige Erscheinung deutet darauf hin, dass wir praktisch von oben auf sie schauen. Die äußeren Spiralarme haben eine bläuliche Farbe, ein Zeichen für die Existenz heißer, leuchtkräftiger junger Sterne, die in Wolken insterstellaren Gases geboren werden. Die zentrale Verdickung und der Balken erscheinen durch das Vorhandensein von älteren Sternen gelblicher. Dunkle Streifen hier und da die Spiralarme und die zentrale Verdickung, dabei handelt es sich um Filamente aus kosmischem Staub, die einen Teil des Lichts der Sterne abdunkeln. Man geht davon aus, dass die meisten Spiralgalaxien in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft ...
potw1203-de-ch — Bild der Woche
ALMAs gigantische Antennenschüsseln
16. Januar 2012: Dieses Bild zeigt drei der Antennenschüsseln für das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) zusammen mit Arbeitern vor Ort. So erhält man einen Eindruck von der Größe der gigantischen Antennen, deren Schüsseln mit einem Durchmesser von 12 Metern etwa sieben mal so groß sind wie der Durchschnittsmensch. Wenn ALMA fertiggestellt ist, wird die Anlage aus 66 Präzisionsantennen bestehen, von denen 54 die Größe der hier gezeigten Exemplare haben werden. Zwölf weitere werden etwas kompakter sein und einen Durchmesser von sieben Metern haben. Das gelbe 28-rädrige Transportfahrzeug, das die 100 Tonnen schweren Antennen problemlos tragen kann, ist ebenfalls entsprechend groß ausgeführt. Dieses Foto wurde im Juli 2011 an der 2900 Meter hoch gelegenen ALMA Operations Support Facility am Fuße der chilenischen Anden aufgenommen, wo die Antennen zusammengebaut und getestet werden. Auf der linken Seite sieht man eine der europäischen ALMA-Antennenschüsseln, sie ist auf den Boden gerichtet. Weiter hinten sieht man eine der ...
potw1202-de-ch — Bild der Woche
Die Kartierung Dunkler Materie in Galaxien
9. Januar 2012: Der Wide Field Imager am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La Silla Observatorium in Chile hat in dieser Aufnahme eine Vielzahl schwacher Galaxien eingefangen - kleine, helle Flecken, die über den dunklen Himmel verteilt sind. Bilder wie dieses sind wichtige Helfer für das Verständnis der Frage, wie die geheimnisvolle Dunkle Materie in Galaxien verteilt ist. Das Bild ist Teil der COMBO-17-Himmelsdurchmusterung (Classifying Objects by Medium-Band Observations in 17 Filters), einem Projekt, im Rahmen dessen detaillierte Aufnahmen von kleinen Himmelsbereichen mit 17 verschiedenen Farbfiltern entstehen. Die Fläche dieses Bildes entspricht nur etwa der Größe des Vollmonds, dennoch kann man aber mehrere Tausend Galaxien darin ausmachen. Die Belichtungszeit für das Bild betrug insgesamt knapp 7 Stunden, genug um neben näher gelegenen Galaxien auch das Licht besonders schwacher und weit entfernter Himmelsobjekte einzufangen.  Galaxien mit deutlichen Strukturen wie die Spiralgalaxie, die man in der oberen linken Bildecke nahezu von der Seite sieht, sind nur wenige ...
potw1201-de-ch — Bild der Woche
Einblicke in die Vergangenheit - das La Silla-Observatorium damals und heute
3. Januar 2012: Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben. Unser erster Halt auf dieser Reise durch die Zeit ist La Silla, der erste Observatoriumsstandort der ESO. Die historische Aufnahme wurde Ende der 60er oder Anfang der 70er Jahre vom Kuppelgebäude des 1,52-Meter-Teleskops der ESO aus aufgenommen, das 1968 sein First Light hatte. Das zweite, aktuelle Bild zeigt, wie stark sich das Observatorium im Lauf der Jahrzehnte verändert hat. Im interaktiven Vergleichsbild lässt sich dies direkt sehen. Auf dem historischen Foto sehen wir rechts im Vordergrund das 1-Meter-Teleskop der ESO und ...
potw1150-de-ch — Bild der Woche
ALMAs Welt bei Nacht
12. Dezember 2011: Diese Panoramaaufnahme des Chajnantor-Plateaus spannt sich über ein Gesichtsfeld von etwa 180° von Norden (linker Bildrand) bis nach Süden (rechter Bildrand) und zeigt die Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) verteilt entlang einer unwirklichen Landschaft. Einige bekannte Himmelsobjekte sind hinter ihnen am Himmel zu sehen. Der hier gezeigte kristallklare Nachthimmel macht deutlich, warum Chile nicht nur die Heimat von ALMA, sondern auch vieler weiterer astronomischer Einrichtungen ist. Das Bild ist nur ein Teil eines nochmal größeren Panoramas von Chajnantor. Im Vordergrund des Bildes sieht man die 12 Meter durchmessenden ALMA-Antennen, die wie ein einziges großes Teleskop zusammenarbeiten, während der ersten Phase wissenschaftlicher Beobachtungen in Aktion. Ganz links wird die Gruppe der kleineren 7-Meter-Antennen angeleuchtet. Obwohl sie im Bild nicht sichtbar ist, lässt die Mondsichel alle Antennen Schatten werfen. Der hellste "Stern" am Himmel über den Antennen ist in Wirklichkeit gar keiner - sondern der Planet Jupiter. Der große Gasriese ...
potw1148-de-ch — Bild der Woche
Eine Galaxie voller Überraschungen – NGC 3621 hat keine Ausbuchtung, dafür aber drei zentrale Schwarze Löcher
28. November 2011: Dieses Bild vom Very Large Telescope (VLT) der ESO, zeigt eine wirklich bemerkenswerte Galaxie, die als NGC 3621 bekannt ist. Zunächst einmal ist sie eine reine Scheibengalaxie. Wie andere Spiralgalaxien besteht sie aus einer flachen Scheibe, die von Linien dunklen Materials durchzogen wird und hat ausgeprägte Spiralarme, in denen sich junge Sterne in Haufen bilden (die blauen Flecken, die man im Bild sehen kann). Aber während die meisten Spiralgalaxien eine zentrale Ausbuchtung haben (den sogenannten Bulge), eine große Ansammlung alter Sterne, die in eine kompakte, sphärische Region gepackt sind, hat NGC 3621 keine. Auf diesem Bild wird klar, dass es einfach einen Helligkeitsanstieg zum Zentrum hin gibt, aber keinen wirklichen Bulge wie zum Beispiel den in NGC 6744 (eso1118). NGC 3621 ist auch interessant, weil man davon ausgeht, dass sich in ihrem Zentrum ein aktives supermassereiches Schwarzes Loch in ihrem Zentrum befindet, das Materie verschluckt und Strahlung produziert. Dies ist ...
potw1141-de-ch — Bild der Woche
Flug über das ALMA-Gelände: Die Operations Support Facility
10. Oktober 2011: Diese beeindruckende Luftaufnahme zeigt die ALMA Operations Support Facility (OSF), die 2900 Meter über dem Meeresspiegel in den Ausläufern der chilenischen Anden nahe San Pedro de Atacama liegt. ALMA, das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array, befindet sich auf dem 5000 Meter hohen Chajnantor-Plateau und ist derzeit noch im Bau. Um die Strahlung des Universums im Millimeter- und Submillimeter-Bereich beobachten zu können, ist eine solch hohe Lage für das ALMA-Antennen-Anlage notwendig, jedoch bereitet der Sauerstoffmangel den am Array Operations Site (AOS) arbeitenden Menschen Probleme. Aus diesem Grund wird möglichst viel wissenschaftliche und technische Arbeit an der 2100 Meter niedriger gelegenen OSF verrichtet, von wo aus die Antennen sogar ferngesteuert werden. Im obigen Bild sind im Vordergrund von links nach rechts die nordamerikanischen, die japanischen und die europäischen Montageanlagen für die Antennen deutlich zu unterscheiden. Dort werden die Antennen von den Partnern und Auftragnehmern montiert und getestet, bevor sie an das Joint ALMA ...
potw1136-de-ch — Bild der Woche
Laser trifft Blitz
5. September 2011: Am Donnerstag, dem 18. August 2011, bot der Himmel über der Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren einen spektakulären Anblick: zwei gleichermaßen beeindruckende und doch sehr verschiedene Phänomene erhellten die Nacht. Eines davon war ein Beispiel für modernste Technologie, das andere für die ehrfurchtgebietende Kraft der Natur. Während die ESO dort das neue Wendelstein-Laserleitsternsystem getestet hat, näherte sich eines der für diese Region typischen heftigen Sommergewitter der Sternwarte und demonstrierte eindrucksvoll, warum die Teleskope der ESO eigentlich in Chile und nicht in Deutschland stehen. Aus den dicken grauen Wolken zucken Blitze, während Martin Kornmesser – bei der ESO-Öffentlichkeitsarbeit zuständig für künstlerische Darstellungen – Zeitrafferaufnahmen des Lasertests für ESOcast 34 anfertigte. Das hier gezeigte Foto wurde zufällig genau in dem Moment aufgenommen, als ein Blitz die Szenerie erhellte. Obwohl das Gewitter noch weit entfernt war, scheint der Blitz fast wie in einem Science Fiction-Film mit dem Laserstrahl zu kollidieren. Laserleitsterne sind künstliche Sterne, die ...
potw1132-de-ch — Bild der Woche
Dunkler Himmel und weiße Wüste — Schnee als seltener Gast am Paranal-Observatorium der ESO
8. August 2011: Der Nachthimmel über dem Cerro Paranal, der Heimat des Very Large Telescope (VLT) der ESO, ist dunkel und gesprenkelt mit den hellen Sternen der Milchstraße und auch weiter entfernten Galaxien. Dennoch sieht man den Erdboden selten in so starkem Kontrast zum Nachthimmel wie in dieser Aufnahme, die eine dünne, weiße Schneedecke zusammen mit dunkleren Flecken in der Wüstenlandschaft zeigt. Dieses Bild entstand in der letzten Woche kurz vor Sonnenaufgang und wurde von ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky aufgenommen, der als Astronom am La Silla-Paranal-Observatorium arbeitet. Er fing damit nicht nur die ungewöhnlich verschneite Landschaft der Atacama und die Kuppeln auf dem Gipfel des Berges ein, sondern auch einen atemberaubend schönen Nachthimmel. Links vom VLT erkennt man eine Satellitenspur, auf der rechten Seite eine helle Sternschnuppe. Der Cerro Paranal ist ein 2600 Meter hoher Berg in der chilenischen Atacamawüste. Dort ist es außergewöhnlich trocken, die Luftfeuchtigkeit liegt häufig unterhalb von 10%. Im Allgemeinen ...
potw1119-de-ch — Bild der Woche
Verfinsterter Mond, herrlicher Sternhimmel
9. Mai 2011: Eine totale Mondfinsternis ist für sich alleine bereits ein eindrucksvolles Himmelsereignis. Sie ermöglicht zusätzlich aber noch den Blick auf den vollkommen dunklen, mit Sternen übersäten Nachthimmel - und das in einer Vollmondnacht. Auf dem Cerro Paranal in der chilenischen Atacamawüste, einem der abgelegendsten Orte dieser Welt, macht die große Entfernung zu den nächsten Ortschaften - allesamt Quellen der Lichtverschmutzung - den Anblick des Himmels während einer totalen Mondfinsternis noch eindrucksvoller. Dieses Panorama, das von ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky aufgenommen wurde, zeigt das Sternenmeer über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal während der totalen Mondfinsternis vom 21. Dezember 2010. Den rötlich verfinsterten Mond sieht man rechts im Bild, während sich das Band der Milchstraße in voller Pracht über den gesamten Himmel zieht. Unten links steht zudem die Venus in hellem Glanz inmitten eines schwachen Leuchtens, das man als Zodiakallicht bezeichnet. Es entsteht durch Sonnenlicht, das an Staubteilchen ...
potw1115-de-ch — Bild der Woche
Der ESO-Hauptsitz bei Sonnenuntergang
11. April 2011: Diese Panoramaaufnahme zeigt den Hauptsitz der Europäischen Südsternwarte in Garching bei München. Das Bild zeigt den Blick vom Dach des Hauptgebäudes kurz nach Sonnenuntergang. Der Hauptsitz ist das wissenschaftliche, technische und administrative Zentrum für die Arbeitsabläufe der ESO und die Basis für viele Astronomen, die hier ihre Forschungsarbeiten durchführen. Die Wissenschaftler, Techniker und das Mitglieder des Verwaltungspersonals, die hier arbeiten, haben sehr unterschiedliche Hintergründe, aber alle verbindet eine Gemeinsamkeit: ihre Passion für die Astronomie. Die ESO ist die führende zwischenstaatliche astronomische Organisation in Europa und das weltweit produktivste astronomische Observatorium. Die ESO betreibt drei Observatoriumsanlagen in Chile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Zusätzlich wurde der Cerro Armazones in der Nähe des Paranal von der ESO als Standort für das European Extremly Large Telescope (E-ELT) ausgewählt. Die ESO betreibt hochmoderne Wissenschaftsanlagen für Astronomen und wird von Österreich, Belgien, Brasilien, der Tschechischen Republik , Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Portugal, ...
potw1108-de-ch — Bild der Woche
ALMA-Antennen unter der Milchstraße
21. Februar 2011: Vier Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) blicken zum mit Sternen übersäten Nachthimmel auf, gerade so als wären sie voller Vorfreude auf die bald beginnenden Beobachtungen dieser Nacht. Der Mond rechts im Bild erhellt die Szenerie, ohne dass die sich nach links oben erstreckende Milchstraße verblassen würde. ALMA wird zurzeit in einer Höhe von 5000 Metern auf der Chajnantor-Hochebene in der chilenischen Atacama-Wüste errichtet. Diese Gegend ist eine der trockensten der gesamten Erde, und genau diese Trockenheit sorgt zusammen mit der in so großer Höhe nur noch dünnen Luft für hervorragende Bedingungen für astronomische Beobachtungen im Millimeter- und Submillimeter-Bereich. Bei diesen Wellenlängen untersuchen die Astronomen zum Beispiel Molekülwolken, in denen durch den Kollaps dichter Regionen aus Gas und Staub neue Sterne geboren werden. Da das Universum bei diesen Wellenlängen noch weitgehend unerforscht ist, erhoffen sich die Wissenschaftler von ALMA viele neue Erkenntnisse zur Entstehung von Sternen, aber auch Planetensystemen ...
potw1105-de-ch — Bild der Woche
Von einer fremden Welt zur anderen
31. Januar 2011: Was wie eine unfruchtbare und unbewohnbare Marslandschaft aussieht, ist ein 360°-Panorama des Standorts für das European Extremely Large Telescope der ESO, kurz E-ELT. Wenn der Bau beginnt, wird die unbewohnte Bergspitze links der Mitte zu einem Ort reger Betriebsamkeit, an dem Ingenieure, Techniker und Wissenschaftler daran arbeiten werden, das größte Auge der Welt in Richtung Himmel zu errichten. In vielerlei Hinsicht wirkt der Cerro Armazones in Chile wie eine fremde Welt. Die Umgebung ist rau, Feuchtigkeit und Luftdruck sind gering, und das bei tagsüber grellem Sonnenschein. Nachts offenbart sich dagegen ein atemberaubender Himmel. Der Cerro Armazones befindet sich in der Atacamawüste – einem der trockensten Orte auf der Erde. Diese Bedingungen, in Kombination mit der Abgeschiedenheit, machen die Region zu einem besonders geeigneten Standort für Teleskope. Der Armazones ist ein einzelstehender Gipfel, 3060 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist etwa 20 km entfernt vom Cerro Paranal, der Heimat des berühmten ...
Angezeigt werden 141 bis 160 von 183
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