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Rockstar und Astrophysiker Brian May besucht Paranal

30. September 2015

Am 28. und 29. September 2015 hatte das Paranal-Observatorium einen besonderen Besucher – den britischen Rock-Gitarristen, Sänger und Komponisten Brian May.

Brian May ist als Leadgitarrist der legendären Rockband Queen berühmt. Den meisten nicht bekannt ist allerdings, dass er auch eine Leidenschaft für Astronomie hat. Zusätzlich zu seinem Doktortitel in Astrophysik ist der Gitarrist Teil eines Wissenschaftlerteams für die New Horizons-Mission der NASA, die im Juli 2015 Pluto passiert hat.

Die ESO hat Brian May deshalb zu einem Besuch des Paranal-Observatoriums eingeladen. Seinen Besuch konnte er mit seinem Aufenthalt in Santiago in Chile im Rahmen der Queen-Tour, mit dem Queen-Schlagzeuger Roger Taylor und dem amerikanischen Sanger Adam Lambert, durch Südamerika verbinden.

Das Paranal-Observatorium der ESO befindet sich 130 Kilometer südlich von Antofagasta in der dürren, chilenischen Atacamawüste. Es ist die Heimat der vier 8,2-Meter-Einzelteleskope und der vier 1,8-Meter-Hilfsteleksope vom Very Large Telescope der ESO. Das Paranal-Observatorium ist einer der besten Standorte der Welt für astronomische Beobachtungen.

Bei seiner Tour durch die Anlagen hat May die Teleskope auf dem Gipfel des Cerro Paranal besucht und die Nacht in der Residencia verbracht, der preisgekrönten Unterkunft für Mitarbeiter des Observatoriums.

Der Gitarrist wurde im Kontrollraum des Observatoriums von den Beobachtungsteams als astronomischer Ehrengast begrüßt. Zu den Aktivitäten am Montagabend zählten auch die Aufnahme von Bildern des nach ihm benannten Asteroiden, des Planeten Pluto und der gefeierten Pillars of Creation [1].

May hat seinen Doktorgrad am Imperial College in London erworben. Seine Doktorarbeit (die 30 Jahre dauerte) verfasste er über die Eigenschaften des Zodiakallichts – ein nebelartiger, diffuser Lichtkegel durch Lichtstreuung an Staub im Sonnensystem, der am westlichen Himmel nach Sonnenuntergang und im Osten vor Sonnenaufgang zu sehen ist. In einer dunklen und klaren Nacht ist das Paranal-Observatorium eines der besten Orte auf der Erde, um diese Erscheinung am Himmel zu beobachten. Und tatsächlich: In einem kurzen Fenster zwischen Sonnenuntergang und Mondaufgang konnte das Team das abendliche Zodiakallicht am Paranal sehen und fotografieren.

Fußnoten

[1] Diese Beobachtungen haben die wissenschaftlichen Operationenan den Teleskopen nicht beeinflusst. Sie wurden zu einer Zeit aufgenommen, zu der schlechte Sicht und der Vollmond andere Beobachtungen verhindert haben.

Kontaktinformationen

Richard Hook
ESO Public Information Officer
Garching bei München
Tel: +49 89 3200 6655
Mobil: +49 151 1537 3591
E-Mail: rhook@eso.org

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