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APEX feiert zehnjährige Erforschung des kalten Universums

Das Atacama Pathfinder Experiment in Chile sieht weiteren Erfolgen bei aktueller astronomischer Forschung entgegen

10. Februar 2016

Auf der Basisstation von APEX [1] in Sequitor bei San Pedro de Atacama fand eine Feier statt, um zehn Jahren astronomische Forschung mit dem APEX-Teleskop zu feiern, das sich auf der chilenischen Chajnantor-Hochebene auf 5100 Metern über dem Meeresspiegel befindet.

Von dort beobachtet das Teleskop den Himmel im Bereich der Submillimeter-Wellenlängen und bietet Astronomen so Zugang zu den kältesten Regionen des Universums, die nicht im sichtbaren Licht erforscht werden können. Während es weiteren Entdeckungen an vorderster Front der beobachtenden Astronomie entgegensieht, hat das 12-Meter-Teleskop APEX bereits bedeutende Beiträge in einer Vielzahl von astronomischen Bereichen beigesteuert, einschließlich der Entdeckung neuer interstellarer Moleküle und tiefgehender Bildgebung des Submillimeter-Himmels,  was zu neuen Einblicken in die Sternentstehung in der Milchstraße und bei fernen Galaxien mit starker Sternentstehung im frühen Universum geführt hat.

Die Sequitor-Basisstation wurde für die Feier gewählt, da diese in der angenehmeren Höhe von 2500 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die Teilnehmer hatten aber die Möglichkeit, die Teleskopanlage selber zu besuchen, wie unsere Bilder zeigen. Zu diesem Anlass war auch eine Reihe von besonderen Gästen anwesend, darunter Rolf Schulze, der deutsche Botschafter in Chile, Martin Stratmann, der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, und der Generaldirektor der ESO, Tim de Zeeuw. Für die anderen Partner in der APEXKollaboration nahmen Karl Menten und Projektmanager Rolf Güsten vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) sowie John Conway vom schwedischen Onsala Space Observatory (OSO) ebenfalls an der Veranstaltung teil.

Endnoten

[1] In den letzten zehn Jahren haben etwa 2000 Wissenschaftler die mit APEX gewonnenen Daten für wissenschaftliche Projekte verwendet, die in mehr als 500 Publikationen veröffentlicht wurden. Wichtige APEX-Ergebnisse sind die Entdeckung von fünf neuen Molekülen im interstellaren Raum und ebenso umfangreiche Vermessungen einschließlich ATLASGAL (APEX-Teleskop Large Area Survey of the Galaxy) und LESS (LABOCA Survey of the Extended Chandra Deep Field South). Das APEX-Teleskop nutzt dafür seinen Zugang zum südlichen Himmel, insbesondere zu den zentralen Teilen der Milchstraße und zu den Magellanschen Wolken.

Weitere Informationen

APEX ist eine Zusammenarbeit des Max Planck Instituts für Radioastronomie (MPIfR), des Onsala Space Observatory (OSO) und der ESO. Der Betrieb von  APEX auf Chajnantor wird durch die ESO sichergestellt.

Links

Kontaktinformationen

Friedrich Wyrowski
APEX Project Scientist
Max-Planck-Institut für Radioastronomie
Bonn
Tel:: +49 228 525-383
E-Mail: fwyrowski@mpifr-bonn.mpg.de

Norbert Junkes
Press and Public Outreach
Max-Planck-Institut für Radioastronomie
Bonn
Tel: +49 228 525-399
E-Mail: njunkes@mpifr-bonn.mpg.de

Richard Hook
ESO Public Information Officer
Garching bei München
Tel: +49 89 3200 6655
Mobil: +49 151 1537 3591
E-mail: rhook@eso.org

Über die Mitteilung

ID:ann16008

Bilder

Das APEX-Teleskop und seine Besucher anlässlich der 10-Jahres-Feier
Das APEX-Teleskop und seine Besucher anlässlich der 10-Jahres-Feier
Partygäste versammeln sich vor der APEX-Basisstation
Partygäste versammeln sich vor der APEX-Basisstation
Der APEX-Geburtstagskuchen
Der APEX-Geburtstagskuchen
Caterer der APEX-Basisstation stellen eine gelungene Party sicher
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Partystimmung an der APEX-Basisstation
Partystimmung an der APEX-Basisstation